Worte zum Tag – 02.Januar 2021

 

Barmherzigkeit, Mut und Witz für das Leben

Das Jahr hat seinen Anfang genommen. Und wir richten uns in ihm aus mit unseren Wünschen und Sehnsüchte, pegeln uns ein zwischen den Vorsätzen für das kommende Neue und ihrer Realisierung.
Mir helfen in meinem Ringen um das Leben Vorbilder, also Menschen, die es irgendwie „geschafft“ haben auf die eine oder andere Weise.
Basilius der Große ist diesem 2. Januar als Vorbild zugeordnet. Einiges wird über ihn berichtet.
Hier zwei Anekdoten für das Leben. Lebenszeugnisse die von der grenzenlosen Barmherzigkeit des Basilius, seinem Mut und Witz erzählen.
Basilius stammte aus einer begüterten Familie. Die biblische Erzählung vom reichen Jüngling (Mk 10,17-27) aber konfrontierte ihn mit der Frage, wie er leben will.
So verkaufte er während einer Hungersnot seine ererbten Güter und arbeitete selbst in einer Suppenküche mit. Er behandelte die Menschen dabei alle gleich mit der Begründung: „Sie haben alle die gleichen Eingeweide.“
Basilius machte sich aber nicht nur Freunde, sondern war für manche seiner Zeitgenossen ein unangenehmer Mensch, wohl weil er wenig kompromissbereit war. Und schaffte man es nicht, ihn mit Argumenten zu überzeugen, so versuchte man es mit Drohungen.
Ein römischer Präfekt drohte Basilius, ihm die Leber aus dem Körper zu schneiden. Basilius erwiderte: „Wie aufmerksam! Da, wo sie gegenwärtig ist, macht sie mir nur Ärger.“
Basilius mit seiner Barmherzigkeit, seinem Mut und Witz sollen mich heute begleiten und mir helfen in meinem Ringen um das Leben.

Ihnen einen guten 2. Januar

Ihr Pfarrer Dr. Sebastian Ziera

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