Jahreshauptversammlung des Fördervereins

Die Mitglieder des 2010 gegründeten Vereins zur Förderung und Erhaltung der Taborkirche waren zur Hauptversammlung 2021 eingeladen. Das sommerliche Wetter in den Abendstunden des 22. Juli nutzend, nahmen die Mitglieder im Pfarrgarten der Taborkirche Platz. Der Vorsitzende, Herr Kirchhof begrüßte alle zu dieser Sitzung und zog Bilanz zu den Aktivitäten in den vergangenen zwölf Monaten. Besonders die Zuwegung entlang der Kirche zum Haupteingang und die Rollstuhlzufahrt zum Mitteltor fand bei den Seniorinnen und Senioren der Gemeinde und bei Besuchern wohlwollenden Anklang. Die Mittelfront zwischen den Türmen wurde saniert einschließlich der Bekrönung des imposanten Mittelportals und eines Turmfensters. Oftmals sind auch ungeplante Sofortmaßnahmen erforderlich, wie die Instandsetzung des gerissenen Glockenjochs.Herr Bartsch gab einen ausführlichen und umfassenden Überblick zu den finanztechnischen Belangen der Arbeit des Fördervereins für das laufende Geschäftsjahr und erinnerte daran, dass die Herrichtung der drei Altarfenster in der Apsis 2011 das erste realisierte Projekt mit Unterstützung des Fördervereins war, der noch anspruchsvollere folgten, u.a. die Sanierung von Haupt- und Seitenschiffen sowie des Ostturms.

Lothar Kurth (Text & Bild)

 

Festgottesdienst zu 30 Jahre Ökumenische Sozialstation Leipzig e.V.

In der Taborkirche feierten rund 120 Personen, unter ihnen Superintendent Feydt, zahlreiche Mitarbeitende, Gäste und Gemeindeglieder die 30. Wiederkehr der Gründung der Ökumenischen Sozialstation Leipzig am Nachmittag des 11. Juli 2021 im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes mit ausgezeichneter, anspruchsvoller musikalischer Umrahmung. Herzlich begrüßte der Geschäftsführer, Herr Waßermann und Superintendent Feydt die Anwesenden. Pfarrerin Langner-Stephan und Pfarrer Glombitza von der katholischen Pfarrei Philipp Neri in Leipzig-Lindenau (Liebfrauengemeinde) gestalteten den Gottesdienst als Vertreter der beteiligten Kirchgemeinden. In ihrer Predigt spannte Pfarrerin Langner-Stephan den Bogen von der Antike und dem Gemeinwesen in der Halbmillionenstadt Antiochia, in der Barmherzigkeit genauso praktiziert wurde wie in der Gegenwart. Dabei unterstützten sie zwei Mitarbeitende, welche lebendige Eindrücke aus der tagtäglichen Arbeit der Ökumenischen Sozialstation schilderten. Danach erinnerte Herr Kirchhof in seinen Worten zur Geschichte der Ökumenischen Sozialstation daran, dass die Gründung zum 1. April 1991 durch die drei evangelischen Kirchgemeinden Heiland, Philippus und Tabor sowie durch die katholische Liebfrauengemeinde erfolgte, um die vormalige Tätigkeit der Gemeindeschwestern fortführen zu können. Zu den Angeboten des gemeinnützigen Vereins zählen die Häusliche Kranken- und Altenpflege, eine Kurzzeitpflegestation, eine Begegnungsstätte mit Offenem Seniorentreff und die Betreuungsleistungen in einem Betreuten Wohnen. Sichtlich beeindruckt von dem Geschilderten entbot Superintendent Feydt sein Grußwort, in dem er die christliche und soziale Komponente des Agieren hervorhob und den beteiligten Kirchgemeinden für die nun drei Jahrzehnte währende Unterstützung der Sozialstation dankte. Zum Abschluss des Gottesdienstes wandte sich Herr Kirchhof an alle Mitarbeitenden der Ökumenischen Sozialstation und bedankte sich für das Geleistete in all den Jahren. Ebenso an Pfarrerin Langner-Stephan und Pfarrer Glombitza für die würdige Gestaltung des Festgottesdienstes, an den Superintendenten Feydt für seine wohlwollende Grußbotschaft sowie an das wunderbare Ensemble TonART Leipzig, an Herrn Haupt für seinen großartigen Gesang und an den virtuosen Organisten Herrn Stadler. Am Ausgang erhielt jeder Besucher eine gelungene Überraschung in Form eines Autogrammbriefes „Danke für den gemeinsamen Weg“ mit den Autogrammen der Mitarbeitenden nebst einer Kerze überreicht. Auf dem Kirchvorplatz wurden ein kleiner Imbiss und Getränke gereicht und es gab anregende Gespräche zwischen den Teilnehmern am festlichen Gottesdienst.

