Das alljährlich vor dem 4. Advent stattfindende Ereignis zog an diesem Freitagabend wieder zahlreiche Konzertbesucher aus Leipzig und Gäste von außerhalb in die erwärmte Taborkirche in Kleinzschocher.
Beim Betreten der Brauthalle durch den Haupteingang der Kirche bekamen die Musikfreunde das Programm für den Abend und das Gesangsbuch ausgehändigt. Nach dem Glockengeläut um 19 Uhr zogen die Sängerinnen und Sänger, unter Führung des Kantors Andreas Mitschke, hintereinander ein und schritten durch beide Seitenschiffe zum Altar, wo die Mitglieder des Posaunenchores, unter der Leitung von Hans-Martin Schlegel, bereits Platz genommen hatten.
Das Intro „Hosianna, gelobet sei der da kommt“ bestritten der Kantor an der Orgel und die Bläser. Danach begrüßte Pfarrer Matthias Piontek die Besucher und in zwei weiteren Wortbeiträgen während des Konzerts erinnerte er an christliche Botschaft zum bevorstehenden Fest. Beim folgenden Lied „Macht hoch die Tür“ waren die Gäste gleich eingeladen, mit dem Chor einzustimmen.
Abwechselnd boten die Kantorei und der Posaunenchor Stücke verschiedener Komponisten. Die Kantorei u.a. mit Max Regers “ Unser lieben Frauen Traum“ und Helmut Bräutigams „Still, still, still“ sowie der Posaunenchor mit Horst Karl Hessels „Es kommt ein Schiff geladen“ und Mykola Leontovichs „Carol of the bells“. Ein besonderer Höhepunkt des Konzerts war das Solo von Anne Müller, aus der Kantorei in der Arie „Bereite dich Zion“ als Exzerpt aus dem „Weihnachtsoratorium“ von Johann Sebastian Bach. Ihre phantastische Stimme war atemberaubend.
Die Besucher hatten noch mehrfach die Gelegenheit mitzusingen, z.B. bei „Fröhliche Weihnacht überall“. Im Finale bei Felix Mendelssohn Bartholdys „Hark the herald“ harmonierten Kantorei und Bläser gemeinsam. Mit lang anhaltendem Applaus dankten die Musikfreunde den Akteuren im Altarraum mit dem festlich geschmückten Christbaum im Hintergrund. Freudig gestimmt verließen die Gekommenen die Taborkirche hinaus in die Dezembernacht. Den Organisatoren des Weihnachtsliederabends um Hans-Martin Schlegel und Andreas Mitschke sei an dieser Stelle gedankt.
Text und Fotos: Lothar Kurth
