Silvesterkonzert für Orgel und Gitarre

Am letzten Tag des Jahres 2022 hatte die Taborkirche ihre Pforten wieder für ein Konzert zwei Stunden vor dem Jahreswechsel geöffnet. Über 300 Besucher strömten in das Kircheninnere, um im Kerzenschein des erleuchteten Altarraumes andächtig den musikalischen Darbietungen des Duos Andreas Mitschke, Kantor der Taborkirche, an der Orgel und Franz Xaver Hartmann an der Gitarre zu lauschen. Neben Werken von Antonio Vivaldi waren Stücke der Komponisten Philip Glas, Arvo Pärt und Enjott Schneider zu hören, die den wenigsten Musikfreunden bekannt gewesen sein dürften. Auch eine Eigenkomposition des Kantors bereicherte das Silvesterprogramm. Der überwiegende Teil der Musikstücke wird für die meisten Besucher Neuland gewesen sein, interessant zu verfolgen, manchmal jedoch auch gewöhnungsbedürftig. Dennoch zollten die Zuhörer den beiden Könnern ihres Faches ausgiebig Applaus und verabschiedeten sich mit guten Wünschen für das nun anbrechende neue Jahr.

Text und Foto: Lothar Kurth

 

Verkündigungsspiel „Zwei links – zwei rechts“

Mit Spannung, ob des Titels auf der Vorankündigung, betraten die Besucher am 1. Christtag das Sakralgebäude, um die Aufführung des Verkündigungsspiels der Jungen Erwachsenen von Martin Müller (nach Marian Ziel Maria und Josef im Sommer und Volker Hahn BISTRO Bethlehem) zu erleben. Jeder Gast erhielt beim Betreten der Brauthalle der Taborkirche das Programmheftchen mit den Liedern zum Mitsingen und der namentlichen Aufstellung der handelnden Personen. Die Besucher waren von der Art und Weise der Darbietung, der Orte der Handlung und der Dialoge überrascht und angetan, denn der gesamte Ablauf gestaltete sich anders gegenüber der allseits bekannten Form der Verkündigung der frohen Botschaft. Gutgelaunt verließen die Besucher die Taborkirche im Spalier der Laienschauspieler am Ausgang. Man wünschte sich gegenseitig ein gesegnetes Christfest.

Text und Fotos: Lothar Kurth

 

Heiligabend und die Christvespern

In gewohnter Form fanden endlich wieder die beiden Christvespern in der Taborkirche statt. Zuerst waren die Kinder um 15 Uhr zum Krippenstück unter der Regie von Pfarrer Dr. Ziera eingeladen und erfreulich viele kamen gemeinsam mit ihren Eltern und sie waren begeistert. Zwischen den beiden Höhepunkten zum Heiligen Abend postierte sich der Posaunenchor vor dem Löwenportal und gab bei schon fast vorfrühlingshaften Temperaturen unter freiem Himmel mehrere adventliche Lieder zum Besten. Gewohnheitsgemäß beginnt die musikalische Christvesper 17 Uhr. Bereits eine halbe Stunde vor Beginn war zu spüren, dass das Gotteshaus 2022 sehr gut besucht werden würde. Und so sollte es auch werden. Nur Plätze im Bereich der Seitenschiffe blieben unbesetzt. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Piontek, welcher im Verlauf der Vesper eine ausgezeichnete und nachdenkenswerte Predigt hielt, stimmten die Gäste zusammen mit der Kantorei der Taborkirche zumeist bekannte Lieder an. Schlusspunkt der musikalischen Christvesper ist stets der alle gefühlsmäßig erhebende Klassiker „O du fröhliche“.

Text und Fotos: Lothar Kurth

 

Weihnachtsliederabend in der Taborkirche

Es war wunderschön, so vernahm man einige Besucher dankend bei der Verabschiedung am 4. Advent 2022. Den über 300 Gästen boten der Posaunenchor unter Leitung von Hans-Martin Schlegel, die Taborkantorei sowie der Kinderchor der Bethanienkirche unter der Leitung von Kantor Andreas Mitschke, welcher auch an großer und kleiner Orgel agierte, ein abwechslungsreiches Vorweihnachtsprogramm und Pfarrer Dr. Ziera führte durch den Abend. Mit der Motette für fünfstimmigen Chor „Machet die Tore weit“ (von Andreas Hammerschmidt) wurde das adventliche Ereignis eröffnet. Auch die Musikfreunde hatten die Chance in das Lied einzustimmen. Im Verlauf der runden Stunde gab es dazu noch mehrfach die Gelegenheit. Die Kantorei sang u.a. Stücke von Georg Philipp Telemann, Erhard Mauersberger und Christian Gregor. Besonders angetan waren die großen und kleinen Besucher vom Chor der Kinder, der die Stücke „Goldnes Licht“ (von Martin Gotthard Schneider), „Bald kommt der Nikolaus (von Klaus Heizmann) und „Zipfel, Zapfel“ (von Peter Schindler) darbot. Alle Akteure ernteten verdientermaßen zum Schluss herzlichen Beifall. Nach dem Verlassen des Gotteshauses hinaus in die bitterkalte Nacht bot der Förderverein der Taborkirche duftenden Glühwein zur Aufwärmung auf dem Nachhauseweg an.

Text und Foto: Lothar Kurth

 

Abschlusskonzert mit „tonART“ beim Advent in den Hinterhöfen

2022 gab es wieder eine Neuauflage vom Advent in den Hinterhöfen Kleinzschochers, dessen Bürgerinitiative mit Partnern das Ereignis organisiert hatte. Von 14 bis 18 Uhr ging es rund am 3. Advent. An zehn verschiedenen Orten gab es unterschiedliche Angebote für Kinder und Erwachsene. Z.B. wurde in der Alten Handelsschule das Stück von „Frau Holle“ im Papiertheater aufgeführt, Retro-Kinderfilme gab´s im B16 zu sehen und im Kräuterladen wurde ein weit gereister Gast erwartet, im PANICS2 war Leierkastenmusik zu hören, währenddessen man sich am Lagerfeuer aufwärmte und die Kinder viele Mitmachangebote vorfanden. Sie konnten Windlichter basteln und Geschenkpapier drucken. Im Gemeindehaus fand ein Flohmarkt für Kinderbekleidung und Spielsachen statt. Vor dem Löwenportal der Taborkirche bot bei frostigen Temperaturen unter erschwerten Bedingungen ein Quartett der Kirchgemeinde den Besuchern Bratwurst und Glühwein an. Auf dem Platz vor der Kirche war die Feuershow von Ilja Molle von Groß und Klein dicht umlagert. Zum Finale gab das Ensemble „tonART“ Leipzig unter der Leitung von Benedikt Kantert in der Taborkirche ein wundervolles, einstündiges Konzert. Die Professionalität der Sängerinnen und Sänger lobten einige der Musikfreunde am Ausgang.

Trotz der winterlichen Bedingungen haben sich vor allem viele Familien diesen Weihnachtsmarkt der besonderen Art nicht entgehen lassen.

Text und Foto: Lothar Kurth

 

Weihnachtsoratorium – I – III

Musikfreunde hatten sich den 3. Dezember 2022 mit Sicherheit schon vorgemerkt. Schon der Vorverkauf auf dieses Ereignis stimmte optimistisch. Und so strömten weit über 400 Besucher durch das Hauptportal des Gotteshauses von Kleinzschocher in das Kirchenschiff mit dem weißen Adventsstern über dem Altarraum. Nach einer Abstinenz von nunmehr drei Jahren war der Appetit auf vorweihnachtliche Klänge bei Publikum unersättlich. Die ersten drei Teile des Oratoriums, dargeboten von den Solisten Gabriele Lamotte (Sopran), Constanze Hirsch (Alt), Stephan Scherpe (Tenor), Philipp Goldmann (Bass), dem Mendelssohn Kammerorchester sowie der Taborkantorei unter der Leitung des Kantors der Taborkirche, Andreas Mitschke, wurden aufgeführt. Man hatte das Gefühl, dass alle Akteure mit „Feuer und Flamme“ dabei waren, um endlich wieder dieses grandiose Werk der Musikgeschichte einem breiten Publikum präsentieren zu können. Um so frenetischer war der Applaus der Zuhörer an diesem Abend. Bei der Verabschiedung bedankten sich viele Besucher für das außergewöhnliche Konzert und nicht wenige waren sichtlich beeindruckt und gerührt.

