Konzert „Bachkantaten im Herbst“

Nach einer gefühlten Ewigkeit öffnete die Taborkirche wieder ihre Pforten für ein Konzert. Die Resonanz, unter den derzeit geltenden Regularien, war gewaltig und beweist, dass der „Hunger“ auf Kultur ungebrochen ist. Die Taborkantorei und die Leipziger Bachvereinigung hatten diese Veranstaltung am 15. Oktober 2021 vorbereitet und die Solisten Sara Mengs (Sopran), Inga Jäger (Alt), Stephan Scherpe (Tenor) und Diogo Mendes (Bass) gewinnen können. Kantor Andreas Mitschke war es gelungen, die Orgel-Koryphäe Matthias Eisenberg in die Taborkirche zu „locken“. Eingeleitet wurde der Abend mit der Motette „Saule, Saule, quid me persequeris“ für Doppelchor a cappella, gefolgt von Johann Sebastian Bachs Kantate (BWV 49) „Ich geh und such mit Verlangen“, dem schloss sich Georg Friedrich Händels Konzert für Orgel und Orchester (HWV 306) an. Der beeindruckende Abschluss des ca. 1 ½-stündigen Herbstkonzerts war Bachs Kantate (BWV 5) „Wo soll ich fliehen hin“.  Mit herzlichem Applaus dankten die Anwesenden den Sängerinnen und Sängern sowie den Musikerinnen und Musikern für diesen Kunstgenuss allererster Güte nach langer Abstinenz und sie bedankten sich auch bei den Vertretern der Taborkirchgemeinde für diesen wunderschönen Abend.

Lothar Kurth (Foto&Text)

 

Konzert für Kinder

Den Heranwachsenden die Meisterwerke der klassischen Musik näherzubringen, war das Anliegen dieses ganz speziellen Konzerts, u.a. mit Werken von Bach und Händel.  Tabor-Kantor Andreas Mitschke bezog die Kinder feinfühlig und zielgerichtet in den Ablauf des rund einstündigen Nachmittagskonzerts am 15. Oktober 2021 mit ein. Seine erste Frage an die jungen Zuhörer war, ob jemand von ihnen schon ein Instrument spielt. Es meldeten sich einige, sogar ein Eleve auf dem Fagott. Nun bat er die Kinder, die Instrumente zu nennen, die sie im Orchester entdecken. Und die Sprösslinge der mit anwesenden Eltern und auch Großeltern zeigten erstaunliche Fachkenntnisse. Eines interessierte den Kantor aber noch: Was fehlt bei einem großen Orchester außerdem? Mehrere Pfiffige antworteten ihm, der Chor.  Sein Zwiegespräch mit den Kindern hatte der Kantor eingebettet in kurzen Musikdarbietungen. Darunter auch ein Duett mit der Sopranistin Sara Mengs und dem Bass Diogo Mendes. Hierbei ging es ihm darum, ob die Kinder die Handlung erkennen. Dies war natürlich schon schwieriger, aber Kantor Mitschke lenkte die Heranwachsenden mit einigen Erläuterungen auf die richtige Fährte, so dass sie die Hochzeitsvorbereitungen des Paares verstanden. Zum Schluss wollte der Kantor noch wissen, wer ihm ein Herbstlied nennen könne. „Bunt sind schon die Wälder“ machte das Rennen, und Organist Matthias Eisenberg brachte des bekannte Lied virtuos in mehreren Variationen dar.  Eine vielleicht nicht einmalige Veranstaltung, in deren Fokus nämlich ein Bildungsauftrag an zukünftige Generationen steht mit dem Wecken des Interesses an Musik generell und dem Bestreben selbst ein Instrument zu beherrschen oder in einem Chor mitzusingen.

