Unter dem Motto „Kommt! bringt eure Last“ ist der Weltgebetstag 2026 den Frauen aus dem afrikanischen Land Nigeria gewidmet. Im Herbst des Vorjahres starteten die Frauen aus den evangelischen Schwesterkirchgemeinden Bethanien, Leipzig-Lindenau-Plagwitz (Heiland) und Tabor sowie aus der katholischen Liebfrauengemeinde ihre intensiven Vorbereitungen auf das Ereignis, das jedes Jahr Anfang März am gleichen Tag weltweit begangen wird. Sie studierten Lieder und Texte über Monate hinweg ein, die sie am 6. März darboten.
In die Plagwitzer Heilandskirche, dem „Westkreuz“, zog es an diesem Freitagabend viele Besucher in das „Unterdeck“, so dass die Kapazität der Stuhlreihen fast ausgeschöpft war. Herzlich begrüßt wurden die Mitglieder der Gebärdensprachgemeinde und Pfarrer Konrath „dolmetschte“ das gesprochene Wort. Die Zuhörer erfuhren zu Beginn viele Einzelheiten über das Land, dessen Bevölkerung und das oft beschwerliche Leben im Alltag, ganz besonders das der Nigerianerinnen. Gemeinsam mit den Frauen der vier Kirchgemeinden sangen die Gäste zahlreiche Lieder (u.a. „God is so good“, „Keleya“ und „Chineke“), stimmten in die Fürbitten ein und beteten das „Vater unser“. Am Ende des Gottesdienstes brachten alle ihre Kollekte tanzend, wie in Nigeria üblich, am Altar in ein Körbchen dar.
In Vorbereitung des Gottesdienstes hatten die Frauen zahlreiche landestypische Gerichte in vielen Stunden zubereitet, die in der Kombüse im „Unterdeck“ gekennzeichnet kredenzt wurden. Jeder war eingeladen, die unbekannten Köstlichkeiten zu probieren. An den Tischen wurde eifrig über den Geschmack u.a. von Jollof Rice (Reis in würziger Tomatensauce), Yam Porridge (Yam-Brei mit Spinat) sowie den Zobo Drink (Erfrischendes aus getrockneten Hibiskusblüten) debattiert und es entspannen sich intensive Gespräche. Herzlich verabschiedete man sich und legte gern einen kleinen Obolus in die Schale auf einem der Tische.
Auf dem Bild die Tabor-Frauen Irene Müller, Hannelore Buchwald, Elke Kurth und Petra Stief (v.l.n.r.).
Text und Foto: Lothar Kurth

