Und täglich grüßt das Murmeltier …. ?!? – 8.Dezember 2021

Einige von ihnen werden den Film kennen. Sein Titel ist so etwas wie ein „geflügeltes Wort“ geworden. Ein „geflügeltes Wort“, das für das Festhängen in einer Zeitschleife steht. Wiederholung dessen, was man schon hatte und eigentlich auf keinen Fall nochmal so will.   Ja. Und wir haben nun auch so ein Gefühl. Die Wiederholung dessen, was man schon hatte und auf keinen Fall nochmal so wollte: Advent und Weihnachten im Sparmodus.  Ohne Weihnachtsmarkt und Weihnachtsfeiern, dafür voller Sorgen und voller Ungewissheit. Keine Konzerte, kein „Jauchzet frohlocket“ live, stattdessen Enttäuschung und Ernüchterung. Vielleicht auch wieder keine Krippenspiele und kein schmetterndes „Oh du fröhliche“.  Wir haben „ES“ nicht in den Griff bekommen. D. h. die Anderen haben es nicht in den Griff bekommen … egal, ob der Andere nun der dafür oder der dagegen ist, im Zweifelsfall nehmen wir für „den Anderen“ eben einen Politiker. Und so drehen wir uns im Kreis und werden jeden Morgen mit dem selben faden Gefühl der Endlosschleife munter.

Ja, ja – werden Sie denken. Und nun komm du uns mit dem Märchen von dem besser werdenden Menschen, der die Liebe gewinnen muss, um erlöst zu werden.

Oh nein. Glauben Sie mir, das traue ich ja nicht mal mir selber zu. Geschweige denn Ihnen 🙂 . Dass wir bessere Menschen werden, geduldiger und fürsorglicher, weniger egoistisch und weniger rechthaberisch – nein. Soweit geht mein Optimismus nicht.  Und doch geht er weit darüber hinaus. Ich vertraue dem, der Liebe schenkt und uns Menschen erlöst. Dem Einen, der zu uns kommt in eine Welt voller Sorgen und Enttäuschungen. Immer wieder dann, wenn es am dunkelsten ist. Ich vertraue dem, der die Menschen unermüdlich anregt, ihr Leben zu überdenken. Zu überdenken, wo ihr Schatz ist und demzufolge ihr Herz.  Die „stille Nacht, heilige Nacht“ war kein Rummel und völlig ohne „Dschingderassabum“. Sie war ein Geschenk aus Stille, aus Licht, aus Wärme, aus Zuwendung, aus Demut und Anbetung des Wunders.

Ja, täglich grüßt das Murmeltier. Es gibt gerade eine Wiederholung dessen, was wir schon hatten und so keinesfalls wieder wollten. Aber es gibt auch – unerschütterlich – das „alle Jahre wieder kommt das Christuskind…“. Er gibt uns nicht auf.  Ich könnte mir vorstellen, dass er seit über 2000 Jahren jedes Mal zu Weihnachten, wenn er uns so erlebt, denkt: Das ist echt eine Wiederholung dessen, was ich so nicht wieder wollte.

Aber – er gibt uns nicht auf.

Da sollten wir mal im 2. Jahr des „C“ nicht schon schlapp machen.  Sondern wie er versuchen, ein Licht zu sein, das wärmt und leuchtet, wenn es am dunkelsten ist. Uns – und den Anderen.

Vor allem denen, die wirklich Angst haben müssen, schlapp zu machen….

Ihre/Eure Claudia Krenzlin                    

(Foto: privat)

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