Faschingskonzert 2026

Zusehends füllten sich die Sitzreihen Im großen Saal der Gemeinde in der Windorfer Straße 45a, denn das angekündigte Konzert von Gabriele Lamotte unter dem Motto „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh´n“ versprühte magnetische Anziehungskraft. Schließlich fanden sich am frühen Abend des 14. Februar über 80 Besucher ein.

Punkt 17.00 Uhr betrat die Sängerin, begleitet von Karl-Heinz Müller am Flügel und der moderierenden Katrin Hart, die Bühne mit dem Einsteiger „Ich brauche keine Millionen“ aus dem Film „Hallo Janine“ (1939), dem das Lied „Money macht froh“ folgte.

Das zweiteilige Programm basierte auf einen musikalischen Teil, der mit vertiefenden Wortbeiträgen zu den Titeln durch die Moderatorin abwechselte. Katrin Hart zeichnete eindrucksvoll die mehr als 100 Jahre alte Filmmusikgeschichte hierbei nach. Breiten Raum widmete sie den Komponisten jener Zeit mit kurzem biografischen Abriss und ihren Schicksalen, insbesondere während des Dritten Reichs, u.a. Werner Richard Heymann und Robert Stolz.

Ein Feuerwerk an Liedern brannte Gabriele Lamotte mit ihrer phantastischen Stimme nun ab mit „Kinder, heut’ Abend, da such ich mir was aus“, „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, „Du sollst der Kaiser meiner Seele sein“ und „Irgendwo auf der Welt gibt’s ein kleines bisschen Glück“. Recht kokett agierte die Sängerin mit dem Publikum bei „Warum soll eine Frau kein Verhältnis haben“, das vom jüdischen Komponisten Oscar Straus stammt. Mit noch einigen musikalischen Darbietungen ging es danach in eine kurze, wohlverdiente Pause für die drei Akteure.

Der zweite Teil war alsbald direkt dem derzeitigen Fasching vergönnt. Treffend stellte die Sängerin fest „Denn einmal nur im Jahr ist Karneval“  (Willi Ostermann). Katrin Hart merkte danach an, dass der Karneval anfangs von den Nationalsozialisten argwöhnisch betrachtet, aber später vereinnahmt und gleichgeschaltet wurde.

Fast schon ein Duett legten die beiden Damen bei dem Lied „Ich wollt´ ich wär´ ein Huhn“ aus dem Film „Glückskinder“ hin. Die Zuhörer waren ungemein angetan, gingen richtig aus sich heraus und schunkelten bei noch folgenden Schlager mit. Aus dem Repertoire „zauberten“ Gabriele Lamotte und Karl-Heinz Müller noch „Davon geht die Welt nicht unter“, „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh´n“, „Ich bin ein unverbesserlicher Optimist“ und die allseits bestens bekannte „Julischka aus Budapest“. Bei der Zugabe „Das gibt’s nur einmal“ sang der ganze Saal mit und es folgte herzlicher Applaus für das „Dreigestirn“.  

Kirchenvorstandsvorsitzender Hartmut Kirchhof dankte im Namen aller, fand nachdenkliche Worte für das historisch Wissenswerte zwischen den Liedern und überreichte kleine Aufmerksamkeiten. Ein herzlicher Dank gebührt an dieser Stelle Dagmar Schlegel, der Organisatorin des musikalischen Abends.

Text und Fotos: Dagmar Schlegel, Lothar Kurth  

Der Mittlere Kreis und der Weltgebetstag der Frauen (WGT) 2026

Ein jedes Jahr engagieren sich christliche Frauen betend und handelnd in der Bewegung des WGT über Länder- und Konfessionsgrenzen hinaus, damit Frauen und Mädchen weltweit in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können.

Dieses Ereignis würdigen die Mitstreiter des Mittleren Kreises jährlich bei ihrem Treffen im Februar und einige der Frauen sind auch aktiv bei der Gestaltung der offiziellen Veranstaltung der Schwesterkirchgemeinden am 6. März in der Heilandskirche mit von der Partie. 2026 steht das afrikanische Land Nigeria im Fokus des weltweiten Interesses.