Lothar Kurth (Foto&Text)

 

Wandertag nach Weida

Der Tag der Deutschen Einheit ist im Leben der Gemeinde ein besonderer Höhepunkt, denn es gibt ein Wiedersehen mit den Gemeindegliedern der Partnergemeinde aus Hannover. Leider war es 2020 infolge der Corona-Krise nicht möglich und in diesem Jahr fiel der Feiertag auf einen Sonntag und just dieses Mal wurde bei den Hannoveranern ein neuer Pfarrer feierlich in sein Amt eingeführt. Somit wurde umdisponiert und kein Ziel in der Harzregion ausgewählt, stattdessen ging es auf Empfehlung von Gemeindeglied Sven Zimmermann ins Thüringer Vogtland nach Weida und Familie Müller hatte die geplante Tour im Vorfeld schon einmal ausgiebig erkundet. Ca. 20 Gemeindeglieder, darunter der fünfjährige Amadeus, trafen sich am Sonntagmorgen vor dem Gemeindehaus und per PKW begann der Wandertag mit einer rund einstündigen Fahrt zum Parkplatz unterhalb der Osterburg. Nun ging es zu Fuß durch den herbstlichen Wald bei angenehmen Wanderwetter, nur die Sonne zeigte sich den ganzen Tag über nicht so recht. Über die Paulinenhöhe wurde der Sängerstein erreicht. Die Mitglieder des Chores erklommen die Höhe und brachten drei Lieder zu Gehör. Durch das Finstertal, entlang des Flüsschens Auma, erreichten wir die Aumühle und machten eine ausgiebige Rast. Danach war es nur noch ein kurzes Wegstück bis zur über 800 Jahre alten Osterburg, die bedeutendste Sehenswürdigkeit von Weida und dem Thüringer Vogtland. Der Burgturm ist 54 m hoch und in ihm war einst bis 1917 die Türmerwohnung. Natürlich wurde die nach oben immer schmaler werdende Wendeltreppe erklommen, um einen eindrucksvollen Ausblick auf die Kleinstadt zu genießen. In der Osterburg befindet sich auch ein Museum. Beeindruckend war die 360°-Film-Projektion, die die Geschichte des Vogtlandes und des Adelgeschlechts der Reußen darstellt. Von der Burg wanderten wir hinab zur Altstadt, vorbei an der Lohgerberei, einem technischen Schaudenkmal, überquerten den Fluss Weida und gelangten zur Stadtkirche St. Marien. Dort hieß uns Pfarrer Martin Schäfer willkommen. Er gab uns einen wissenswerten Einblick in die Historie des 1527 zur Kirche erhobenen Gotteshauses, das nur einen Dachreiter besitzt, keinen Turm und kein Geläut aufweisen kann, da es zuvor dem bescheidenen Bettelorden der Franziskaner gehörte. Ungewöhnlich ist, dass dem Hauptschiff der Kirche später das Seitenschiff hinzugefügt wurde. Die Inneneinrichtung datiert nach 1644. Bemerkenswert sind Kassettendecke und Orgel. Außergewöhnlich ist der Bilderzyklus, der gegenwärtig an den Emporen restauriert wird. Einmalig sind die Darstellungen der zum Gemeindeverband gehörenden Kirchen auf farbigem Pergamentpapier, eingearbeitet in schwarzem Karton als Kirchenfenster in der Apsis. Abschließend berichtete der Hausherr noch von der sogenannten Weidaer Flutbibel, die 1661 von einem Hochwasser mitgerissen, später am Wehr des Klosters Mildenfurth aufgefunden und in Gera restauriert wurde. Herzlich verabschiedeten wir uns von Pfarrer Schäfer mit einem Lied und einem Gebet. Gemeinsam steuerten wir vor der Rückfahrt den Viadukt Oschütztal in Weida an. Diese erste Pendelpfeilerbrücke Deutschlands ist 1884 fertiggestellt worden. Imposant sind die 28,5 m Höhe des Mittelteils, der die Straße überspannt. An dieser Stelle verabschiedeten wir uns voneinander und die Fahrgemeinschaften begaben sich nun individuell auf die Rückreise in die Heimat.

Lothar Kurth (Text: L.Kurth, Fotos: Th. Schuricht)

 