Text und Foto: Lothar Kurth

 

Wechsel im KV-Vorstand

Änderungen in den persönlichen Lebensumständen veranlaßten Frau Sandra Nestroi und Herrn Michael Nagel ihr ehrenamtliches Engagement im Vorstand der Taborkirchgemeinde, die sie seit der Wahl 2020 begleiteten, aus diesem Grund aufzugeben. Im Rahmen des Gottesdienstes am 4. Dezember 2002 wurde beiden durch Pfarrer Dr. Ziera für ihr konstruktives Mitwirken in der Vorstandsarbeit gedankt. Mit guten Wünschen für die Zukunft verabschiedeten er und Herr Kirchhof offiziell nur Herrn Nagel, da Frau Nestroi leider verhindert war. Als Dank überreichte der Vorsitzende des Kirchenvorstandes ihm einen hübschen Weihnachtsstern. Anschließend konnte Herr Henry Fritzsche vor den Anwesenden feierlich als neues Mitglied im Kirchenvorstand eingeführt werden. Pfarrer Dr. Ziera beglückwünschte ihn dazu und er signalisierte, dass er sich auf eine gedeihliche Zusammenarbeit mit ihm in der Vorstandsarbeit freue.

Text und Fotos: Lothar Kurth

 

 

Adventsbasteln im Gemeindehaus

Nach einer Zwangspause in den letzten beiden Jahren wurde abermals zum Adventsbasteln am Nachmittag vor dem 1. Advent in das Gemeindehaus der Taborkirchgemeinde eingeladen. Im Gemeindesaal konnten sich die Kinder und Jugendlichen an fünf Tischen versuchen. An jedem Tisch bekam der Nachwuchs tatkräftige Unterstützung von den ehrenamtlichen Helfern. Am ersten wurden Maria, Joseph und das Jesuskind, gebettet auf Stroh, in einem Glasgefäß kunstvoll hergerichtet. Wem das zu kompliziert erschien, der war am nächsten Tisch beim Basteln eines Wichtels mit langer roter Mütze schneller am Ziel. Bemerkenswertes sah man am dritten Tisch. Flaschen mit dekorativer Innenbeleuchtung. Geschicklichkeit war auch an Tisch vier gefragt. Verpackungen von Teebeuteln verwandelten sich in kleine hübsche Sterne. Mittels Aluminiumdraht, der auf verschiedenen Vorlagen zu biegen war, entstanden am fünften Tisch attraktive Engel und Glocken, die an Fensterscheiben ein vorweihnachtliches Gefühl vermitteln. Im Nebenraum fand wieder das traditionelle Kerzenziehen statt, bei dem Geduld gefragt ist. Der Lohn ist, wenn am Ende eine richtig „dicke“ Kerze herauskommt. Da strahlen die Kinderaugen. Gleich daneben wurde eifrig gewerkelt beim Modellieren von Adventsgestecken. Groß und Klein konnten ihren kreativen Vorstellungen hier freien Lauf lassen. Und aus der Küche und dem Vorraum drangen verführerische Düfte aus der Weihnachtsbäckerei in den Gemeindesaal. Da wurden leckere Dinge „produziert“ und nebenbei natürlich auch genascht. Allen Organisatoren des Nachmittags vor dem 1. Advent ein herzliches Dankeschön für die Vorbereitungen und die abwechslungsreichen Stunden beim Basteln und Backen.

Text und Fotos: Lothar Kurth

 

Georg Friedrich Händels „Messias“ in der Taborkirche

Einen musikalisch ereignisreichen Abend erlebten die Besucher, welche sich diesen Tag dafür vorgemerkt hatten. Zuerst fand das Konzert für die ganze Familie statt, in dem Kantor Andreas Mitschke Stücke aus dem „Messias“ leicht verständlich für Klein und Groß erläuterte und auf Besonderheiten aufmerksam machte. Zwei Stunden darauf um 19 Uhr an diesem 5. November läuteten die Glocken der Taborkirche dieses musikalisch anspruchsvolle Oratorium für Soli, Chor und Orchester ein. Die Sängerinnen und Sänger der Taborkantorei probten den gesamten „Messias“ über Monate hinweg, denn dieses Mal wurde er erstmals in englischer Sprache aufgeführt und das war doch schon außergewöhnlich und für viele eine echte Herausforderung mit Herzklopfen. Jedoch es wurde eine phantastische Aufführung. Man spürte es und es war offensichtlich, dass eine perfekte Harmonie herrschte zwischen dem Orchester, dem Chor, den Solisten – Sara Mengs, Sopran; Inga Jäger, Alt; Volker Nietzke, Tenor sowie Diogo Mendes, Bass – und dem Dirigenten. Herzlichen Beifall nahmen alle Akteure vom dankbaren Publikum nach dem Schlussakkord für die wundervolle, fast zweistündige Darbietung, die von der Leipziger Bachvereinigung und der Taborkantorei um Dagmar Schlegel und Kantor Andreas Mitschke organisiert worden war, entgegen. Bei der Verabschiedung betonten zahlreiche Zuhörer ihre Hochachtung und zeigten sich beeindruckt von den Leistungen aller Mitwirkenden.

Text und Fotos: Lothar Kurth

 

Nacht der Chöre“ in der Taborkirche

Akribisch und von langer Hand vom Organisationsteam um Dagmar Schlegel und Kantor Andreas Mitschke vorbereitet, fand am 7. Oktober in der Taborkirche die „Nacht der Chöre“ 2022 statt. Dazu waren, neben der Taborkantorei, der Leipziger Lehrerchor, der Volkschor Taucha, das collegium thomanum, der Canzonetta Kammerchor, die Kantorei Markkleeberg West sowie das Ensemble TonArt eingeladen. 2019 war die Veranstaltung sehr gut besucht und nun, nachdem die Neuauflagen in den beiden letzten Jahren ausfallen mussten, war eine halbe Stunde vor dem Beginn bereits zu registrieren, dass die Resonanz wieder erfreulich ausfallen wird. Den Besuchern war in der Vorankündigung freigestellt, ob sie das gesamte Konzert über drei Stunden genießen wollen oder ob sie nur teilweise den Darbietungen der sieben Chöre verschiedener Genre lauschen möchten. Durch das Programm des Abends führte moderierend Claudia Krenzlin. Sie wünschte den Musikfreunden einen unterhaltsamen Kunstgenuss und lud sie ein, bei den beiden Mitsingstücken aktiv mitzuwirken. Den Abend eröffnete Johannes Krahl an der Eule-Orgel. Über 300 Konzertbesucher aller Altersgruppen wurden am Ende der „Nacht der Chöre“ gezählt und sehr viele von ihnen waren angetan von den musikalischen Leistungen der Akteure aller Chöre, bedankten sich bei der Verabschiedung für den wunderbaren Abend und gaben auch ihren, oftmals großzügigen, Obolus in die Kollekte für das Konzert. Im Anschluss an die Auftritte hatten die Besucher noch die Möglichkeit, den Abend gemeinsam mit den Mitgliedern der Chöre gemütlich ausklingen zu lassen.

