Adventsbeisammensein der Gemeindeglieder

Die Mitstreiter des Mittleren Kreises hatten sich zu ihrem letzten Treffen im Jahr 2023 Senioren und Pfarrer Dr. Sebastian Ziera ins Gemeindehaus eingeladen. Fleißige „Heinzelmännchen“ richteten die Tische vorweihnachtlich her und die funkelnden Teelichter verbreiteten eine erwartungsvolle Atmosphäre.

Zum Auftakt wurde aus den bereitgelegten Gesangsbüchern das erste Lied gemeinsam gesungen, dem noch so einige an diesem Abend folgen sollten. Pfarrer Dr. Ziera stimmte in seiner kleinen Andacht auf die bevorstehenden Adventswochen mit dem Christfest ein. Zwischen den Liedern brachten einige der Gemeindeglieder kleine literarische Beiträge zur Adventszeit zu Gehör und alle labten sich am vorzüglich schmeckenden Glühwein und den Leckereien auf den Tischen. Nach rund zwei Stunden verabschiedeten sich die Gekommenen mit dem Vaterunser.

Lothar Kurth – Text und Bild

Arbeitseinsatz im Herbst

Die Hoffnung am regnerischen Vortag, dass es zum Arbeitseinsatz von oben her trocken sein möge, erfüllte sich leider nicht. Pünktlich um 8 Uhr trafen sich am 28. Oktober 2023 insgesamt 15 Gemeindeglieder an der Taborkirche, um wieder kräftig Hand anzulegen.

Die Frauen schwärmten im Kircheninneren aus, kehrten und wischten emsig die Fußböden im Kirchenschiff, dem Andachtsraum, der Sakristei, der Brauthalle und angrenzenden Bereichen sowie dem Umgang. Auch das Gestühl erfuhr eine intensive Säuberung, so dass es wie neu aussieht. Im Turmzimmer und im Gemeindehaus waren die Männer zugange. Auch im Außenbereich an der Kirche sowie auf dem öffentlichen Fußweg an der Mauer, zwischen den Fahrradständern und an der Handschwengelpumpe war es nötig, den ersten Schwung an gefallenen Blättern einzusammeln und im Pfarrgarten zwischenzulagern.

Nach knapp drei Stunden getaner Arbeit wurde zum zweiten Frühstück in das Gemeindehaus gebeten. Fleißige Hände hatten belegte Brötchen hergerichtet und für duftenden Kaffee gesorgt. Ausgiebig tauschte man sich über das gerade Geleistete und die letzten Neuigkeiten der vergangenen Zeit aus, ehe zum Aufbruch gerüstet wurde.

Lothar Kurth – Text und Bilder

TEIL-WEISE-Gottesdienst in der Taborkirche

Ein Gottesdienst für die gesamte Region VIII bzw. für den Leipziger Südwesten. Mitglieder der Gruppen des Projektes „TEIL-WEISE“ gestalteten unter der Regie von Anke Schneemann und Pfarrerin Angela Langner-Stephan diesen zum ersten Mal. Eingangs wurde an den Initiator des Projektes, des im Vorjahr leider viel zu früh von uns gegangenen Pfarrers i.R. Heinz Schneemann erinnert.

Den Auftakt vollzog die Gruppe „Singen einfach so“ mit dem Lied „Wunderbar ist die Welt“ unter Kantor Holger Hildebrand. Während des einstündigen Gottesdienstes stellten sich alle acht Gruppen den Anwesenden mit prägnanten Worten kurz vor und luden auch Interessierte ein, zukünftig mitzumischen.

Nach den Fürbitten, dem Vaterunser, der Sendung und dem Segen wurde zum Austausch an den Tischen vor der Kirche bei Kaffee und Kulinarischem gebeten. Hier hatten Neugierige Gelegenheit, sich bei den Mitgliedern der Gruppen nähere Informationen einzuholen, was auch bei schönem Spätsommerwetter rege genutzt wurde.