Tabor-Stammtisch über die Schulen in Kleinzschocher

Aufgrund der bekannten langen Zwangspause gab es am letzten Septembertag nun endlich wieder einen Stammtisch. Eingeladen wurde ins Gemeindehaus zum Thema „Schulen in Kleinzschocher“, zu dem Frau Sabine Otto und Herr Dr. Burkhard Otto referierten. Anschaulich erläuterten beide die Entwicklung des Schulwesens von der dörflichen Gemeinde über die Zeitepoche der Gründerjahre mit der Eingemeindung nach Leipzig 1891 bis in die Gegenwart. Besonders mit der Industrialisierung stieg der Bedarf nach der Errichtung von Schulgebäuden rasant an und die Bildungsstätten wurden ausführlich in Wort und Bild vorgestellt. Die Besucher des Abends, zumeist Einheimische, steuerten lebhaft viele Episoden aus eigener Erinnerung mit zahlreichen Details zu den Gebäuden und dem Schulalltag bei.  In der Diskussion wurden auch weitere heimatkundliche Aspekte angesprochen, die sich lohnen, genauer unter die Lupe genommen zu werden, z.B. die 280. Wiederkehr der ersten Aufführung der Bauernkantate am 30. August 1742 im kommenden Jahr. Herzlich bedankten sich die Besucher beim Ehepaar Otto für den interessanten „Schulausflug“, bei dem manche bzw. mancher durchaus Neues erfuhr.

Lothar Kurth (Foto & Text)

 

 

Erntedankgottesdienst

Es ist Tradition, dass mit Herbstbeginn auch in der Taborkirche das Erntedankfest würdig mit einem Gottesdienst inkl. Kantorei und Posaunenchor begangen wird. Für diesen, am letzten Septembersonntag, hatten erneut viele fleißige Hände den Altarraum mit zahlreichen Gaben wunderschön hergerichtet.

Ihnen und den Spendern sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön entboten. Wie in all den Jahren zuvor, werden die Gaben zu Erntedank an bedürftige Mitmenschen in unserer Gesellschaft weitergereicht, welche diese Geste der Barmherzigkeit und Nächstenliebe mit Dankbarkeit zu würdigen wissen.

Lothar Kurth (Text: L.Kurth – Foto: D.Schlegel)

 

Jahreshauptversammlung des Fördervereins

Die Mitglieder des 2010 gegründeten Vereins zur Förderung und Erhaltung der Taborkirche waren zur Hauptversammlung 2021 eingeladen. Das sommerliche Wetter in den Abendstunden des 22. Juli nutzend, nahmen die Mitglieder im Pfarrgarten der Taborkirche Platz. Der Vorsitzende, Herr Kirchhof begrüßte alle zu dieser Sitzung und zog Bilanz zu den Aktivitäten in den vergangenen zwölf Monaten. Besonders die Zuwegung entlang der Kirche zum Haupteingang und die Rollstuhlzufahrt zum Mitteltor fand bei den Seniorinnen und Senioren der Gemeinde und bei Besuchern wohlwollenden Anklang. Die Mittelfront zwischen den Türmen wurde saniert einschließlich der Bekrönung des imposanten Mittelportals und eines Turmfensters. Oftmals sind auch ungeplante Sofortmaßnahmen erforderlich, wie die Instandsetzung des gerissenen Glockenjochs.Herr Bartsch gab einen ausführlichen und umfassenden Überblick zu den finanztechnischen Belangen der Arbeit des Fördervereins für das laufende Geschäftsjahr und erinnerte daran, dass die Herrichtung der drei Altarfenster in der Apsis 2011 das erste realisierte Projekt mit Unterstützung des Fördervereins war, der noch anspruchsvollere folgten, u.a. die Sanierung von Haupt- und Seitenschiffen sowie des Ostturms.

Lothar Kurth (Text & Bild)

 

Festgottesdienst zu 30 Jahre Ökumenische Sozialstation Leipzig e.V.

