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Wir stellen Ihnen unsere kirchenmusikalische Arbeit vor und laden Sie herzlich zu Konzerten in der Tabor- kirche ein.

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Worte zum Tag

 

Andachten per Video 15. und 22. März 2020, bitte hier klicken!

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Worte für den Tag – 28. März 2020

Am heutigen Samstag endet die Lätare-Woche. „Freut euch!“, so hatte uns der Sonntag Lätare aufgefordert. Aber geht das denn, mitten in der Passionszeit? Kann man sich freuen in diesen Wochen, in denen wir in besonderer Weise an das Leiden und Sterben Jesu denken? Und kann man sich freuen in dieser „Corona-Zeit“ mit all ihren  Unsicherheiten und Unwägbarkeiten? Ja, man kann! Doch brauchen wir in diesem Jahr vielleicht tatsächlich eine besondere Ermunterung dazu. Lätare wird mitunter auch als „kleines Ostern“ bezeichnet, weil es uns einen Ausblick auf die Osterfreude gewährt. Als Christen leben wir immer schon nach Ostern. Wir wissen also, dass auf die Finsternis des Karfreitags die helle Ostersonne folgte. Das Osterereignis wirft sein Licht bereits voraus: Grund zur Freude! Auch diese unsichere Zeit, die wir gerade erleben, ist nicht freudlos: Trotz der jetzt notwendigen Vereinzelung können wir miteinander verbunden bleiben – Telefon und Internet machen es möglich. Und auch über den neu aufkommenden Gemeinschaftssinn kann man sich nur freuen: nachbarschaftliche Gespräche von Balkon zu Balkon, organisierte Hilfsangebote in den Stadtvierteln, verabredetes Musizieren auf den Balkonen, brennende Kerzen in den Fenstern als Zeichen der Verbundenheit… Es ist zu spüren, wie mit der angeordneten äußerlichen Distanz die innerliche Verbindung wächst. Schließlich ist da auch die erwachende Natur. Spazierengehen ist erlaubt, wenn auch mit gewissen Einschränkungen. Vielleicht begegnen Sie auf einem Spaziergang sogar dem einen oder der anderen Bekannten. Es ist nicht untersagt einander zu grüßen und nach dem Ergehen zu fragen – aus sicherer Distanz und diese so zugleich überwindend. Oder zumindest zuwinken könnte man einander ja. Es gibt also – trotz allem – Grund zur Freude. So wünsche ich Ihnen einen freudvollen Tag und ein gesegnetes Wochenende!

Ihr Pfarrer Matthias Piontek

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Worte für den Tag – 27. März 2020

Jeden Tag fast nur noch Coronanachrichten. Jetzt auch noch diese massiven Einschränkungen: nirgendwo mehr hingehen, niemanden mehr treffen dürfen. Aus triftigen Gründen, sicher. Aber wie lange soll das dauern? Und was wird das mit uns machen . . . ?  Gerade jetzt melden sich wieder zwei alte Bekannte bei mir, zwei die sich ständig widersprechen. Die eine: So schnell kriegen wir das mit dem Virus nicht in den Griff! Und dann, was glaubst du wohl, was mit den ganzen Folgeschäden und den astronomisch teuren Rettungspaketen auf uns zukommt?! Jetzt kommt die eigentliche Wende – die in die Zukunft! So redet Frau Sorge auf mich ein. Der andere, Herr Trost, will das nicht gelten lassen: Hat sie dir wieder Angst gemacht? Das hilft gar nicht, das ist Gift für die Seele! Du musst nur positiv denken! Mach einfach das Beste daraus! Und darauf die Sorge: Jaja, pflanz nur dein Apfelbäumchen, und steck den Kopf gleich mit in den Sand! Du wirst schon sehen! Und dann der Trost: Nimm dir nur ja nicht so zu Herzen, was sie sagt! So geht das immer weiter, wenn die beiden da sind. Irgendwie hat die Sorge ja auch recht, und irgendwie tut der Trost ja auch gut. Deshalb kann ich sie auch nicht einfach wegschicken. Aber dieses ständige Streiten ist schwer auszuhalten, zumal es mich selbst hin und her reißt. Man müsste ihren andauernden Redefluss mal unterbrechen und beide richtig ins Gebet nehmen!  Hört zu: Ihr seid nicht hier bei mir, um euch auszutoben! Ihr habt eine Aufgabe zu erfüllen. Ihr müsst einen gangbaren Weg durch diese Krise finden! Das könnt ihr nur miteinander, weil ihr sonst hier alles kaputtmacht! Ob wir das miteinander hinkriegen? Mir geht da so ein altes Wort durch den Sinn: Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet (Römer 12,12). Das könnte doch hier auch bedeuten:  Frau Sorge und Herr Trost an einen Tisch! Ihr dürft beide einbringen, was ihr zu sagen habt. Doch lasst euch beide ins Gebet nehmen, was ja immer auch zuhören und nach dem Weg, der Wahrheit und dem Leben fragen heißt! Ob das jetzt funktioniert?