Text: Lothar Kurth

 

Wandertag in Bad Grund

In diesem Jahr hatten die Taborianer eine etwas weitere Anreise bis nach Niedersachsen in den Westharz, um sich mit der Partnergemeinde aus Hannover zu treffen. Wie vereinbart, gegen 10.00 Uhr begrüßte man sich auf dem Markt der kleinen Stadt herzlich nach einem Jahr.

Um im Zeitplan zu bleiben, ging es von hier aus auch gleich auf einen leicht welligen Rundweg um den Ort mit dem imposanten Felsen Hübichstein. Informationstafeln am Wegesrand erläuterten Begebenheiten und Sagen aus der Region um Bad Grund, so z.B. von Hübichs Falken. Nach dieser Vormittagstour, auf der es von oben her noch trocken blieb, ging es wieder hinab nach Bad Grund.

In der Gaststätte „Altes Backhaus“ sammelten die 29 Wanderer neue Kräfte für den Besuch des Bergbaumuseums Knesebeckschacht mit einer rund zweistündigen, sehr interessanten Führung danach. Während der Besichtigung, die Wanderfreudigen waren in zwei Gruppen geteilt worden, vernahm man von draußen her gegen 14.15 Uhr ein mächtiges Poltern. Der vorhergesagte Starkregen hatte Bad Grund erreicht. Zum Glück hatte der Niederschlag am Ende der Schachtbegehung merklich nachgelassen.

Und nun war wieder der Zeitpunkt gekommen, um Abschied voneinander nach einem erlebnisreichen Tag mit vielen Gesprächen zu nehmen.

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Lothar Kurth

 

Mittlerer Kreis besuchte erneut Pfarrerin Lydia Messerschmidt in Machern

Schon im Frühjahr setzte sich Organisator Sven Zimmermann mit der Macherner Pfarrerin in Verbindung, um eine weitere Stippvisite im Pfarrgarten neben der Kirche des hübschen Ortes zu vereinbaren.

Am 15. September 2023 war nun der Tag gekommen, um die „weite Reise“ bei herrlichem Spätsommerwetter anzutreten. 13 „Taborianer“ machten sich per Bus und S-Bahn oder mit dem eigenen fahrbaren Untersatz an diesem Freitag-Nachmittag in die Spur. Sven Zimmermann hatte sich wieder um die Fahrkarten und das Grillgut inklusive Kohle gekümmert und Lydia Messerschmidt um Getränke und Brötchen.

Die Anreise verlief bei LVB und DB reibungslos, so dass das Gros der Besucher pünktlich an der Pforte zum Pfarrgarten anklopfte. Mit einem Strauß Rosen wurde die Pfarrerin bei der Begrüßung durch Sven Zimmermann überrascht und die Freude war groß, denn man hatte sich ein ganzes Jahr nicht gesehen. Jeder wollte sogleich die junge Frau „in Beschlag nehmen“. Nach dem Begrüßungstrunk schlug sie vor, die von ihr arrangierte Führung durch die Ausstellung im Schloss Machern wahrzunehmen. Gesagt, getan, keine zehn Minuten später hieß uns ein freundlicher Herr an der Pforte ins ehrwürdige Gemäuer willkommen und er ließ uns mit kurzgehaltenen Worten in die Historie des Ortes und die zahlreichen Aktivitäten des Heimatvereins zum Erhalt von Schloss und Parkanlage in den letzten Jahrzehnten eintauchen. Zum Dank trugen wir uns in das große „Ritterburg“-Gästebuch mit einer Widmung ein.

Über den Marktplatz mit der Brunnenanlage ging es zurück in den Pfarrhof. Christoph Müller und Sven Zimmermann heizten dem Grill mächtig ein, so dass die Steaks und Bratwürste optimal gerieten. Beim gemeinsamen Beisammensein fand sich endlich die Zeit ausgiebig zu erzählen und Lydia Messerschmidt berichtete von ihrer umfangreichen Tätigkeit in Machern seit nunmehr rund 3½ Jahren. Susanne Widemann gab einige Weisheiten in gekonnter Reimform zum Besten und Günter Jacob trug eine Anekdote aus einer katholischen Broschüre vor. Beide verdienten sich damit spontan Applaus. Im Nu schritt die Zeit voran, es dunkelte, alle räumten mit auf und es hieß Abschied nehmen von Pfarrerin Lydia Messerschmidt. Alle wünschten ihr Gottes Segen und weiterhin eine gute Zeit in Machern.