Lothar Kurth (Text und Bild)

 

Andacht und Johannisfest

Alljährlich findet am Johannistag, dem 24. Juni um 17 Uhr, die Johannisandacht auf dem Friedhof in Kleinzschocher am westlichen Ende der Schwartzestraße statt. Nachdem dieses traditionelle Ereignis im Leben der Taborkirchgemeinde 2020 ausfallen musste, konnte die Andacht durch Pfarrerin Langner-Stephan wieder, unter Einhaltung der bekannten Regularien, abgehalten werden. Unterstützt wurde sie vom Posaunenchor bei den Liedern, zu denen auch wieder mitgesungen werden durfte. Eine Stunde darauf, ab 18 Uhr am östlichen Ende der Schwartzestraße an der Taborkirche, feierten rund 60 große und kleine Gemeindeglieder sowie Besucher im Pfarrgarten gemeinsam das Johannisfest bei Bratwurst und Getränken. Viele sahen sich seit Monaten der Abstinenz zum ersten Mal wieder und hatten sich natürlich einiges zu erzählen. Auch der Posaunenchor, der wieder aufspielte, hatte erst einmal zuvor geprobt. Ebenso die Mitglieder des Chores, die ihre Stimmen erschallen ließen. Die angekündigte Besteigung des Kirchturmes mit dem neu gestalteten Turmzimmer als Höhepunkt des Beisammenseins ließen sich viele nicht entgehen.

Lothar Kurth  (Text und Bild)

 

Neues und Altes

wir haben eine neue Glockenläutanlage bekommen, in diesem Zusammenhang wurde auch in der Kirche die alte Schaltanlage, einschließlich elektrische Sicherungen erneuert. Der alte große Holzschrank und die Grundplatte wurde demontiert. Neben vielen Bohr- und Stemmlöcher kann man nun an dieser Stelle auch noch die originale farbliche Wandgestaltung deutlich sehen. Daran kann man gut erkennen, dass sich die damaligen Bauherren bei der Ausgestaltung der Taborkirche auch für die Nebenräume Mühe gaben. Bevor die Löcher verspachtelt und alles übertüncht wird, können Sie sich bei einem Gottesdienst oder „Offene Kirche“ diese kleine Baustelle anschauen. Einfach fragen.

Reinhard Bartsch (Text) + Lothar Kurth (Bilder)

 

 

Baumpatenschaft für eine Robinie

Die Taborkirchgemeinde übernahm im Rahmen der Aktion der Stadt Leipzig „Für eine baumstarke Stadt“ die Patenschaft für eine Robinie auf dem Schwartzeplatz in Kleinzschocher. Ausgangspunkt war die Überlegung im Kirchenvorstand Anfang 2021 zum Jahrestag des Lockdowns einen Gottesdienst für Verstorbene und Trauernde sowie für Betroffene in Not, Einsamkeit und Enttäuschung zu gestalten, der schließlich am 13. März unter dem Leitspruch „Klagezeit – aber dein Licht scheint in der Nacht“ unter Mitwirkung betroffener Personen und deren ergreifenden Berichten stattfand.

Um an diese außergewöhnliche zeitgeschichtliche Epoche in Zukunft zu erinnern, pflanzte die Taborkirchgemeinde diesen Baum auf dem Schwartzeplatz mit der Inschrift auf dem Widmungsschild

„In der Hoffnung lebt Zuversicht auf ein Morgen“ – Ev.-Luth. Taborgemeinde und ihre Schwestern im Corona-Jahr 2021.

Lothar Kurth (Text) + Hartmut Kirchhof (Bild)

 

Radwanderung durch Leipzigs Grün

Nun hat es doch noch mit der Spritztour 2021 des Mittleren Kreises von Tabor geklappt, nachdem die Radwanderung im Jahr zuvor ausfallen musste. Ausgangspunkt war am 12. Juni, 18 Uhr die Handschwengelpumpe an der Taborkirche und Routenorganisator Sven Zimmermann, welcher wieder eine interessante Wegstrecke zusammengestellt hatte, setzte sich an die Spitze der Radler.  Von der Kirche ging es hinab in den Volkspark Kleinzschocher. Entlang des Elsterflutbetts passierten wir das Leipziger Eck (Zusammenfluss von Weißer Elster und Pleiße), die Galopprennbahn, das Palmengartenwehr, die Spielstätte der RB-Fußballer, das Wahrzeichen von Wahren, den Viadukt, den Auensee, durchfuhren das Leutzscher Holz mit dem Flurstück Wilder Mann, unterquerten die Bahnlinie und erreichten nach ca. 12 km gegen 19 Uhr die Kleingartenanlage des Gartenvereins „Leutzscher Aue“ neben dem Reiterhof. Auf dem idyllisch gelegenen Freisitz nahmen die 14 Kreismitglieder an den beiden reservierten Tischen Platz und genossen das abendliche Flair an diesem Frühsommertag. Bei anregenden Gesprächen um die verschiedensten Themen wurden alsbald die Getränke serviert und kurze Zeit darauf folgten die stärkenden Gerichte von der beachtlich umfangreichen Speisekarte. Die Freude über die doch noch mögliche Zusammenkunft war allen anzumerken. Im Nu war der Abend fortgeschritten und allmählich nach 21 Uhr setzte die Dämmerung ein, so dass die wohltuend herzlichen Atmosphäre nun ihren Schlusspunkt erfahren musste, denn der Heimweg war noch zu bewältigten. Durch den Wald, ging es in Richtung Alt-Lindenau, weiter über Plagwitz, wo sich die ersten verabschiedeten, zurück nach Kleinzschocher. Rund 20 km Wegstrecke werden somit zusammengekommen sein.