Text und Fotos: Lothar Kurth

 

Wandertag von Kloster Drübeck zum Kloster Ilsenburg

Endlich, nach einer Durststrecke von drei Jahren, gab es ein herzliches Wiedersehen mit der Partnergemeinde aus Hannover. Ca. 40 Gemeindeglieder aus der niedersächsichen Landeshauptstadt und Leipzig hatten sich in den gemeinsamen Stunden unendlich viel zu berichten. Gegen 10 Uhr trafen alle aus den beiden Himmelsrichtungen auf dem Parkplatz unweit von Kloster Drübeck, einer ehemaligen Benediktinerinnen-Abtei, ein und begrüßten sich. Das Nonnenkloster wurde erstmals in einer Urkunde von König Otto I. am 10. September 960 erwähnt. Erstes Ziel war natürlich die Klosterkirche St. Vitus, eine Basilika mit drei Doppejochen und einfachem Stützenwechsel im Langhaus. Hier ließen sich alle nieder und es wurden mehrere Lieder angestimmt. Anschließend wurden die im 18. Jahrhundert angelegten Klostergärten in Augenschein genommen. Hier wurde über botanische Themen gefachsimpelt. Besonders eindrucksvoll ist die um 1730 gepflanzte Sommerlinde im Klosterhof. die mittlerweile einen Stammumfang von über 5,50 m aufweist. Inzwischen meldeten sich die Mägen der Gemeindeglieder und es wurde das Gasthaus „Gemeindekrug Drübeck“ angesteuert. Die im Vorfeld bestellten Mittagsmenüs waren vorzüglich und dürften allen gemundet haben. Gestärkt ging es nun per pedes von einem Kloster zum nächsten durch den Harzer Wald und einen tangierenden Teil der Stadt Ilsenburg. Deren Klosteranlage, darunter die Klosterkirche als Basilika, entstand im 11. und 12. Jahrhundert, die mehr als 600 Jahre von Benediktinern bewohnt wurde. Im Bauernkrieg 1525 teilweise zerstört, diente es ab 1609 dem Grafen von Stolberg-Wernigerode als Schloss. Im 19. Jahrhundert erfolgte eine Teilrestaurierung im neoromanischen Stil errichtet. Inzwischen war es Nachmittag geworden und das Schlosscafé lud zum Verweilen und weiteren Gesprächen ein. Danach besichtigten die Gemeindeglieder aus beiden Städten die imposante Klosterkirche mit dem geschnitzten und Respekt einflößenden Hochaltar sowie der Deckenbemalung, dem Taufengel und der Kanzel. Beeindruckt von der Klosteranlage hieß es nun für die ersten Hannoveraner Abschied nehmen, da sie mit dem Zug ab Ilsenburg die Heimreise antraten. Die anderen nahmen auf Schusters Rappen nun den Rückweg nach Drübeck in Angriff. Wieder ging es durch den Wald und an manchen Stellen waren auf gegenüberliegenden Hängen verkohlte Bäume und kahle Stellen zu sehen, die aus den verheerenden Bränden im Hochsommer resultierten. Abermals wurde über Gott und die Welt zwischen den Teilnehmern gesprochen und nach rund eineinhalb Stunden war das Ziel, der Parkplatz, erreicht. Man verabschiedete sich und jene in Hannover und Leipzig zu grüßen, die an diesem 3. Oktober 2022 nicht am gemeinsamen Wandertag teilhaben konnten.

Lothar Kurth (Text&Foto)

 

 

Tabor-Stammtisch über Graffitis und Aufkleber in Kleinzschocher und was steckt dahinter

Ins Gemeindehaus hatte der Förderverein zu einem weiteren Stammtisch eingeladen, zu dem als Referent Herr Manuel Wagner von Lixer e.V. – Der Demokratieladen für Zschocher gewonnen werden konnte. Das brisante Thema, das nicht nur den Ortsteil betrifft, wurde anhand anschaulicher Aufnahmen dargestellt, analysiert und erörtert. Seit der Antike existieren derartige „Verewigungen“ in der Menschheitsgeschichte. Später hinterließen z.B. bei der Errichtung der Kirchen die Handwerker, u.a. Steinmetze, ihre Signaturen an den verbauten Materialien. Die Anfänge der heutigen Graffitis datieren mit dem beginnenden 19. Jahrhundert in Frankreich. Die „moderne Form“ entfaltete sich in den 1930er Jahren durch Gangs in den Städten der USA, erreichte nach dem Zweiten Weltkrieg Westeuropa und erlebte in den 1970er Jahren durch Filme, u.a. „Beat-Street“, in den USA und der Bundesrepublik ihre Blütezeit, die bis in die Gegenwart anhält. Auch in der DDR entwickelte sich in den 1980er Jahren eine Graffiti-Szene. Die Bedeutung der allgemein bekannten Graffitis, die sich noch in Unterarten, wie Stylewriting, Scratching und Etching, gliedern, stellen in der Szene u.a. „Revier- und Aufmerksamkeitsansprüche“ dar. Hinzugekommen sind in der Neuzeit Aufkleber, die professionell angefertigt werden und z.B. Verkehrsschilder bis zur Unkenntlichkeit „verstümmeln“ sowie politische Botschaften verkünden. Eingehend wurde darüber diskutiert, was Menschen bewegt, sich dieser „Freizeitbeschäftigung“ zu widmen, bei der fremdes Eigentum in erhebliche Mitleidenschaft gezogen wird und welche juristische Sanktionen der Staat bietet.

Text: Lothar Kurth    Abb.: Das Thema des Abends

 

Der Westturm der Taborkirche weithin sichtbar mit neuer Bekrönung

Nun ist es Realität geworden. Rund 4 3/4 Jahre nach der Fertigstellung des Ostturms erstrahlt auch der Westturm bald vollständig, wenn das Fassadengerüst in Gänze abgebaut ist, in neuem Glanz. Seit dem Frühjahr 2022 wurden neben der komplizierten Gerüstkonstruktion, Naturstein-, Putz-, Dachdecker-, Blitzschutz-, Dachklempner-, Kupfereindeckungs- und Elektroarbeiten ausgeführt unter der Leitung von Architekt Thomas Plietzsch. Bei der Demontage der alten Bekrönung kamen aus der eingefügten Kapsel Schriftmaterialien und Münzen aus den Jahren 1902 sowie 1968 und diverse Tageszeitungen zum Vorschein. Zahlreiche Dokumente wurden von Hartmut Kirchhof, Vorsitzender des Kirchenvorstandes der Taborkirchgemeinde, abgelichtet und einer Dokumentation zum aktuellen Vorhaben beigefügt. Für die neue Bekrönung wurden zwei kupferne Zylinder angefertigt, in denen sich nun die historischen Belege unserer Vorfahren sowie Aktuelles aus der Taborkirchgemeinde befinden.  Die neue Bekrönung des Westturms besteht aus einer vergoldeten Kugel und einem Kreuz in Gold, das der Verein zur Förderung und Erhaltung der Taborkirche Leipzig-Kleinzschocher stiftete. Für die feierliche Zeremonie der Turmbekrönung des Westturms lud der Kirchenvorstand für den 22. September 2022 ein. Im strahlenden Sonnenlicht und unter blauem Himmel war dies der passende Rahmen für solch ein bedeutendes Ereignis. Nach dem Geläut und der einleitenden musikalischen Darbietung des Posaunenchors auf dem Vorplatz der Kirche begrüßte Pfarrer Dr. Sebastian Ziera die rund 50 Besucher mit herzlichen Worten, unter ihnen Frau Seeberger von der Stadtverwaltung Leipzig, Vertreter der ausführenden Firmen sowie den bauleitenden Architekten. Er erinnerte an die Epoche vor 120 Jahren als die damaligen Handwerker das imposante Bauwerk in nur zwei Jahren ohne nennenswerte technische Hilfsmittel errichteten und wertschätzte jedoch in einem Atemzug auch die Leistungen der heutigen Handwerkerschaft mit dankbaren Worten. Ebenso dankte er der Stadt Leipzig für die finanzielle Beteiligung an dem Bauvorhaben. Einen weiteren und ganz speziellen Dank richtete er an Hartmut Kirchhof, denn ohne seine beharrliche Regie wäre nicht nur die Bekrönung des Westturms sondern auch die umfangreichen baulichen Maßnahmen in den zurückliegenden Jahren undenkbar gewesen. Der Beifall der Gäste unterstrich diese Feststellung des Pfarrers.Im Rahmes des kleinen Gottesdienstes unter freiem Himmel wurde zu den Liedern „Großer Gott, wir loben dich“ und „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ gemeinsam gesungen und zum Abschluss erteilte der Geistliche den Segen. Hartmut Kirchhof richtete danach noch ein paar Worte an die Anwesenden und bat um Aufmerksamkeit für das Verlöten der kupfernen Zylinder mit den Utensilien für die nachfolgenden Generationen. Von den oberen Gerüstlagen auf der Turmspitze aus versenkte der Kirchenvorstandsvorsitzende die beiden Kupferzylinder in der goldenen Kugel, die von den Handwerkern auf die Turmspitze aufgesetzt wurde. Es folgte vorsichtig und mit Sachkunde das Aufsetzen des vergoldeten Turmkreuzes als Abschluss. Anschließend wurden Kugel und Kreuz aus ihrer Schutzumhüllung befreit. Augenblicklich entfalteten beide im Sonnenlicht ein faszinierendes funkelndes Ensemble aus allernächster Nähe. Nach dieser Zeremonie hatte der Vorstand für alle auf dem Vorplatz kulinarische Leckerbissen vorbereitet und es wurden ausführliche Gespräche im Sonnenschein zur Mittagsstunde geführt. Dieser besondere Tag wird in die Annalen der Taborkirchgemeinde eingehen.