Am Abend des 13. Februar kamen 14 Gemeindeglieder im Gemeindehaus zusammen. Nach kurzer Begrüßung folgte per Lichtbildervortrag ein kurzer Abriss, um das Land, die Menschen und deren Alltag kennenzulernen, der zumeist recht beschwerlich und auch gefährlich sein kann.

Bereits seit Januar hatten sich die Frauen beraten, womit sie den Abend kulinarisch „aufwerten“ können. Denn beim WGT ist es üblich, dass landestypische Essgewohnheiten von der Theorie in die Praxis umgesetzt werden. So kredenzten sie nach der geistigen Darbietung verschiedene Gerichte, die die nigerianischen Frauen tagtäglich zubereiten. Jeder konnte die doch unbekannten Speisen testen. Zum Beispiel Yam Porridge, ein Süßkartoffelbrei mit Spinat, oder eine Gemüsesuppe mit Reis und Fleisch. Neben dem Herzhaften wurden jedoch auch süße Sachen aufgetischt.

Während der Verköstigungen hatten die Frauen zur Zubereitung in der Runde einiges zu erzählen. Jedoch es wurden am Abend auch andere Gesprächsthemen angerissen. Zum Abschluss betete Pfarrer i.R. Jacob mit allen das Vaterunser und danach packte jeder mit an, um den Raum 31 ordentlich zu verlassen. Es war eine wohltuende Zusammenkunft. So war es bei der Verabschiedung untereinander vor der Hauseingangstür ins Gemeindehaus zu vernehmen.

Fotos:  Petra Stief

Text:    Lothar Kurth

Kirchenvorstand zur Rüstzeit in der Dahlener Heide

Alljährlich am letzten Wochenende im Januar finden sich die Mitglieder des Tabor-Kirchenvorstands zu ihrer mehrtägigen Zusammenkunft ein. Wieder war es das Freizeit- und Rüstzeitheim in Schmannewitz, wo sie herzlich von der Leiterin Birgit Göllnitz begrüßt wurden, die just Ende Januar 2026 nach 20 Jahren in ihren wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wird.

Nach dem gemeinsamen Abendessen am Anreisetag ging es gestärkt in die erste Arbeitsrunde, in der aktuelle Themen des Gemeindelebens auf dem Plan standen. Der gesamte Samstag beinhaltete vier Arbeitseinheiten, die moderierend von zwei externen Fachleuten sehr konstruktiv gesteuert worden sind, nur unterbrochen durch die Mahlzeiten. Am Abend folgte noch eine Kurzberatung, die fließend in einem geselligen Abend mündete.

Nach dem Sonntagsfrühstück machten sich die KV-Mitglieder als Fahrgemeinschaft auf den Weg nach Dahlen zum Familiengottesdienst, der von Pfarrerin Angela Langner-Stephan gefeiert wurde. Danach wechselten die Leipziger Gäste noch einige Worte mit ihr und überbrachten Grüße von Gemeindegliedern aus ihren ehemaligen Wirkungskreisen im Leipziger Südwesten.

Zurück ging es nach Schmannewitz zum abschließenden Mittagessen. Danach packten die KV-Mitglieder ihre sieben Sachsen, verabschiedeten sich und machten sich auf den Rückweg in heimatliche Gefilde.