In der Taborkirche feierten rund 120 Personen, unter ihnen Superintendent Feydt, zahlreiche Mitarbeitende, Gäste und Gemeindeglieder die 30. Wiederkehr der Gründung der Ökumenischen Sozialstation Leipzig am Nachmittag des 11. Juli 2021 im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes mit ausgezeichneter, anspruchsvoller musikalischer Umrahmung. Herzlich begrüßte der Geschäftsführer, Herr Waßermann und Superintendent Feydt die Anwesenden. Pfarrerin Langner-Stephan und Pfarrer Glombitza von der katholischen Pfarrei Philipp Neri in Leipzig-Lindenau (Liebfrauengemeinde) gestalteten den Gottesdienst als Vertreter der beteiligten Kirchgemeinden. In ihrer Predigt spannte Pfarrerin Langner-Stephan den Bogen von der Antike und dem Gemeinwesen in der Halbmillionenstadt Antiochia, in der Barmherzigkeit genauso praktiziert wurde wie in der Gegenwart. Dabei unterstützten sie zwei Mitarbeitende, welche lebendige Eindrücke aus der tagtäglichen Arbeit der Ökumenischen Sozialstation schilderten. Danach erinnerte Herr Kirchhof in seinen Worten zur Geschichte der Ökumenischen Sozialstation daran, dass die Gründung zum 1. April 1991 durch die drei evangelischen Kirchgemeinden Heiland, Philippus und Tabor sowie durch die katholische Liebfrauengemeinde erfolgte, um die vormalige Tätigkeit der Gemeindeschwestern fortführen zu können. Zu den Angeboten des gemeinnützigen Vereins zählen die Häusliche Kranken- und Altenpflege, eine Kurzzeitpflegestation, eine Begegnungsstätte mit Offenem Seniorentreff und die Betreuungsleistungen in einem Betreuten Wohnen. Sichtlich beeindruckt von dem Geschilderten entbot Superintendent Feydt sein Grußwort, in dem er die christliche und soziale Komponente des Agieren hervorhob und den beteiligten Kirchgemeinden für die nun drei Jahrzehnte währende Unterstützung der Sozialstation dankte. Zum Abschluss des Gottesdienstes wandte sich Herr Kirchhof an alle Mitarbeitenden der Ökumenischen Sozialstation und bedankte sich für das Geleistete in all den Jahren. Ebenso an Pfarrerin Langner-Stephan und Pfarrer Glombitza für die würdige Gestaltung des Festgottesdienstes, an den Superintendenten Feydt für seine wohlwollende Grußbotschaft sowie an das wunderbare Ensemble TonART Leipzig, an Herrn Haupt für seinen großartigen Gesang und an den virtuosen Organisten Herrn Stadler. Am Ausgang erhielt jeder Besucher eine gelungene Überraschung in Form eines Autogrammbriefes „Danke für den gemeinsamen Weg“ mit den Autogrammen der Mitarbeitenden nebst einer Kerze überreicht. Auf dem Kirchvorplatz wurden ein kleiner Imbiss und Getränke gereicht und es gab anregende Gespräche zwischen den Teilnehmern am festlichen Gottesdienst.

Lothar Kurth (Text und Bild)

 

Andacht und Johannisfest

Alljährlich findet am Johannistag, dem 24. Juni um 17 Uhr, die Johannisandacht auf dem Friedhof in Kleinzschocher am westlichen Ende der Schwartzestraße statt. Nachdem dieses traditionelle Ereignis im Leben der Taborkirchgemeinde 2020 ausfallen musste, konnte die Andacht durch Pfarrerin Langner-Stephan wieder, unter Einhaltung der bekannten Regularien, abgehalten werden. Unterstützt wurde sie vom Posaunenchor bei den Liedern, zu denen auch wieder mitgesungen werden durfte. Eine Stunde darauf, ab 18 Uhr am östlichen Ende der Schwartzestraße an der Taborkirche, feierten rund 60 große und kleine Gemeindeglieder sowie Besucher im Pfarrgarten gemeinsam das Johannisfest bei Bratwurst und Getränken. Viele sahen sich seit Monaten der Abstinenz zum ersten Mal wieder und hatten sich natürlich einiges zu erzählen. Auch der Posaunenchor, der wieder aufspielte, hatte erst einmal zuvor geprobt. Ebenso die Mitglieder des Chores, die ihre Stimmen erschallen ließen. Die angekündigte Besteigung des Kirchturmes mit dem neu gestalteten Turmzimmer als Höhepunkt des Beisammenseins ließen sich viele nicht entgehen.

Lothar Kurth  (Text und Bild)

 

Neues und Altes

wir haben eine neue Glockenläutanlage bekommen, in diesem Zusammenhang wurde auch in der Kirche die alte Schaltanlage, einschließlich elektrische Sicherungen erneuert. Der alte große Holzschrank und die Grundplatte wurde demontiert. Neben vielen Bohr- und Stemmlöcher kann man nun an dieser Stelle auch noch die originale farbliche Wandgestaltung deutlich sehen. Daran kann man gut erkennen, dass sich die damaligen Bauherren bei der Ausgestaltung der Taborkirche auch für die Nebenräume Mühe gaben. Bevor die Löcher verspachtelt und alles übertüncht wird, können Sie sich bei einem Gottesdienst oder „Offene Kirche“ diese kleine Baustelle anschauen. Einfach fragen.