Lothar Kurth (Text und Bilder)

 

 

 

 

 

Turmbesteigungen und Besichtigungen der Taborkirche zum Tag des offenen Denkmals

alljährlich am zweiten Sonntag im September steht der Tag des offenen Denkmals auf dem Kalenderblatt. Auch 2022 beteiligte sich die Taborkirchgemeinde an diesem Angebot für eine breite Öffentlichkeit, zumal in diesem Jahr die Stadt Leipzig Gastgeberin der bundesweiten Eröffnung zum Tag des offenen Denkmals war. An diesem 11. September schien Petrus vormittags die Bedeutung des Tages noch nicht mitbekommen zu haben, jedoch nach der zwölften Stunde schob er die Wolkenvorhänge allmählich zur Seite. Das animierte natürlich viele große und kleine Besucher, den Ostturm der Taborkirche – dieser und der Westturm sind jeweils 52 m hoch – zu erklimmen und den wundervollen Ausblick nach allen Himmelsrichtungen zu genießen. Allein 127 Unentwegte wagten den Aufstieg. Auch in das Kirchenschiff warfen die zahlreichen Besucher einen Blick. Auffallend war, dass sich ein Großteil derer für die Geschichte des Gotteshauses und die unzähligen Details in der Kirche sowie an der Fassade um den Haupteingang interessierten. Ein bemerkenswerter Aspekt war ebenso, dass viele Besucher der jüngeren Generationen gezielt Fragen stellten und damit ihr Interesse am Schaffen unserer Vorfahren bekundeten.

Auch 2023 wird die Gemeinde ihre Türen und Tore der Kirche am Tag des offenen Denkmals für Besucher aus nah und fern öffnen.

Lothar Kurth (Text und Bilder)

 

 

Das Duo Fehse-Wilfert begeistert beim Finale des Kultursommers in Kleinzschocher

Den fulminanten Abschluss des Kultursommers Kleinzschocher 2022 setzte das Duo Fehse-Wilfert mit einem brillanten Konzert für Orgel und Trompete in der Taborkirche. Rund 50 Musikinteressierte ließen sich dieses Ereignis am Abend des 30. August in dem Gotteshaus nicht entgehen. Nach dem Intro (Nicholas Bowden – Trumpet Tune) von der Orgelempore begrüßten die beiden jungen Künstler das Publikum zu ihrer abwechslungsreich gestalteten Musikdarbietung vom Altarraum aus. Toni Fehse (Trompete) erklärte den Besuchern sein Blechblasinstrument, das in der Ära des Barock seine Blütezeit hatte und Jonas Wilfert (Orgel) animierte sie, ihm zu seiner Orgelimprovisation in der Mitte des Programms Namen von Musikstücken zuzurufen, die er dann zu Gehör bringen wird. Bis dahin spielen sie Werke von Arcangelo Corelli und Edvard Grieg. Die Spanischen Tänze Nr. 2 von Moritz Moszkowski lassen aufhorchen. Und dann ist der Moment gekommen, den der Organist als den spannendsten Moment des Abends bezeichnete. Von den Zuhörern wurden ihm umgehend „Sah ein Knabe ein Röslein steh´n“ und „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ zugerufen und schon erklangen seine eigenen Varianten, die er zum Schluss auch noch „miteinander verwob“. Der Beifall war ihm gewiss.  Im zweiten Teil des wunderbaren Konzerts folgten Werke von Michel R. Delalande, Johann Sebastian Bach und Leroy Anderson. Das gesamte Stück des Erstgenannten „Concert de trompettes pour les festes sur le Canal de Versailles“, das beide vom Altarraum aus darboten, gestaltete sich in Etappen, da der Trompeter zwischen den einzelnen Passagen „ein festliches Menü erlesener Speisen in 14 Gängen servierte“, so wie es König Ludwig der XIV. von Frankreich, der Sonnenkönig, während seiner Regentschaft pflegte. Die wohl geläufigste Komposition des Abends, der Walzer Nr. 2, von Dmitri Schostakowitsch, bei dem viele der Zuhörer leicht mitwippten, beschloss dieses bemerkenswerte Konzert. Mit der „Europa-Hymne“, auf kleiner Trompete und Triola spielend, schritten die beiden Musiker durch den Mittelgang aus dem Kirchenschiff und setzten damit ein ganz besonderes Zeichen in der gegenwärtigen Zeit. Der Vorsitzende des Kirchenvorstandes der Taborkirche, Hartmut Kirchhof, dankte dem Duo Fehse-Wilfert für ihren erneuten Auftritt in der Kirche von Kleinzschocher und überreichte den beiden jeweils einen guten Tropfen für geruhsame Stunden und er bat die Musikfreunde um eine Spende für die Darbietenden am Ausgang der Kirche. Ein krönender Abschluss des Kultursommers, der in Erinnerung bleiben wird.