Was meinen Sie?

Heinz Schneemann

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Worte für den Tag – 26. März 2020

“Apocalypse now…

Aus einem Gespräch mit einem Freund über die aktuellen Geschehnisse: „Das steht doch alles schon in der Bibel mit dem Corona-Virus. In der Offenbarung! (Offb 6,8)“ Ich wehre zunächst ab. „Du kannst diese Texte nicht als Zukunftsvoraussagen lesen.“ Und doch lässt mir der Gedanke keine Ruhe. Was diese düsteren Texte der Johannesoffenbarung und den vielen anderen sogenannten Apokalypsen eigentlich ihren Leserinnen und Lesern klar machen wollten: Kehrt um zu Gott, bevor es zu spät ist! Ändert euer Verhalten und eure Lebenseinstellung, denn das Ende der Welt könnte jederzeit kommen. Das passiert gerade vor unseren Augen! Also hoffentlich nicht das Ende der Welt. Aber wir sehen, wie das gehen kann im Angesicht der drohenden Gefahr: Eine ganze Gesellschaft, die sich von Gott, ihren Mitmenschen, der Natur und dem Tod immer weiter distanziert und dort bequem gemacht hat, gerät plötzlich in Bewegung im Kopf und virtuell. Werden wir noch die gleichen sein wenn das alles vorbei ist? Vielleicht werden wir menschlicher geworden sein und hoffentlich bleiben. Vielleicht werden wir ein Auge für all diejenigen haben und behalten, die wir sonst nicht sahen oder sehen wollten. Vielleicht werden wir uns bewusst geworden sein, dass der Tod zum Leben dazu gehört und wir jeden von Gott geschenkten Tag mit unseren Lieben leben und dafür dankbar sein sollten. In dem Sinne steht das mit Corona in gewissem Sinne wirklich schon in der Bibel.

Nicole Oesterreich”

Herzliche Grüße
Nicole Oesterreich

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Worte für den Tag – 25. März 2020
Maria J. : Mariä Verkündigung (Quelle Fotocommunity)

Maria J. : Mariä Verkündigung (Quelle Fotocommunity)

Tag 3 mit verschärften Ausgangsbeschränkungen: Ich sitze mit meinem Kalender am Küchentisch. Einen Termin nach dem anderen muss ich streichen, da stoße ich auf einen kleinen Hinweis: Mariä Verkündigung. Heute wird in der Kirche an den Tag gedacht, an dem der Engel Gabriel zu Maria kommt und ihr Leben auf den Kopf stellt. Sie soll ein Kind bekommen. Was ist mit ihrer Hochzeit mit Josef?   Was ……?      Nichts mehr ist wie vorher! Wie wird es weitergehen?  Maria hat trotz aller Unsicherheit ja gesagt – ja zu Gott! Auch bei uns hat sich das Leben auf einen Schlag geändert und wir wurden nicht einmal gefragt. Trotzdem sollten wir die Möglichkeit nutzen, die neue Situation anzunehmen: uns arrangieren – einfinden – akzeptieren – neue Wege finden. Maria sucht in dieser Situation den Austausch mit Elisabeth und nimmt sich die Zeit, mit der veränderten Lage klar zu kommen. Hier schöpft sie Kraft und Mut für alle Dinge, die nun vor ihr liegen. Auch wir können das Gespräch suchen, am Telefon oder über Video. Das wichtigste für Maria waren die Worte des Engels: „Fürchte dich nicht – hab keine Angst! Gott ist mit Dir!“ (nach Lukas-Evangelium 1,30)  Mögen uns diese Worte durch diesen Tag und alle weiteren begleiten: Hoffnung schenken, Mut machen, Besonnenheit und Kraft geben!

Ihre Pfarrerin Angela Langner-Stephan

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Worte für den Tag – 24. März 2020

Kommt mir nicht zu nahe! Bitte halten Sie Abstand!