Text und Bild: Lothar Kurth

1. Winterkonzert 2026

Ein Kammermusikkonzert mit Studierenden der Hochschule für Musik und Theater (HMT) Leipzig erwartete die Besucher am 17. Januar im Gemeindesaal der Taborkirchgemeinde in der Windorfer Straße. So war es auch in der Lokalpresse angekündigt worden.
Auf dem Programm stand das Streichquintett C-Dur D 956 op. post.163 für zwei Violinen, einer Viola und zwei Violoncelli von Franz Schubert (1797-1828), einem österreichischen Komponisten der Romantik, der das kammermusikalische Werk wahrscheinlich im September 1828, zwei Monate vor seinem frühen Tod, kreierte.
Organisatorin Dagmar Schlegel und Kirchenvorstandsvorsitzender Hartmut Kirchhof begrüßten die 57 Zuhörer zum neuen Zyklus der Winterkonzerte und stellten die Musizierenden vor. Spontan erhielten Loretta Bölk, Lea Ruth Preiß (Violine), Beatriz Aragón Carreño (Viola), Maximiliane Lorenz und Yoo-Jin Hirsch (Violoncello) von den Musikliebhabern freundlichen Applaus.
Eine kurze Einführung in die 55-minütige Komposition mit den Sätzen Allegro ma non troppo; Adagio; Scherzo, Presto – Trio. Andante sostenuto und Allegretto gab Beatriz Aragón Carreño. Allein der erste Satz, den Schubert in Sonatensatzform konzipierte, beansprucht ein Drittel der gesamten Spieldauer. Der zweite Satz besitzt einen gewissen Bekanntheitsgrad und hat einen dreiteiligen Liedaufbau. Der turbulente Mittelteil in f-Dur ist eingerahmt von den anderen, bedächtige Ruhe ausstrahlenden Abschnitten. Dem lebhaften Scherzo folgt ein nachdenklich-elegisches Trio. Das Finale ist ein feuriges Rondo mit auffälligen Einflüssen der ungarischen Tanzmusik.
Es war eine Augenweide und ein Hörgenuss auf höchstem Niveau. Die Besucher waren begeistert von dem exzellenten musikalischen Können der fünf Studenten und honorierten deren großartige Leistungen mit herzlichem Beifall. Dagmar Schlegel und Hartmut Kirchhof bedankten sich bei den Musikern für das hervorragende Konzerterlebnis, überreichten ihnen kleine Aufmerksamkeiten und wünschten ihnen eine erfolgreiche berufliche Zukunft.

Text und Fotos: Dagmar Schlegel, Lothar Kurth

Chor-Weihnachtsfeier

Die Mitglieder der Taborkantorei sind in der Adventszeit stets bei sehr vielen Auftritten gefragt. Deshalb ist es ihnen nicht möglich in der Vorweihnachtszeit einmal inne zu halten und sich gemeinsam auf das Christfest einzustimmen.
Aus diesem Grund wird traditionell die Weihnachtsfeier gleich zu Beginn des neuen Jahres „nachgeholt“. Der große Saal im Tabor-Gemeindehaus gibt dafür einen ansprechend geschmückten und gemütlichen Rahmen. Dieses Mal fiel das Treffen genau auf den 6. Januar 2026, dem Tag der Heiligen Drei Könige.
Kantor Andreas Mitschke begrüßte herzlich die Chormitglieder sowie einige Gäste und gleich darauf wurde passend zum Tag der Eingangschor zur 6. Kantate des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach angestimmt. Kantor Martin Rabensteiner, Gast aus Zürich, begleitete am Flügel.
Ihre Gedanken zur Jahreslosung 2026 „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ und zu den Realitäten des Alltags ließ Prof. Dr. Silke Horstkotte freien Lauf und resümierte, dass die Nähe Gottes und die Gemeinsamkeit der Mitglieder des Chores ein hoffnungsvolles Jahr erwarten lässt.
Nach zwei weiteren Liedern dankte der Kantor den alten Mitstreitern im Chorbeirat mit kleinen Aufmerksamkeiten und er begrüßte die Neuen, die dem Beirat zukünftig eine Stimme geben werden. Bevor das Buffet eröffnet wurde, demonstrierten die Sängerinnen und Sänger beim Kanon zur Jahreslosung „Gott spricht …“ von Jürgen Dubslaff nochmals ihr Können.
Viele Chormitglieder hatten zu Hause herzhafte und süße Köstlichkeiten zubereitet, die das Buffet sehr stattlich aussehen ließen. Dank an die Fleißigen. Schon zu Beginn des Abends wurden Glühwein und verschiedene Teesorten herumgereicht. Nachdem der Kantor das Buffet freigegeben hatte, war es von allen Seiten umringt. Zu vielen Speisen gab es sogar Erläuterungen. Nun war ausreichend Zeit für Gespräche an den einzelnen Tischen und darüber hinaus.
Danach bat der Kantor wieder um Gehör und bedankte sich bei allen für die Aktivitäten anlässlich der „130-Jahr-Feier der Taborkantorei Kleinzschocher“. Für ihn war die Aufführung des „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy der Höhepunkt des Jahres 2025. Für das neue Jahr 2026 gab er noch einen kurzen Ausblick, u.a. steht die „Johannespassion“ und das Kirchweihfest mit Aufführung einer Messe mit zwei Orgeln auf dem Plan. Dagmar Schlegel fügte noch einige wissenswerte statistische Details zum Wirken der Kantorei 2025 hinzu. Zum Abschluss des Abends ließen die Chormitglieder nochmals ihre Stimmen erschallen, ehe man nach rund zwei Stunden im Gemeindesaal sowie in der Küche wieder für die gewohnte Ordnung sorgte und man sich verabschiedete. Alle waren sich einig, es war abermals eine wunderbare Gemeinsamkeit gewesen.