Lothar Kurth (Text und Bilder)

 

Mittlerer Kreis zu Besuch bei Pfarrerin Messerschmidt in Machern

Als am 1. März 2020 die damalige Vikarin Lydia Messerschmidt beim Gottesdienst in der Bethanienkirche verabschiedet wurde, planten die Mitglieder des Mittleren Kreises von Tabor die beliebte junge Frau an ihrer neuen Wirkungsstätte in Machern zu besuchen. Dort wurde sie am 5. April 2020 im Rahmen des Einführungsgottesdienstes zur Pfarrerin ordiniert. Das geplante Treffen im Herbst musste auf Grund des Pandemiegeschehens vertagt werden. Nun endlich im dritten Anlauf konnte das Vorhaben realisiert werden. Am 2. September 2022 war es nun endlich soweit. 11 „Taborianer“ machten sich auf den Weg von Kleinzschocher per Bus und S-Bahn in den Ort östlich von Leipzig. Pfarrerin Lydia Messerschmidt und Kreismitglied Sven Zimmermann trafen die Vorbereitungen zu diesem Beisammensein. Herzlich empfing die „Hausherrin“ die Leipziger am Nachmittag vor dem Pfarrhaus und geleitete sie in den Innenbereich, der sehr idyllisch gelegen ist und einen geschlossenen Komplex mit Kirche, Gemeindehaus und dem Friedhof bildet. Die Kreismitglieder wünschten, einen Blick in das Gotteshaus werfen zu können. Dem kam Frau Messerschmidt gern nach und unternahm spontan eine Führung durch die kleine Kirche mit einem bemerkenswerten Altar, deren dargestellte Figuren sie genau erläuterte. Vor der Kirche gab es zur Erinnerung an die Begegnung noch ein gemeinsames Foto. Frau Messerschmidt bot noch einen Rundgang zum Ortskern von Machern, zum Schloss und den Teich an, der dankend von allen aufgenommen wurde. Zurück im Pfarrhof heizten die geübten Kreismitglieder den Grill für die Bratwürste und Steaks an. Im Freien und unter Bäumen saßen die Macherner Pfarrerin sowie die Leipziger am Tisch und hatten sich doch eine Menge zu erzählen, denn es waren mittlerweile schon mehr als zwei Jahre ins Land gegangen. Während des Abends überreichten die „Taborianer“ ihrer ehemaligen Vikarin kleine Aufmerksamkeiten verbunden mit netten Worten. Die Zeit verflog, die Dämmerung schritt voran und in der zehnten Stunde rüstete man zum Aufbruch. Von ganzem Herzen verabschiedeten wir uns von Pfarrerin Lydia Messerschmidt und wünschten ihr für die nahe Zukunft in Machern alles erdenklich Gute und Gottes Segen für ihr Wirken.

Lothar Kurth (Text und Bilder)

 

Ein Fest der Region – gemeinsam (h)offen

Das Fest der Region VIII wurde über Monate hinweg vom Organisationsteam der fünf Kirchgemeinden Großzschocher/Windorf, Knauthain, Lindenau-Plagwitz, Bethanien und Tabor akribisch vorbereitet, denn an diesem 10. Juli 2022 hatte sich der Landesbischof Tobias Bilz zu einem Besuch angesagt. Dreh- und Angelpunkt des großen Ereignisses im Leipziger Südwesten war die Taborkirche mit dem Pfarrgarten und der angrenzende Bereich des Volksparks Kleinzschocher. Um 10 Uhr begann der Gottesdienst mit der Predigt von Landesbischof Tobias Bilz, in der er persönliche Traumerlebnisse einfließen ließ, die ihm widerfuhren. Besonders waren es seine zahlreichen Rüstzeiten und die Begegnungen mit den Menschen, die ihm im Unterbewusstsein begegnen und quasi in Fleisch und Blut übergegangen sind. Im Rahmen des Gottesdienstes wurde Fanny Lichtenberger in ihrer Tätigkeit zum Projekt-Raum-Kirche in der Region VIII u.a. vom Landesbischof und von Pfarrer Dr. Ziera eingesegnet. Für den Nachwuchs feierten Susanne Schönherr und Susanne Günz den Kindergottesdienst im Andachtsraum. Den Auftakt zum Fest gab der Posaunenchor nach dem Gottesdienst. Auf die Kleinen warteten im Pfarrgarten u.a. eine Spielekiste, eine Röllchenbahn, Bastelangebote, das Papiertheater und das sehr gefragte Baumklettern. Die Großen interessierte die fachkundige Kirchenführung durch Herrn Dinter und die Besteigung des Kirchturms, die sich jedoch auch viele Kinder und Jugendliche nicht entgehen ließen. Der tolle Ausblick von oben war atemberaubend, meinten einige Besucher nach dem Abstieg. Längsseits der Kirche luden u.a. ein Eiswagen, eine Tombola und ein Verkaufsstand zum Verweilen ein. Für das Kulinarische zum Fest sorgten dankenswerterweise auch sehr viele Ehrenamtliche aus allen Kirchgemeinden. Ebenso gebührt ein Dank denen, die an den Ständen die Besucher umsorgten und den Helfern, die beim Auf- und Abbau zupackten sowie denen, die für die Ausstaffierung des Festes Bierzeltgarnituren und das Bühnenequipment zur Verfügung stellten.

Lothar Kurth (Text und Bilder)

 

 

 

Bürgerfest Kleinzschocher rund um die Taborkirche

Wettertechnisch“ besser konnte man dieses Ereignis nicht planen. Sommerlich warm, jedoch nicht schwül, zog das Fest zahlreiche Schaulustige an, denn das Programm versprach eine bunte Vielfalt für Groß und Klein. Punkt 14 Uhr am 3. Juli eröffnete der Posaunenchor der Taborkirche das Bürgerfest sowie den Kultursommer in Kleinzschocher 2022. Dreh- und Angelpunkt war der Pfarrgarten zwischen der Kirche, dem Gemeindehaus und dem Alten Pfarrhaus u.a. mit Info- und Trödelständen, Mitmachangeboten, dem Papiertheater ZSCHO sowie Breakdance und musikalischen Klängen mit Didgeridoo, Maultrommel und Sitar. Das kulinarische Angebot reichte vom Süßen bis zum Deftigen. Für jeden Gaumen war etwas dabei. Und wer die Kalorien wieder abtrainieren wollte, hatte die beste Gelegenheit bei der Erklimmung des Ostturmes der Kirche. In ca. 45 m Höhe wurde man mit einem phantastischen Rund-um-Ausblick belobt. 157 Mutige wagten den Aufstieg. Im Turmzimmer, das passiert werden musste, erfuhren die Gäste wissenswerte Details zur Kirche und der Vergangenheit im Dorf Kleinzschocher. Krönender Abschluss des Bürgerfestes war die Aufführung der Bauernkantate um 18 Uhr in der Taborkirche mit Prof. Manuel Fischer-Dieskau am Continuo unter der Leitung von Thomas Stadler. Herzlichen applaudierten die Zuhörer allen Akteuren der Aufführung und der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Hartmut Kirchhof, überreichte jedem als Dank eine Rose für das wunderbare, ganz spezielle Konzert für Kleinzschocher.

Lothar Kurth (Text und Bilder)

 

Ausflug nach Altenburg

Der Einladung folgten 14 Seniorinnen und Senioren aus den drei Gemeinden Bethanien, Heiland und Tabor. Pünktlich um 9 Uhr stand der Bus vom Unternehmen Geißler-Reisen vor der Bethanienkirche und Frau Schönherr sowie Pfarrer Meulenberg, beide kamen gerade zufällig, wünschten einen erlebnisreichen Tag. Und das sollte der 21. Juni auch werden. Nach knapp einer Stunde erreichte die Reisegruppe, unter Leitung von Pfarrer Dr. Ziera, das Ziel unterhalb des Schlosses. Am Eingang wurden wir von einem Mitarbeiter des Hauses empfangen, welcher uns im Verlauf einer Stunde durch die Festräume sowie die Schlosskirche führte und sachkundig den Besuchern Details aus der Historie vermittelte. Danach wurde im ca. fünf Minuten entfernten Restaurant Hofgärtnerei gegenüber der Orangerie unter freiem Himmel an diesem sonnigen Tag zu Mittag gegessen. Nach der Stärkung wanderten wir gemütlich vom Schlossberg herab zur Altstadt, vorbei am Landestheater, dem Skatbrunnen, der St. Bartholomä-Kirche zum Hauptmarkt mit dem Rathaus. Vor dem Café Domizil waren Plätze für uns reserviert und ausgiebig plauderten die Reiselustigen bei Kaffee, Kuchen und Eis. Freudig wurde von den Betagteren aufgenommen, dass der versierte Busfahrer nur ein paar Schritte entfernt vom Café uns abholte und wieder sicher zurück zur Bethanienkirche chauffierte. Ein wunderschöner Tag und ein herzlicher Dank an die Organisatoren dieses lehrreichen Ausfluges.