 

Text und Bilder
Lothar Kurth

Andacht mit Johannisfest

Strahlend blaues Firmament über dem Friedhof Kleinzschocher. Vor der Kapelle fand am 24. Juni 2023, dem Johannistag, wieder die Andacht für die Kirchgemeinde statt. Ca. 35 Gäste nahmen auf den Sitzbänken Platz und pünktlich um 17 Uhr eröffnete der Posaunenchor die Johannisandacht, die von Frau Märker gehalten wurde. In ihren sehr nachdenkenswerten Worten verdeutlichte sie, dass das Jahr auf der Höhe steht, nahm Bezug auf den Werdegang von Johannes dem Täufer und verband dies mit unserem eigenen Leben und der Aussage Jesu, meine Zuversicht. Mit Fürbitten, einem Dankgebet, dem Vaterunser und der Einladung zum Johannisfest schloss die Andacht unter freiem Himmel.

Rund eine Stunde später trafen sich viele der Besucher der Andacht erneut. Dieses Mal im Pfarrgarten im Schatten der Taborkirche bei Bratwurst, Salaten und einer großen Auswahl von auch gut gekühlten Getränken auf den Sitzbänken, die kurz zuvor noch auf dem Friedhof standen. Viele fleißige Hände packten mit an auch die Tische auf der Wiese mit aufzustellen. Während einige sich um den Grillstand gruppierten und miteinander sprachen, nahm der überwiegende Teil an den Tischen Platz und hatte sich so manches zu erzählen. Rasend verging die Zeit und die Turmuhr schlug zur neunten Stunde.

 

Text und Fotos: Lothar Kurth

Konzert des Ensembles TonART Leipzig

Gerade einmal zwei Tage war es her, dass „TonART“ im Rahmen der „Nacht der Chöre“ in der Kleinzschocherschen Kirche einen beeindruckenden Auftritt hinlegten. Dieses Mal hieß der Slogan „Romantisches Leipzig“ und wieder gastierte das Ensemble an gleicher Stelle.

Rund 70 Musikliebhaber zog das Gastspiel am frühen Abend des 25. Juni 2023 in das Gotteshaus. Auf dem breitgefächerten Spielplan standen nicht oft zu hörende sakrale und weltliche A-capella-Werke von der Renaissance bis zur zeitgenössischen Musik. Der erste Teil beinhaltete Stücke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Moritz Hauptmann, Franz Liszt, Fanny Hensel und Johannes Brahms. Dazwischen gab Ensemble-Leiter Robert Pohlers Wissenswertes über die Komponisten preis, deren Werke die Chormitglieder im Verlauf des Abends zu Gehör brachten. In Teil zwei folgten Stücke von Clara Schumann, Carl Reinecke, Anton Bruckner und Max Reger.

Nach ca. einer Stunde voll gesanglicher Perfektion ernteten die Damen und Herren des Ensemble herzlichen sowie voll verdienten Applaus für dieses atemberaubende kulturelle Erlebnis am Sonntagabend und Kirchenvorstandsvorsitzender Hartmut Kirchhof überbrachte einen Blumengruß und drückte seine Freude aus, dass Ensemble „TonART“ schon mehrfach in der Taborkirche begrüßt haben zu dürfen und dass der heutige Auftritt nicht der letzte gewesen sein sollte.