Text: Lothar Kurth
Fotos: Dagmar Schlegel + Lothar Kurth

Silvesterkonzert 2025

Nasskalt präsentierte sich der letzte Abend der Jahres auch in Kleinzschocher. Dennoch drängten sich eine viertel Stunde vor 22.00 Uhr zunehmend Musikfans in die Kirche zur letzten Konzertveranstaltung 2025. Nach dem Glockengeläut erlosch die Beleuchtung eingangs des Kirchenschiffs, so dass nur noch die Lichter am Christbaum und die Kerzen im Altarraum den gesamten Innenraum in ein diffuses Licht tauchten. Genau richtig für die andächtig gehaltenen Musikstücke in den nun folgenden rund 75 Minuten.
Beim Betreten der Kirche erhielt jeder Besucher das Programm mit den zu hörenden Musikstücken, die vom Organisten Hannes von Bargen virtuos vorgetragen wurden. Den Auftakt vollzog er mit Johann Sebastian Bachs „Präludium Es-Dur BWV 552,1“. Dem folgten „Adagio und Allegro f-moll KV 596“ von Wolfgang Amadeus Mozart und die „Sonate D-Dur“ von Philipp Emanuel Bach. Im zweiten Teil folgten Werke von Mendelssohn Bartholdy „Hebe deine Augen auf“ (aus dem Elias), das „Prelúde et fugue op. 99,2“ von Camille Saint-Saens sowie nochmals zwei Kompositionen aus dem unerschöpflich umfangreichen Bachwerkeverzeichnis (BWV).
Respektablen Applaus verdiente sich der junge Organist (geb. 2002), der seine erste musikalische Ausbildung bei den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben erhielt und an der HMT Leipzig Kirchenmusik und Barockvioline studierte. Gegenwärtig leitet er den Chor der Evangelischen Studierendengemeinde Leipzig sowie mehrere Kinderchöre. Anerkennend zum Konzert äußerten sich auch viele Besucher bei der Verabschiedung mit wohlwollenden Wünschen für das neue Jahr.

Text und Foto: Lothar Kurth

Weihnachtsliederabend

Das alljährlich vor dem 4. Advent stattfindende Ereignis zog an diesem Freitagabend wieder zahlreiche Konzertbesucher aus Leipzig und Gäste von außerhalb in die erwärmte Taborkirche in Kleinzschocher.
Beim Betreten der Brauthalle durch den Haupteingang der Kirche bekamen die Musikfreunde das Programm für den Abend und das Gesangsbuch ausgehändigt. Nach dem Glockengeläut um 19 Uhr zogen die Sängerinnen und Sänger, unter Führung des Kantors Andreas Mitschke, hintereinander ein und schritten durch beide Seitenschiffe zum Altar, wo die Mitglieder des Posaunenchores, unter der Leitung von Hans-Martin Schlegel, bereits Platz genommen hatten.
Das Intro „Hosianna, gelobet sei der da kommt“ bestritten der Kantor an der Orgel und die Bläser. Danach begrüßte Pfarrer Matthias Piontek die Besucher und in zwei weiteren Wortbeiträgen während des Konzerts erinnerte er an christliche Botschaft zum bevorstehenden Fest. Beim folgenden Lied „Macht hoch die Tür“ waren die Gäste gleich eingeladen, mit dem Chor einzustimmen.
Abwechselnd boten die Kantorei und der Posaunenchor Stücke verschiedener Komponisten. Die Kantorei u.a. mit Max Regers “ Unser lieben Frauen Traum“ und Helmut Bräutigams „Still, still, still“ sowie der Posaunenchor mit Horst Karl Hessels „Es kommt ein Schiff geladen“ und Mykola Leontovichs „Carol of the bells“. Ein besonderer Höhepunkt des Konzerts war das Solo von Anne Müller, aus der Kantorei in der Arie „Bereite dich Zion“ als Exzerpt aus dem „Weihnachtsoratorium“ von Johann Sebastian Bach. Ihre phantastische Stimme war atemberaubend.
Die Besucher hatten noch mehrfach die Gelegenheit mitzusingen, z.B. bei „Fröhliche Weihnacht überall“. Im Finale bei Felix Mendelssohn Bartholdys „Hark the herald“ harmonierten Kantorei und Bläser gemeinsam. Mit lang anhaltendem Applaus dankten die Musikfreunde den Akteuren im Altarraum mit dem festlich geschmückten Christbaum im Hintergrund. Freudig gestimmt verließen die Gekommenen die Taborkirche hinaus in die Dezembernacht. Den Organisatoren des Weihnachtsliederabends um Hans-Martin Schlegel und Andreas Mitschke sei an dieser Stelle gedankt.

