Die Tradition fand im Jahr 2026 eine Neuauflage – die Aufführung der Johannespassion von Johann Sebastian Bach (BWV 245) in der Kirche von Kleinzschocher. Auch in der örtlichen Zeitung wurde tags davor, am Gründonnerstag, auf dieses Konzert hingewiesen. Und sicher hatten sich einige Musikfreunde diese Ankündigung gedanklich notiert.
Bereits eine Viertelstunde vor Beginn bildete sich eine lange Schlange vor dem Hauptportal der Kirche an diesem Karfreitag Sehr erfreulich war diese Resonanz und kurz vor Ertönen des Glockengeläuts um 15.00 Uhr füllten die Musikfreunde die Bankreihen so, dass noch Stühle im östlichen Seitenschiff aufgestellt werden mussten.
Nach dem Verklingen der Kirchenglocken, erhob Kantor Andreas Mitschke den Taktstock, unter dessen Regie das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig, die Taborkantorei sowie die Solisten Sara Mengs (Sopran), Alexandra Schmid (Alt), Paul Kaufmann (Tenor), Diogo Mendes (Bass / Jesus) und Steven Klose (Bass) die Johannespassion am Karfreitag aufgeführt wurde.
Andächtige Stille herrschte im Kirchenschiff, bevor die ersten Akkorde des Bachwerks zu vernehmen waren. Ca. 400 Zuhörer verfolgten aufmerksam und andächtig das knapp zweistündige ergreifende Werk zur Passion Christi. Alle Musizierenden im Altarraum vollbrachten phantastische musikalische Leistungen, die Respekt einflößen.
Die Besucher honorierten dies mit einer langanhaltenden Stille – gemäß dem Anlass des Tages – gemeinsam mit den Musizierenden nach dem Schlusschoral.
Ihre Freude, dass Konzert sich nicht entgehen lassen zu haben, gaben einige der Zuhörer am Ausgang der Kirche kund und bedankten sich bei den Diensthabenden am Ausgang. Unter den Besuchern waren einige, die offenbarten, im letzten Jahr zum ersten Mal beim Konzert gewesen zu sein und sich vorgenommen hatten, auch in diesem Jahr wieder zu kommen.
Text: Dagmar Schlegel, Lothar Kurth
Fotos: Lothar Kurth
