Worte zum Tag – 04.Januar 2021

 

4. Januar – vier Tage alt ist das Jahr 2021. Am Beginn eines neuen Jahres gehen uns allerlei Gedanken durch den Kopf: Fragen, Wünsche, Hoffnungen und auch Befürchtungen im Blick auf das neue Jahr. Dieses aufmunternde „Das wird schon werden!“, das ist zu wenig. Wir wissen, dass es letztlich nicht trägt. Was ist, wenn mir der Mut fehlt und die Kraft für den nächsten Schritt nicht mehr reicht? Wer befreit meine Gedanken, wenn ich in Sorgen gefangen bin? Wo ist das Licht, das mir den Weg aus dem Dunkel zeigt? Was ist, wenn meine Träume blass werden, die guten Vorsätze sich im Sande verlaufen und die Hoffnung verkümmert? Wo finde ich Halt, wenn ich an meine Grenzen stoße, wenn ich unzufrieden mit mir selbst und anderen bin? Zu wem kann ich gehen, wenn ich allein dastehe mit dem, was mich belastet?

So viele Fragen! Es ist gut, sie auszusprechen, sie beim Namen zu nennen. Das hilft gegen Enttäuschungen und das bewahrt vor Illusionen. Das schafft Klarheit und es macht Mut zu dem Eingeständnis: Aus uns selbst heraus wächst sie nicht, die Zuversicht, ein neues Jahr zu beginnen. Wir wissen nicht, was auf uns zukommt. Wir können Freude und Glück erleben und vielleicht auch Traurigkeit. Manches wird uns gelingen, manches wird fehlschlagen. Aber bei allen Unwägbarkeiten des neuen Jahres können wir eins getrost und mit aller Zuversicht tun: auch dieses Jahr 2021 aus Gottes Hand nehmen und darauf vertrauen, dass – bei allem, was geschieht – seine Hand uns hält.

Die Bibel ermutigt uns dazu! „Dies nehme ich zu Herzen, darum bin ich voll Hoffnung: Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind. Seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu.“ (Klagelieder 3, 22)

Pfarrer Matthias Piontek

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.