Text und Fotos: Lothar Kurth

Adventlicher Seniorennachmittag

Es zählt schon zu den traditionellen Veranstaltungen im Jahreskalender, dass die Seniorinnen und Senioren in der Taborkirchgemeinde in der Vorweihnachtszeit zu einem besinnlichen Beisammensein eingeladen werden. So geschah es auch dieses Mal am 17. Dezember 2025. Gegen 14.30 Uhr füllten sich die Plätze an den Tischen im Gemeindesaal und dessen im Oktober aufgearbeiteter Holzfußboden glänzte im Licht der tiefstehenden Sonne.

Pfarrer Meulenberg hieß die Gemeindeglieder mit freundlichen Worten herzlich willkommen und stellte anschließend das Querflöten-Ensemble der Musikschule Leipzig mit ihrer Dirigentin vor. Zur Einstimmung wurde gemeinsam ein erstes Lied gesungen. Die elf Mitglieder des Ensembles boten anschließend verschiedene Musikstücke, u.a. aus Österreich und aus Griechenland, dar. Dazwischen wurden die Besucher wieder aufgefordert, mit in die Lieder einzustimmen. Herzlichen Applaus ernteten die Musiker aus allen Altersgruppen und ihre Chefin für die musikalische Umrahmung des Nachmittags.

Nun hatten die Seniorinnen und Senioren ausreichend Gelegenheit sich an den Tischen bei Kaffee, Stollen und weiteren Süßigkeiten auszutauschen, denn viele hatten sich schon einige Zeit nicht mehr gesehen. Danach bat Pfarrer Meulenberg wieder um Gehör. Einige Anekdoten, die ihm sehr ans Herz gewachsen sind, teilte er mit den Gästen des Nachmittags, die andächtig lauschten. Zum Abschluss des gemütlichen Adventsnachmittags, den viele fleißige Hände wieder vorbereitet hatten, hielt Pfarrer Meulenberg eine kurze Fürbitte, betete mit den Anwesenden das „Vaterunser“ und wünschte allen ein gesegnetes Christfest. 

