22.01.21 – Alle Tage

Wo sehe ich mich in 5 Jahren?“ Das war eine der Fragen, welcher mir mein zukünftiger Pfarramtsleiter als „Hausaufgabe“ für die nächste Besprechung gab. Es klingt wie eine Frage in einem Bewerbungsgespräch. „Wo sehe ich mich in 5 Jahren?“ Momentan würde ich lieber eine Wunschvorstellung von „Wo sehe ich mich in 5 Tagen?“ umgesetzt haben, aber das ist schwierig. Wenn ich über die beiden Fragen nachdenke, fallen mir die Gemeinsamkeiten auf: Meine Familie, meine Freunde und mein Glauben. Es sind die Konstanten in meinem Leben in schönen, aber vor allem in schweren Zeiten. Geliebt von meiner Familie, geschätzt von meinen Freunden, aufgefangen in meinem Glauben. Mal spüre ich das mehr, mal weniger. Aber es stärkt mich auch besonders in diesen Tagen und ich vertraue darauf, dass es das auch in 5 Tagen und in 5 Jahren tun wird. Darauf hoffe ich, weil Jesus Christus sagt: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Mt 28, 20). Das ist ganz schön lange. Viel länger als 5 Tage oder 5 Jahre. Es ist ein Versprechen ohne zeitliche Begrenzung. Das stärkt mich gerade, wenn es schwere Zeiten gibt, weil ich daran glaube, dass Jesus jetzt und immer bei mir ist.

Ich wünsche Ihnen, dass auch Sie sich von dieser Zusage gestärkt fühlen in den nächsten 5 Tagen und Jahren und alle Tage.

In diesem Sinne bleiben Sie behütet!

Anne-Marie Beuchel

One thought on “22.01.21 – Alle Tage

  1. Es hat mich nicht 5 Tage gekostet, sondern min. 5 graue Haare!
    Aber ich denke, dass es ein guter Weg ist, da die Texte von unseren Autoren mit viel Liebe, gute Gedanken und einer schönen Hoffnung geschrieben sind. Vielen Dank dafür.

  2. Ab sofort kann das „Wort für den Tag“ zum Gespräch werden. Das ist eine große Chance für ein engeres Miteinander in Zeiten, wo Abstand gefordert, Begegnungen unterbunden und damit Gespräche sehr erschwert werden.
    Das geht nicht spurlos an uns vorüber, aber wir können etwas dagegen tun: uns nicht verdrießen lassen, nicht verstummen, sondern neue Wege
    suchen und beschreiten, um gute Worte auszutauschen und bedrückende Fragen miteinander zu teilen.

    Ein großes Dankeschön an Herrn Bartsch, dem Webmaster der Taborgemeinde, der diese neue Gesprächsbasis in kürzester Zeit möglich gemacht hat!
    Ebenso ein Dank an Frau Beuchel und alle Autorinnen und Autoren, die uns seit längerem von Montag bis Freitag mit ihren guten Worten für den Tag begleiten, ermutigen, neue Einblicke vermitteln und manchmal auch ein Lächeln hervorlocken.
    Wo sehe ich mich in fünf Tagen und in fünf Jahren? Ich hoffe auf eine Gemeinschaft von Menschen, die – unter welchen Umständen auch immer- miteinander reden und gemeinsam nach demWeg zum Guten suchen. Wer redet mit mir?

    Herzlichen Dank

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