Lothar Kurth (Text und Bild)

 

Unterwegs in der Region VIII

Jedes Jahr im Monat Juni mit der längsten Tageshelligkeit steht beim „Mittleren Kreis“ der Taborkirchgemeinde die Fahrradtour auf dem Programm. 2022 führte unsere Route nach Knautnaundorf. Ziel war die Andreaskapelle, die wir besichtigen konnten. Sie ist auch in der Gegenwart eine Predigtstätte und gehört mit unserer Taborkirche zum neu gebildeten Kirchenbezirk Region VIII. Die Kapelle ist ein mittelalterlicher Rundbau aus dem 11./12. Jahrhundert. Der Westteil der kleinen Kirche ist noch aus der Zeit von Wiprecht II. von Groitzsch. Wir staunten wieder einmal, welch erhaltenswerte Schätze in unseren Heimatgefilden existieren. Ist die Taborkirche das einzige Gotteshaus Leipzigs mit zwei Türmen, so hat die Andreaskapelle in Knautnaundorf mit ihrer Innenausstattung den ältesten erhaltenen sakralen Raum in Sachsen! Für alle Mitradelnden war es bei wunderschönem Wetter ein erlebnisreiche Radtour. Vor der Rückfahrt stärkten wir uns im Biergarten des Gartenlokals „Zum Seehasen“.

Sven Zimmermann (Text/Foto)

 

Konzert des collegium thomanum in der Taborkirche

Über 120 Besucher zog das Konzert des Chores collegium thomanum, welcher aus Alumni des Thomaschores und der Thomasschule zu Leipzig sowie aus engagierten Musikern besteht, unter dem Slogan „Glaube, Liebe, Hoffnung“ am 22. Mai in die Taborkirche. Die musikalische Bandbreite des Chores reicht von frühester Renaissancemusik über geistliche Werke des Barock, der Romantik sowie der Klassik bis zu Auftragswerken. An diesem Abend brachten die jungen Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Julius Sattler und Sebastian Heindl an der Orgel u.a. Werke von William Walton „Set me as a Seal“, Johann Sebastian Bach „Jesu meine Freude“, Sir John Tavener „Mother of God, here I stand“, Erhard Mauersberger „Wer sich nach seinem Namen nennt“ sowie Max Reger „Nachtlied“ zu Gehör. Andächtig lauschten die Musikfreunde und waren beeindruckt von der Perfektion des Dargebotenen und der außerordentlich hohen künstlerischen Qualität des Ensembles. Herzlich und lautstark applaudierten die Gäste allen Chormitgliedern, so dass das collegium thomanum um eine Zugabe nicht herumkam. Ein wunderschönes Sonntagabendkonzert.

Lothar Kurth (Text und Bild)

 

Tabor-Stammtisch zu aktuellen Baumaßnahmen an der Taborkirche

Der Ostturm der Taborkirche wurde 2017 umfassend restauriert. Nach nunmehr fünf Jahren ist es dem Kirchenvorstand gelungen, dass auch der Westturm einer grundlegenden Erneuerung mit finanzieller Unterstützung durch die Stadt Leipzig, das Regional- bzw. Landeskirchenamt, das Amt für Landesdenkmalpflege sowie durch Eigenmittel der Kirchgemeinde unterzogen werden kann. In die Planungen des Vorhabens ist wieder Architekt Herr Plietzsch involviert und als Referent durch den Förderverein zum Stammtisch am 28. April eingeladen worden. Ca. 15 Besucher nahmen das Angebot wahr und folgten den Ausführungen des Fachmannes. Anhand von Aufnahmen erläuterte er die anstehenden Arbeiten durch die Hauptgewerke Gerüstbau, Dachklempner, Naturstein und Putz. Außerdem ist das gesamte Uhrwerk durch die Fachfirma Zachariä Turmuhren bei dieser Gelegenheit 2022 zu überarbeiten. Mit der Montage des Fassadengerüstes bis zur Traufe der Turmhaube, zum Zeitpunkt des Stammtisches, ist der erste Schritt getan. Gemäß Bauablaufplan sollen sämtliche Arbeiten nach Aussage des Referenten bis Ende Oktober 2022 realisiert sein. Die aufmerksamen Zuhörer hatten im Anschluss Gelegenheit, Herrn Plietzsch Fragen zu Details der Leistungen der Gewerke zu stellen. Dabei wurde teilweise in Verbindung mit den gezeigten Aufnahmen intensiv gefachsimpelt. Mit Beifall verabschiedeten die Stammtischler den Architekten und man wünschte sich, dass auch der Westturm Ende des Jahres sein aufpoliertes Antlitz in Kleinzschocher zur Schau stellen wird.

Text: Lothar Kurth

Abb.: Einladung Förderverein

 

Feier der Heiligen Osternacht und Festgottesdienst in der Taborkirche

In den beiden letzten Jahren musste die Osternacht leider ausfallen. Nach 2019 fand dieses faszinierende Ereignis bei einer erfreulichen Resonanz wieder statt. Bei fast wolkenlosem Himmel fiel der Lichtschein des Erdtrabanten, einen Tag nach Vollmond, in die Brauthalle und durch die Fenster hinein in das Kirchenschiff. Gebannt warteten die Gekommenen in der dunklen Taborkirche auf den 5-Uhr-Glockenschlag vom Westturm. Nach dem Gebet wurde die Osterkerze entzündet und feierlich durch den Mittelgang zum Altar im Wechselgesang zwischen Pfarrer Dr. Ziera und der Gemeinde getragen. Alsdann wurden die anderen Kerzen im Altarraum entzündet, so dass eine nicht zu beschreibende Atmosphäre entstand. Zum Ende der Feier der Heiligen Osternacht mit Wandel-Abendmahl nach rund 1 1/2 Stunden drangen die ersten Sonnenstrahlen ins Kirchenschiff hinein. Danach fanden sich viele der Besucher, die das frühe Aufstehen nicht gescheut hatten, zur gemeinsamen Stärkung bei Kaffee, Brötchen, Herzhaftem und Süßem für den anschließenden Gottesdienst im Gemeindesaal gutgelaunt bei anregenden Gesprächen ein. Dank an dieser Stelle für die emsigen Vorbereiter des Frühstücks. Der Festgottesdienst begann traditionell um 9.30 Uhr und die Diensthabenden konnten zahlreiche Besucher willkommen heißen. Die Taborkantorei sang erstmals wieder von der Empore aus. Der Klang ist wesentlich besser als aus den ersten Bankreihen vor dem Altarraum heraus. In den Gottesdienst waren eine Erwachsenen-Taufe und ein Wandel-Abendmahl eingebettet. Nach dem Festgottesdienst überraschten die Mitglieder des Posaunenchores die Besucher beim Verlassen der Kirche auf dem Vorplatz bei Sonnenschein mit mehreren Musikstücken. Herzlicher Beifall war ihnen gewiss. Viele der Besucher unterhielten sich danach noch in der wärmenden Sonne eine Weile, ehe sie sich in den Ostersonntag verabschiedeten.