 Lothar Kurth (Text und Bild)

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Frühjahrs-Arbeitseinsatz

Nachdem 2020 ein Stabmattenzaun an der östlichen Flanke des Kirchvorplatzes zum Kantatenweg von Gemeindegliedern gesetzt wurde, erhielt das Areal davor die erste optische Aufwertung im Rahmen des Arbeitseinsatzes., zu dem sich wieder zahlreiche tatkräftige Helfer an diesem etwas kühlen und regnerischen Sonnabend einfanden.

Parallel vor dem Zaun kamen Setzlinge der Blutbuche auf knapp 20 m Länge im gleichmäßigen Abstand von 25 cm zueinander in die Erde. Währenddessen wurde der schmale Streifen hinter dem Zaun mit Erde angedeckt und Grassamen eingewalzt. Nun kann Petrus in Aktion treten.

Auf dem Areal zwischen Zaun und Bordsteinkante zum Kirchvorplatz verteilten die Ehrenamtlichen noch den dort auf mehrere Haufen gesetzten Erdstoff bzw. Mutterboden vollflächig. Demnächst wird auf dieser Fläche ebenfalls noch Grassamen ausgebracht.

Nach knapp drei Stunden waren die geplanten Aufgaben realisiert, man tauschte sich noch vor der Kirche aus und debattierte über die nächsten Vorhaben.

Lothar Kurth (Text und Bild)

 

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Gedenkgottesdienst in der Taborkirche

13.03.2021 - GedenkgottesdienstIm Kirchenvorstand der Gemeinde nahm zu Beginn des Jahres der Gedanke Gestalt an, zum Jahrestag des Lockdowns einen Gottesdienst für Verstorbene und Trauernde der Corona-Pandemie für die Region im Südwesten Leipzigs unter der Federführung von Pfarrer Michael Staemmler-Michael und Kirchvorsteher Hartmut Kirchhof zu organisieren.

Unter dem Motto „Klagezeit – aber dein Licht scheint in der Nacht“ wurde am 13. März 2021 der Verstorbenen, der Trauernden, der Menschen in Not und Sorge, in Einsamkeit und Enttäuschung gedacht und für sie sowie mit ihnen gebetet.

In musikalischer Umrahmung durch Annabell Kuhn (Violoncello), Christian Härtig (Gesang) und KMD Stephan P. Audersch (Orgel) berührten und beeindruckten die Erfahrungen aus dem 13.03.2021 - GedenkgottesdienstAlltag, die von Heike Grümmer, Michaela Heinze Frank, Manuela Kaltenborn, Sven Tanzer, Prof. Klaus Kruczynski sowie den Kindern Edda und Inga in bewegenden, nachdenklichen Worten vorgetragen wurden und in ein Fürbittgebet mündeten.

Zum Abschluss des Gedenkgottesdienstes entzündeten die Besucher ihre Kerzen im Altarraum in stellten diese in bereitgestellte Sandschalen verbunden mit einem stillen Gebet.

 Lothar Kurth (Text und Bild)

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Kirchweihfest + Gemeindeversammlung

14.03.2021 - Information Gemeinde

In seiner Predigt beim Gottesdienst zu Lätare am 14. März erinnerte Pfarrer Dr. Ziera daran, dass genau vor 117 Jahren plus einem Tag das Gotteshaus mit seinem prägnanten Namen feierlich eingeweiht wurde.

Leider fand das Kirchweihfest aus bekannten Gründen 2021 in sehr bescheidenem Rahmen statt. Auch die Gemeindeversammlung musste um zwei Monate verschoben werden und konnte nur in der Kirche abgehalten werden.

Nach dem Gottesdienst informierten Pfarrer Dr. Ziera und Herr Kirchhof die Gemeindeglieder über das Geschehen in den letzten 12 Monaten und gaben einen Ausblick in die Zukunft, u.a. wurden das „Projekt-Raum-Kirche“ vorgestellt, der Stadtentwicklungsplan mit der Kindertagesstätte in Nachbarschaft zur Kirche erläutert sowie die geplante Rekonstruktion der EG-Wohnung im Alten Pfarrhaus angesprochen.

14.03.2021 - Erklärung Kirchenportal durch Herrn DinterZum Schluss der Versammlung hatte sich Herr Dinter bereiterklärt, auf Einzelheiten am imposanten und renovierten Hauptportal mit seinen Tierkreiszeichen näher einzugehen. Spannend beschrieb er den Detailreichtum, den unsere Taborkirche beinhaltet und dass sich unsere Vorfahren bereits bei der Planung tiefgreifende Gedanken zur Symbolik von Skulpturen, Tierplastiken, Kapitellen, den Fischen auf den Bodenfliesen etc. gemacht haben müssen. Auch Rittergutsbesitzer Freiherr von Tauchnitz nahm Einfluss auf die Gestaltung des neuen Gotteshauses.

Lothar Kurth (Text und Bild)