Reinhard Bartsch (Text) + Lothar Kurth (Bilder)

 

 

Baumpatenschaft für eine Robinie

Die Taborkirchgemeinde übernahm im Rahmen der Aktion der Stadt Leipzig „Für eine baumstarke Stadt“ die Patenschaft für eine Robinie auf dem Schwartzeplatz in Kleinzschocher. Ausgangspunkt war die Überlegung im Kirchenvorstand Anfang 2021 zum Jahrestag des Lockdowns einen Gottesdienst für Verstorbene und Trauernde sowie für Betroffene in Not, Einsamkeit und Enttäuschung zu gestalten, der schließlich am 13. März unter dem Leitspruch „Klagezeit – aber dein Licht scheint in der Nacht“ unter Mitwirkung betroffener Personen und deren ergreifenden Berichten stattfand.

Um an diese außergewöhnliche zeitgeschichtliche Epoche in Zukunft zu erinnern, pflanzte die Taborkirchgemeinde diesen Baum auf dem Schwartzeplatz mit der Inschrift auf dem Widmungsschild

„In der Hoffnung lebt Zuversicht auf ein Morgen“ – Ev.-Luth. Taborgemeinde und ihre Schwestern im Corona-Jahr 2021.

Lothar Kurth (Text) + Hartmut Kirchhof (Bild)

 

Radwanderung durch Leipzigs Grün

Nun hat es doch noch mit der Spritztour 2021 des Mittleren Kreises von Tabor geklappt, nachdem die Radwanderung im Jahr zuvor ausfallen musste. Ausgangspunkt war am 12. Juni, 18 Uhr die Handschwengelpumpe an der Taborkirche und Routenorganisator Sven Zimmermann, welcher wieder eine interessante Wegstrecke zusammengestellt hatte, setzte sich an die Spitze der Radler.  Von der Kirche ging es hinab in den Volkspark Kleinzschocher. Entlang des Elsterflutbetts passierten wir das Leipziger Eck (Zusammenfluss von Weißer Elster und Pleiße), die Galopprennbahn, das Palmengartenwehr, die Spielstätte der RB-Fußballer, das Wahrzeichen von Wahren, den Viadukt, den Auensee, durchfuhren das Leutzscher Holz mit dem Flurstück Wilder Mann, unterquerten die Bahnlinie und erreichten nach ca. 12 km gegen 19 Uhr die Kleingartenanlage des Gartenvereins „Leutzscher Aue“ neben dem Reiterhof. Auf dem idyllisch gelegenen Freisitz nahmen die 14 Kreismitglieder an den beiden reservierten Tischen Platz und genossen das abendliche Flair an diesem Frühsommertag. Bei anregenden Gesprächen um die verschiedensten Themen wurden alsbald die Getränke serviert und kurze Zeit darauf folgten die stärkenden Gerichte von der beachtlich umfangreichen Speisekarte. Die Freude über die doch noch mögliche Zusammenkunft war allen anzumerken. Im Nu war der Abend fortgeschritten und allmählich nach 21 Uhr setzte die Dämmerung ein, so dass die wohltuend herzlichen Atmosphäre nun ihren Schlusspunkt erfahren musste, denn der Heimweg war noch zu bewältigten. Durch den Wald, ging es in Richtung Alt-Lindenau, weiter über Plagwitz, wo sich die ersten verabschiedeten, zurück nach Kleinzschocher. Rund 20 km Wegstrecke werden somit zusammengekommen sein.

 Lothar Kurth (Text und Bild)

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Frühjahrs-Arbeitseinsatz

Nachdem 2020 ein Stabmattenzaun an der östlichen Flanke des Kirchvorplatzes zum Kantatenweg von Gemeindegliedern gesetzt wurde, erhielt das Areal davor die erste optische Aufwertung im Rahmen des Arbeitseinsatzes., zu dem sich wieder zahlreiche tatkräftige Helfer an diesem etwas kühlen und regnerischen Sonnabend einfanden.