Lothar Kurth (Text und Bild)

 

 

 

Arbeitseinsatz in und außerhalb der Taborkirche

Und wieder hieß es Frühjahrsputz in der Taborkirchgemeinde. Fast 2×20 helfende Hände trafen sich in aller Herrgottsfrühe am Samstag, dem 2. April um 8 Uhr. Die Aufgabenpalette war breitgefächert. Eine der wiederkehrenden Aufgaben war die Reinigung der historischen Banksitzreihen im Kirchenschiff. Parallel dazu wurden die Glaskörper der Beleuchtung abgenommen, sorgfältig vom Schmutz befreit und wieder montiert. Auf der Orgelempore ersetzten die Ehrenamtlichen die bisherigen Lampen durch energiesparendere. Bevor die Brauthalle nach der Sanierung wieder eingeräumt wird, reinigten die Damen sorgsam die Verglasung des Tabor-Modells mit dem Blick ins Kircheninnere zu Zeiten unserer Vorfahren sowie das Uhrwerk der vormaligen Dorfkirche, die auf dem heutigen Kirchvorplatz stand.Der überwiegende Teil der Herrenmannschaft kümmerte sich um die Herrichtung der Rabatte entlang der westlichen Längsseite der Taborkirche, die Säuberung des Vorplatzes und die Stutzung von Geäst entlang des Zaunes zu den Gebäuden am Kantatenweg.Nach erledigtem Frühjahrsputz trafen sich alle Fleißigen im Gemeindehaus zum gemeinsamen Arbeitsfrühstück bei belegten Brötchen und Kaffee, das von der Küchenverantwortlichen an diesem Tag vorzüglich arrangiert wurde, und man schwatzte noch einige Zeit, ehe man sich verabschiedete.

Text und Bild: Lothar Kurth

 

Lichtbildervortrag: Graz-Salzburg sowie Danzig-Marienburg

Im Juni/Juli sowie im August 2021 packte Prof. Dr. Klaus Kruczynski erneut die Reiselust zu Zielen in Europa. Darüber berichtete er ausführlich in einer Veranstaltung des Vereins zur Förderung und Erhaltung der Taborkirche im Gemeindesaal am 31. März 2022. Seine erste Reise führte ihn über Regensburg und Passau zur zweitgrößten Stadt Österreichs, nach Graz. Mit wundervollen, detailreichen Aufnahmen führte er die Besucher durch die Stadt mit dem Grazer Dom, dem Herzogshof (das sogenannte „Gemalte Haus“), zum Schlossberg mit dem Wahrzeichen von Graz, dem Uhrturm. Das zweite Ziel hieß, mit einem Abstecher zum Wolfgangsee, die Mozartstadt Salzburg. Dort, so ließ er die Zuhörer wissen, war er bereits 1989 und wollte u.a. Erlebnisse von damals auffrischen. Die Stadt an der Salzach ist bekannt mit der Festung Hohensalzburg, ihrer Altstadt und dem Dom. Rund einen Monat später brach Prof. Dr. Kruczynski zur nächsten Sommerreise ins Nachbarland Polen auf und steuerte Danzig (Gdansk) an. Auch hier gab er eingangs einige Fakten zu der Stadt mit äußerst geschichtsträchtigem Pflaster den Anwesenden zur Kenntnis. Besonders beeindruckt zeigte er sich über den phantastischen Wiederaufbau der zu 90% im Zweiten Weltkrieg zerstörten Ostseemetropole durch die polnischen Baufachleute und lud zum Bummel durch die Stadt u.a. mit dem Hohen Tor, dem Stockturm, der Marienkirche sowie der Altstadt ein. Auch das Wahrzeichen Danzigs, das Krantor, hielt er im Bild fest. Einen Abstecher nach Marienburg (Malbork) hatte der Reiselustige auch eingeplant. Der besondere Anziehungspunkt war die Marienburg, die nach ihrer Fertigstellung zu Beginn des 14. Jahrhunderts als die gewaltigste Festungsanlage in Europa galt. Die Besucher dankten dem Referenten für seine Reiseerlebnisse mit herzlichem Beifall und Hartmut Kirchhof, Vorsitzender des Kirchenvorstandes, überreichte ihm einen süffigen Tropfen und ein Pflänzchen, das an diesen Abend erinnern wird.

Text und Bild: Lothar Kurth

 

 

Festgottesdienst zum 118. Kirchweihfest mit Gemeindeversammlung

Herrlicher Sonnenschein und ein blauer Himmel waren ein passender Rahmen für den Festgottesdienst zur 118. Wiederkehr der Weihe der Taborkirche im Jahr 1904 an diesem Sonntag. Daran erinnerte Pfarrer Dr. Sebastian Ziera in seinen Begrüßungsworten am 27. März. Die Kantorei der Taborkirche unter der Leitung von Kantor Andreas Mitschke umrahmte den Gottesdienst, der mit einem Wandel-Abendmahl gefeiert worden war. Unmittelbar danach fand im Gemeindesaal die für Januar angesetzte und um zwei Monate verschobene Gemeindeversammlung statt. In dieser wurden die Gemeindeglieder über das aktuelle Geschehen und die im laufenden Jahr geplanten Vorhaben ausführlich durch Pfarrer Dr. Sebastian Ziera und den Kirchenvorstandsvorsitzenden Hartmut Kirchhof informiert. Es wurde offiziell bekanntgegeben, dass nach der Sanierung des Ostturms der Taborkirche 2017 nun im Jahr 2022 der Westturm endlich an der Reihe ist. Die Bauarbeiten, beginnend mit der Stellung des Gerüstes, erfolgen ab Mai.  Die Gemeindeglieder hatten bei der Zusammenkunft auch Gelegenheit, Fragen zu stellen und kritische Anmerkungen zu äußern, deren Kerninhalte mit in die Gremien bzw. Ausschüsse sowie an die Pfarramtsleitung weitergeleitet werden. Pfarrer und Kirchenvorstandsvorsitzender dankten den Anwesenden für ihr Kommen und wünschten allen noch einen erlebnisreichen Sonntag.

Text und Bild: Lothar Kurth

 

Gemeindenachmittag zum Kirchweihfest

Am Vortag des 118. Kirchweihfestes war zum Gemeindenachmittag aus diesem Anlass eingeladen worden. So fanden sich kurz vor 15 Uhr am 26. März rund 30 große und kleine Gemeindeglieder zum vereinten Zusammensein im Gemeindesaal ein. Im Vorfeld hatten einige der „Taborianer“ fleißig Hand angelegt und zahlreiche gestalterisch interessante Torten sowie auch Kuchen zubereitet und auf einem Tisch in der Mitte des Saales dekorativ aufgereiht. Pfarrer Dr. Sebastian Ziera hieß alle herzlich willkommen und der Posaunenchor unter Hans-Martin Schlegel eröffnete den Nachmittag musikalisch, u.a. mit der „Europa-Hymne“ und der ebenso bekannten Ballade „Amazing Grace“. Anschließend ward der Torten- und Kuchen-Basar freigegeben und an den Tischen entfalteten sich anregende Gespräche über Gott und die Welt. Die Jungen Erwachsenen hatten ebenfalls Vorbereitungen zu diesem Nachmittag getroffen und wieder eine humorvolle schauspielerische Darbietung einstudiert. Bei den Abkündigungen zum Gottesdienst zwei Wochen zuvor wurde gebeten, dass jeder einen rosafarbenen Stoffrest in A4-Größe zum Gemeindenachmittag aus gutem Grund mitbringen möge, denn diese werden bei der Aufführung benötigt. Das Stück „Rosa Rot sind alle meine Kleider“, nach einer Idee von Henry Fritzsche und Martin Müller, verfolgten die Gemeindeglieder amüsiert und wurden mit ihren Tüchern in das Geschehen eingebunden. Besonderen Beifall ernteten die beiden französischen Modedesigner Henry und Pierre für ihr farblich hervorragend abgestimmtes Outfit sowie zum Finale alle Akteure.

Ein gelungener Gemeindenachmittag zum Tabor-Kirchweihfest nach einer langen Durststrecke war die Meinung aller. Gutgelaunt traten die Gekommenen bei schönem Frühlingswetter den Heimweg an.