Fotos:  Petra Stief

Text:     Lothar Kurth

Advent in den Höfen

Ein vielfältiges Programm erwartete die Besucher beim „Advent in den Höfen“ von Kleinzschocher. Auch in der Leipziger Volkszeitung wurde auf das Ereignis am 13. Dezember 2025 aufmerksam gemacht.
Bereits am Adler lockte ein Mini-Weihnachtsmarkt mit Stockbrot am Feuer und Glühwein sowie ein gemeinsames Verpacken von Geschenken für eine Benefizaktion. Bei „Alfred und Wir“ erwartete eine offene Werkstatt mit den Erfinderkindern, ein Streicherensemble und ein Hofkonzert die Gäste. In der Alten Handelsschule gab es eine Ausstellung mit Malerei, Grafik und textilen Installationen. Die Herzen der Jüngsten schlugen im Papiertheater „ZSCHO“ höher beim Stück „Eine Weihnachtsgeschichte“.
Im Kräuterladen der Familie Finke ging es beim Adventsbasar mit dem Weihnachtsmann besonders hoch her. Trickfilme für die Kinder „Berg Simeli“ und der „Gestiefelte Kater“ wurden im Lixer-Laden gezeigt. Ebenfalls einen Film, „Pingpong Paradiese“, gab es bei den Leutzscher Füchsen in der Dieskaustraße 79, dem ehemaligen UT Kleinzschocher, zu sehen. In der Tauchnitz-Villa wurde zu Glühwein mit und ohne Alkohol, Stollen mit und ohne Rosinen sowie Musik mit und ohne Weihnachten eingeladen.
Trubel herrschte im Gemeindehaus der Taborkirchgemeinde beim Nachhaltigkeitsflohmarkt für Kinder- und Spielsachen sowie den Mitmachangeboten des Mütterzentrums. Der Kuchenbasar war dicht umlagert. Die Pfadfinder*innen der Füchse hatten ihre Jurte im Pfarrgarten aufgebaut und die Mitglieder des Fördervereins boten Bratwürste und Glühwein an. Beides fand reißenden Absatz. Den Zeitpunkt 17.30 Uhr hatten sich viele Besucher eingeprägt. Wieder gab es auf dem Vorplatz der Kirche die imposante Feuershow mit Ilja Molle.
Der krönende Abschluss von „Advent in den Höfen“ war in der Taborkirche mit dem Konzert der MSL Bigband der Musikschule Leipzig. Nach den fast zweistündigen Darbietungen schwungsvoll und mitreißend vorgetragener Weihnachtslieder aus aller Welt bekundeten zahlreiche Gäste ihre Hochachtung vor dem Können der Musiker beim Verlassen der Kirche.
Dank allen, die den Adventsnachmittag in Kleinzschocher zu einem Erlebnis werden ließen, insbesondere der Bürgerinitiative des Ortsteils und der Kirchgemeinde von Tabor.

Text und Fotos: Lothar Kurth

Weihnachtsoratorium in der Taborkirche

Vorabend des 2. Advent 2025. Das Konzert wurde auch in der lokalen Postille angekündigt. In der einsetzenden abendlichen Dämmerung pilgerten zahlreiche Musikfreunde nach Kleinzschocher, um Johann Sebastian Bachs Kompositionen zu genießen. Der Andrang der Besucher war bemerkenswert.

Auf dem Programm standen in diesem Jahr, genau am Nikolaustag, die Teile I sowie IV bis VI des wohl populärsten von allen geistlichen Werken Bachs. Rund 300 Gäste verteilten sich in den Bankreihen des Kirchenschiffes und warteten gespannt auf den Beginn. Die Sängerinnen und Sänger der Taborkantorei zogen um 17.00 Uhr durch das Kircheninnere hin zum Altarraum ein. Unter der Leitung von Kantor Andreas Mitschke erklangen unmittelbar darauf die ersten Klänge des Mendelssohn Kammerorchesters und der Chor ließ „Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage …“ erschallen. Phantastisch auch die Virtuosität der Solisten Anna Kellnhofer (Sopran), Inga Jäger (Alt), Hwan-Cheol Ahn (Tenor) und Diogo Mendes (Bass).

Vom gesamten Weihnachtsoratorium (WO) werden die Teile IV bis VI im Allgemeinen weniger zu Gehör gebracht. Eine Besonderheit stellt im IV. Teil die Arie „Flößt mein Heiland …“ mit dem Echo-Sopran von Christina Lehmann dar. Dies kam in der besonderen Akustik der Taborkirche besonders ausgeprägt zur Geltung. Nach rund 1½ Stunden schloss das Konzert mit dem finalen Choral „Nun seid ihr wohl gerochen an eurer Feinde Schar …“. Die Besucher aus nah und fern zollten allen Akteuren lang anhaltend herzlichen Applaus und dankten ihnen für die musikalisch anspruchsvollen Darbietungen. Kirchenvorstandsvorsitzender Hartmut Kirchhof überreichte dabei den Solisten und dem Kantor Aufmerksamkeiten.

Am Ausgang der Kirche war von vielen Besuchern zu vernehmen, dass sie die Aufführung des WO als außergewöhnlich empfanden, sich das Kommen gelohnt habe und man im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder zugegen sein werde. Das war auch für die Organisatoren um Dagmar Schlegel eine wohltuende Bestätigung ihres Wirkens. Mit diesem Konzert endete übrigens das Jubiläumsjahr „130 Jahre Taborkantorei“.

Text und Fotos: Lothar Kurth