In den letzten Tagen hat sich vieles verändert. Man nähert sich einander anders, denn keiner weiß, wer für wen eine Gefahr sein könnte. In diesen Zeiten gehen wir auf Abstand. Aus gesundheitlichen Gründen müssen wir uns aus dem Weg gehen: Sich-die-Hände-Reichen, oder gar Umarmungen sind untersagt. Spielplätze, Fußballplätze, Kneipen und Straßen sind leer. Abgesperrt! Natürlich sehe ich das ein, aber es tut doch weh. Ich vermisse es, Ihnen die Hände zu geben. Ich vermisse Umarmungen unter lieben Freunden. Selbst das Gedränge in vollen Straßenbahnen bekommt ein romantisches Gesicht. Meine kleine Tochter weinte, weil sie nicht mehr mit ihren Freundinnen auf dem Hof spielen darf.  Und plötzlich habe ich ein Gespür für die Aussätzigen in den Bibelgeschichten. Für die, die abseits und am Rand menschlicher Nähe leben mussten:  Bitte Abstand halten! Ich verstehe ihre Sehnsucht nach Nähe. Eine Nähe, die uns vor ein paar Tagen noch selbstverständlich war. Und dann kommt ihnen einer nahe und berührt sie. Sagt ihnen nicht: „Bitte Abstand halten!“, sondern ruft ihnen zu: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid!“ Wie muss das für sie gewesen sein? Was für eine Befreiung, was für ein Segen!

Ich hoffe, dass die uns auferlegte Distanz nicht all zulange andauern wird. Und ich freue mich darauf, Ihnen wieder die Hand zu reichen und zu umarmen. Bleiben Sie behütet und aus der Ferne gedrückt.

Ihr Pfarrer Dr. Sebastian Ziera​

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Worte für den Tag – 23. März 2020

„Denn der HERR, dein Gott, ist ein barmherziger Gott; er wird dich nicht verlassen noch verderben.“ (5. Mose 4,31a)

Vorgestern hat mein Patenkind seinen 8. Tauftag gefeiert – besuchen konnte ich ihn in diesen Tagen nicht, also habe ich ihm geschrieben. Mit den Worten an ihn möchte ich auch Sie an diesem Montag grüßen und ihnen eine gesegnete, hoffnungsvolle Woche wünschen:

„Heute ist Dein Tauftag – vielleicht ist es der außergewöhnlichste, den Du bisher erlebt hast: Die Schule ist zu, der Alltag ganz anders als sonst… Sicher weißt Du, dass gerade viele Menschen krank sind oder Angst davor haben, krank zu werden. Gerade in solchen Zeiten ist es gut, sich an die eigene Taufe zu erinnern. Sie sagt uns: Gott will immer Dein Bestes. Das gibt uns Mut, wenn andere Dinge uns Angst machen wollen. Gott ist immer für Dich da. Wir müssen uns nicht einsam fühlen, auch wenn wir Menschen, die wir liebhaben, eine Zeit lang nicht treffen können. Ich wünsche Dir, dass Du Gottes Liebe und Nähe in diesen Tagen ganz besonders spüren kannst und grüße Dich herzlich!“

Konstantin Enge

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Andacht am 22.März 2020 als Video.

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Worte für den Tag 21. März

Ab heute möchten wir Sie mit Gedanken zu Bibelworten in den Tag begleiten.

Der Herr spricht: Ich will Frieden geben in eurem Lande, dass ihr schlaft und euch niemand aufschrecke. Ich will die wilden Tiere aus eurem Lande wegschaffen, und kein Schwert soll durch euer Land gehen.“ 3.Mose 26,6

Wir sind im Krieg! Diese Worte höre ich oft. Der Feind, das Coronavirus, zieht mit dem Schwert durch unser Land. Menschen machen sich Sorgen um Gesundheit, wirtschaftlicher Existenz und um die Betreuung der Kinder. Der Alltag bricht ein, Neuland ist noch nicht in Sicht. Nein, es ist kein Krieg. Es ist die Zeit der Achtsamkeit. Am Abend 19:00 Uhr höre ich vom Nachbarhaus Musik.

Der Mond ist aufgegangen. In der 5. Strophe heißt es: Gott, lass uns dein Heil schauen, auf nichts Vergänglichs trauen, nicht Eitelkeit uns freuen; lass uns einfältig werden und vor dir hier auf Erden wie Kinder fromm und fröhlich sein.

Fenster gehen auf, wir hören zu, singen mit. Es wird applaudiert. So gehe ich in diesen Tag, mit der vertrauten Melodie im Ohr und der Bitte: Lass uns dein Heil schauen.

Der Herr spricht: Ich will Frieden geben in eurem Lande. Sein Friede ist unser Heilwerden.

Wir können mit unserem solidarischen Abstand Frieden geben und Heilung ermöglichen. Vielleicht wird das Solidargefühl nach der Krise stark bleiben. Das Siegergefühl! Was wäre das für eine Welt. Darum bittet uns Gott schon seit ewigen Zeiten.

In herzlicher Verbundenheit

Ihr Pfr. Martin Staemmler-Michael

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Andacht am 15.März 2020 als Video