Text: Lothar Kurth     Bilder: Bernhard Müller

 

Winterkonzert an der Taborkirche

Unter diesem Leitmotiv musizierten Studenten der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig und zogen ca. 30 Musikfreunde am 12. März in den Gemeindesaal der Taborkirchgemeinde. Den ersten Teil des Konzerts bestritt das Parsival Quartett mit den Geschwistern Sophia (Violoncello), Julian (Violine) und Pascal Schwab (Viola) sowie Sofia Tarrant-Matthews (Violine). Sie brachten Passagen aus Joseph Haydns Streichquartett d-Moll op. 76/2 „Quintenquartett“ und das Streichquartett c-Moll op. 18/4 von Ludwig van Beethoven zu Gehör. Nach diesen eher lieblichen Klängen gab das Duo Elisa Bösch (Violine) und Davide Carlassara (Violoncello) im zweiten Teil eine wesentlich „feurigere“ Darbietung. Im Sonate pour violon et violoncelle von Maurice Ravel entlockten die jungen Musiker ihren Instrumenten selten zu hörende Klangfolgen mit beachtlicher Intensität. Das ließ schon aufhorchen. Mit herzlichem Beifall dankten die Zuschauer allen Künstlern für das virtuos Vorgetragene an diesem Nachmittag und Herr Kirchhof richtete anerkennende Worte an sie und überreichte ihnen jeweils eine kleine Aufmerksamkeit.

Text: Lothar Kurth; Abb.: Programm der HMT Leipzig

 

Ein Bibelabend mit Pfarrer Dr. Ziera

Während des Gottesdienstes am 6. März abgekündigt, traf sich der Mittlere Kreis der Taborkirchgemeinde fünf Tage darauf im Gemeindehaus. Thema des Monats war die Bibelarbeit. Die Mitglieder des Kreises konnten dafür noch im letzten Jahr Pfarrer Dr. Ziera als Referenten gewinnen. Grundlage des Abends war das Exzerpt „Zachäus“, Evangelium nach Lukas, 19. Kapitel (1-10) aus dem Neuen Testament. Einführend in die Besprechung des Textes lenkte er das Augenmerk zunächst auf Ureigenschaften des Menschens, die ihm von Natur aus gegeben sind, u.a. das Angstgefühl. Das menschliche Miteinander generiert jedoch weitere Bezugspunkte. In zivilisierten Gesellschaften ist z.B. die Würde des Menschen ein hohes Gut. Der biblische Text beschreibt die Zeit der römischen Besetzung des Heiligen Landes und den Einzug von Jesus in Jericho sowie dessen direkte Ansprache an Zachäus, dem reichen Oberen der Zöllner. Im Verlauf der rund zwei Stunden diskutierten und analysierten die elf Teilnehmer eifrig das beschriebene Geschehen, direkt und indirekt beteiligte Personen sowie gesellschaftliche und persönliche Hintergründe in der damaligen Zeit, die sich auch auf die aktuelle Situation in der Welt übertragen lassen. Zum Abschluss dankten alle Pfarrer Dr. Ziera für diesen lehrreichen und tiefgründigen Bibelabend.

Gern begrüßt der Mittlere Kreis auch Interessierte aus der Bevölkerung zu diesen Abenden, die in der Regel jeden zweiten Freitag im Monat um 19.30 Uhr im Gemeindehaus Windorfer Straße 45a stattfinden.

Text: Lothar Kurth; Abb.: Pfarrer Dr. Ziera

 

Gebet für den Frieden in der Ukraine

Glockengeläut am Sonntag, 27. Februar 2022, um 18.00 Uhr über Kleinzschocher. Wie in vielen Kirchen und auf zahlreichen Plätzen in Deutschland und Europa wurde auch in der Taborkirche für den Frieden in der Ukraine gebetet. Mit den Worten „Es ist Krieg – Krieg in Europa, in der Ukraine“ leitete Herr Tom Gelf das Friedensgebet vor ca. 60 Besuchern ein. Für ihn als Vertreter der jungen Generation war der Krieg bisher nur aus Geschichtsbüchern ein Begriff. Nun ist er plötzlich seit dem 24. Februar real, greifbar und so nah, keine 1.000 Kilometer entfernt. Es macht nicht nur ihn sprachlos und ohnmächtig. Wohin soll das führen? Jedoch die Hoffnung auf Frieden für die Menschen in der Ukraine darf nicht aufgegeben werden. Unterstützung und Hilfe für das ukrainische Volk ist das Gebot der Stunde.  Gemeinsam beteten alle Anwesenden den Psalm 121 und stimmten „Dona nobis pacem“ an. Nach einer Schweigeminute zündeten viele der Besucher des Gottesdienstes im Altarraum der Kirche Kerzen als Lichter des Friedens mit dem Wunsch an, dass die kriegerischen Auseinandersetzungen in dem osteuropäischen Land baldigst ein Ende finden.

Lothar Kurth (Text und Bild)

 

Tabor-Stammtisch über den Weg eines Weltreisenden

Der Förderverein lud zur ersten Veranstaltung 2022 in den Gemeindesaal in der Windorfer Straße 45a ein. Rund 15 Interessierte verfolgten den zweiten Teil des Lichtbildervortrags „Der Weg des Weltreisenden“ von Herrn Dr. Ralf-Dieter Scheibe am 24. Februar.  Der Referent gab einen kurzen Abriss zu seinem beruflichen Werdegang mit Studium, dem Faible für die Bergwelt und dem Einstieg in die Geophysik für jene, die beim ersten Abend nicht zugegen waren. Anhand von beeindruckenden Aufnahmen schilderte er die technische und technologische Erkundung von Bodenschätzen sowohl von Land als auch vom Wasser aus. U.a. berichtete er über seine Erlebnisse auf der Arabischen Halbinsel im Jemen und Oman. Besonders bemerkenswert hat sich über die letzten Jahrzehnte hinweg die Erkundung von Spezialschiffen aus entwickelt. Vergleichbar mit einem Fächer werden z.B. 24 parallellaufende Kabel ins Wasser gelassen, die eine Länge von jeweils 12 km haben und an denen sich in gleichen Abständen Sensoren befinden, die damit flächendeckende und zuverlässige Ergebnisse ermöglichen. Beeindruckt von den technischen Möglichkeiten und den nicht alltäglichen Aufnahmen verabschiedeten die Besucher Herrn Dr. Scheibe mit freundlichen Dankesworten.

Lothar Kurth (Text. L.Kurth, Bild: Dr. Ralf-Dieter Scheibe)

 

 

Impfstation Taborkirche

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) vereinbarte die Taborkirchgemeinde drei Impftermine ohne Voranmeldung in der Kirche und beteiligt sich an dem Vorhaben, möglichst vielen Bürger des Landes die Möglichkeit zu bieten, sich gegen das seit fast zwei Jahren grassierende Corona-Virus mit all seinen Varianten impfen zu lassen. Damit dokumentiert die Gemeinde ihr soziales Ansinnen gegenüber der Gesellschaft.

Den ersten Termin am 13. Januar 2022 nahmen laut Aussage des mobilen Impfteams des DRK fast 70 Personen unter optimalen Bedingungen innerhalb des Kirchenschiffes und des Andachtsraumes bei reibungslosem Ablauf wahr. Die beiden nächsten Termine sind der 20. und der 27. Januar, jeweils von 10 bis 18 Uhr, Eingang Hauptportal der Kirche. Dem Impfteam des DRK wird seitens der Taborkirchgemeinde herzlich gedankt für die Bereitschaft der Realisierung der drei Termine. Die Gemeinde ist stets dankbar für Spenden, um solche Aktionen, wie diese, für das Gemeinwohl abzusichern.

Lothar Kurth (Text&Foto)