Text und Foto: Lothar Kurth

Finale des Kultursommers Kleinzschocher mit Konzert der Sächsischen Bläserphilharmonie

Als würdigen Veranstaltungsort für den Abschluss des zweiten Kultursommers im Ortsteil Kleinzschocher hatten die Organisatoren die Taborkirche auserkoren und das Sächsische Blechbläser Quintett der Sächsischen Bläserphilharmonie gewinnen können. Sogar in der lokalen Postille wurde das Konzert angekündigt und letztendlich folgten rund 100 Musikinteressierte, nicht nur der Pressemitteilung wegen, dem Ereignis. Anlass ist die Uraufführung der Bauernkantate Johann Sebastian Bachs vor genau 281 Jahren zur Feier des 36. Geburtstags des Rittergutsbesitzers auf Kleinzschocher Heinrich von Dieskau gewesen.

Im Repertoire ihres Konzerts hatten die fünf Musiker – plus eines Schlagzeugers – Melodien des Brasses, die den Zuhörern geläufig waren, jedoch auch weniger bekannte Stücke. Einer der Blechbläser fungierte gleichzeitig als Moderator und erläuterte jede der nun folgenden Kompositionen, so dass man den Darbietungen genauestens folgen konnte. U.a. brachten die Musiker Werke von George Gershwin zu Gehör. Und es ging nicht nur „ernst“, nein es ging auch humoristisch zu. Zum Beispiel zeigte der Schlagzeuge seine Künste auf einem selbst entwickelten Xylophon und der Tuba-Bläser, der ansonsten stets in der zweiten Reihe ist, durfte nun als Solist seinen „Tuba-Tiger-Rag“ zum Besten geben.

Nach ca. 1½ Stunden und einer Zugabe bedankte sich Kirchenvorstandsvorsitzender Hartmut Kirchhof unter dem herzlichen Beifall der Besucher bei dem sympathischen Ensemble für den Hörgenuss und überreichte ihnen kleine Aufmerksamkeiten. Bei der Verabschiedung äußerten viele der Gekommenen ihre Anerkennung für das Gebotene an diesem Abend. 

Text und Fotos: Lothar Kurth

Vortrag über und Verlegung eines Stolpersteins für Josef Weissmann

In die Taborkirche eingeladen hatten Ulrike Jurrack vom Stadtumbaumanagement Leipziger Westen, Dr. Burkhard Otto sowie die Taborkirchgemeinde zu einem außergewöhnlichen Ereignis. Am Abend des 27.06.2023 konnten die Nachfahren von Josef Efraim Weissmann aus den USA, Karen, Sylvia und Eric Weissmann, begrüßt werden.

Ebenso Andrea Günther aus den USA und Jan Deelstra aus den Niederlanden. Beide referierten in einem beeindruckenden, akribisch recherchierten und sehr nachdenklich machenden Vortrag über die Lebensgeschichte von Josef Weissmann sowie die Verbindung ihrer beiden Familien zur Familie Weissmann. Außerdem beschrieben sie die Verfolgung der jüdischen Bürger und das Schicksal der Zwangsarbeiter in der NS-Zeit in Kleinzschocher. Untermalt wurden die Worte durch Fotos und Dokumente per Bildwerfer. Ein bewegender eineinhalbstündiger Einblick in die deutsche und internationale Geschichte des 20. Jahrhunderts, den über 70 Besucher höchst aufmerksam verfolgten. Zum Abschluss überreichten Sabine Otto und Dr. Burkhard Otto den beiden Referenten hübsche Präsente.

Tags darauf wurde durch die Arbeitsgemeinschaft Stolpersteine in Leipzig ein Erinnerungsstein für Josef Weissmann vor dem Haus mit der Nummer 18 in der Bamberger Straße in Kleinzschocher im Beisein der Familie Weissmann und von Andrea Günther sowie Jan Deelstra in einer würdigen und feierlichen Zeremonie gesetzt. Gleichfalls nahmen rund 40 Geschichtsinteressierte und auch eine Gruppe Schüler aus der naheliegenden 55. Schule in der Ratzelstraße an der Verlegung des Stolpersteins für Josef Weissmann teil.

 

Text und Foto: Lothar Kurth