Parallel vor dem Zaun kamen Setzlinge der Blutbuche auf knapp 20 m Länge im gleichmäßigen Abstand von 25 cm zueinander in die Erde. Währenddessen wurde der schmale Streifen hinter dem Zaun mit Erde angedeckt und Grassamen eingewalzt. Nun kann Petrus in Aktion treten.

Auf dem Areal zwischen Zaun und Bordsteinkante zum Kirchvorplatz verteilten die Ehrenamtlichen noch den dort auf mehrere Haufen gesetzten Erdstoff bzw. Mutterboden vollflächig. Demnächst wird auf dieser Fläche ebenfalls noch Grassamen ausgebracht.

Nach knapp drei Stunden waren die geplanten Aufgaben realisiert, man tauschte sich noch vor der Kirche aus und debattierte über die nächsten Vorhaben.

Lothar Kurth (Text und Bild)

 

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Gedenkgottesdienst in der Taborkirche

13.03.2021 - GedenkgottesdienstIm Kirchenvorstand der Gemeinde nahm zu Beginn des Jahres der Gedanke Gestalt an, zum Jahrestag des Lockdowns einen Gottesdienst für Verstorbene und Trauernde der Corona-Pandemie für die Region im Südwesten Leipzigs unter der Federführung von Pfarrer Michael Staemmler-Michael und Kirchvorsteher Hartmut Kirchhof zu organisieren.

Unter dem Motto „Klagezeit – aber dein Licht scheint in der Nacht“ wurde am 13. März 2021 der Verstorbenen, der Trauernden, der Menschen in Not und Sorge, in Einsamkeit und Enttäuschung gedacht und für sie sowie mit ihnen gebetet.

In musikalischer Umrahmung durch Annabell Kuhn (Violoncello), Christian Härtig (Gesang) und KMD Stephan P. Audersch (Orgel) berührten und beeindruckten die Erfahrungen aus dem 13.03.2021 - GedenkgottesdienstAlltag, die von Heike Grümmer, Michaela Heinze Frank, Manuela Kaltenborn, Sven Tanzer, Prof. Klaus Kruczynski sowie den Kindern Edda und Inga in bewegenden, nachdenklichen Worten vorgetragen wurden und in ein Fürbittgebet mündeten.

Zum Abschluss des Gedenkgottesdienstes entzündeten die Besucher ihre Kerzen im Altarraum in stellten diese in bereitgestellte Sandschalen verbunden mit einem stillen Gebet.

 Lothar Kurth (Text und Bild)

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Kirchweihfest + Gemeindeversammlung

14.03.2021 - Information Gemeinde

In seiner Predigt beim Gottesdienst zu Lätare am 14. März erinnerte Pfarrer Dr. Ziera daran, dass genau vor 117 Jahren plus einem Tag das Gotteshaus mit seinem prägnanten Namen feierlich eingeweiht wurde.

Leider fand das Kirchweihfest aus bekannten Gründen 2021 in sehr bescheidenem Rahmen statt. Auch die Gemeindeversammlung musste um zwei Monate verschoben werden und konnte nur in der Kirche abgehalten werden.

Nach dem Gottesdienst informierten Pfarrer Dr. Ziera und Herr Kirchhof die Gemeindeglieder über das Geschehen in den letzten 12 Monaten und gaben einen Ausblick in die Zukunft, u.a. wurden das „Projekt-Raum-Kirche“ vorgestellt, der Stadtentwicklungsplan mit der Kindertagesstätte in Nachbarschaft zur Kirche erläutert sowie die geplante Rekonstruktion der EG-Wohnung im Alten Pfarrhaus angesprochen.

14.03.2021 - Erklärung Kirchenportal durch Herrn DinterZum Schluss der Versammlung hatte sich Herr Dinter bereiterklärt, auf Einzelheiten am imposanten und renovierten Hauptportal mit seinen Tierkreiszeichen näher einzugehen. Spannend beschrieb er den Detailreichtum, den unsere Taborkirche beinhaltet und dass sich unsere Vorfahren bereits bei der Planung tiefgreifende Gedanken zur Symbolik von Skulpturen, Tierplastiken, Kapitellen, den Fischen auf den Bodenfliesen etc. gemacht haben müssen. Auch Rittergutsbesitzer Freiherr von Tauchnitz nahm Einfluss auf die Gestaltung des neuen Gotteshauses.

Lothar Kurth (Text und Bild)