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Buchvorstellung zum Tabor-Stammtisch

Auf den Aushängen, die den nächsten Stammtisch ankündigten, war die Präsentation einer Publikation mit dem Autor vorgesehen. Und dieser Stammtisch am 29. Oktober, dem leider nur ca. 15 Literaturfreunde beiwohnten, offenbarte sich als brillante „Lehrstunde“. Der Titel des 2019 erschienenen Buches „Nähe und Gemeinsinn; Plädoyer für eine Ökonomie der Liebe“ war anfangs für die meisten der Besucher noch ein großes Geheimnis. Der Autor, Prof. Dr. Rüdiger Ulrich, von der HTWK Leipzig, Fakultät Wirtschaftswissenschaft und Wirtschaftsingenieurwesen , „entführte“ die Zuhörer auf beeindruckende Weise in die Wirkungsmechanismen der weltweiten Ökonomie. Eindrücklich und auch sehr anschaulich beschrieb er, dass globalisierte Wertschöpfungsprozesse genau genommen keine Werte schaffen, sondern diese vernichten inklusive unserer zwischenmenschlichen Beziehungen und im Umgang mit der Natur.

Der Referent betonte eindringlich, dass nicht nur die kommunistische Mangelwirtschaft scheiterte, auch die kapitalistische Überflusswirtschaft stößt an ihre Grenzen. Eine Besinnung auf Wertschätzung, Nähe und Gemeinsinn, in der der Mensch und die Umwelt an Bedeutung gewinnt, anstelle von Egoismus, Ausbeutung und Vereinsamung, ist in Zukunft vonnöten, indem wir und nachfolgende Generationen selbst aktiv werden und besonders regionale und kooperative Strukturen wiederherstellen.

Nachdenklich über das gerade Vernommene, verließ so mancher den Gemeindesaal an diesem Abend. Ein aufrüttelndes Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte.

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Lichtbildervortrag „Prag“

Unter dem Motto „Ein Wiedersehen mit Prag“ nahm Prof. Dr. Klaus Kruczynski die rund 30 Besucher dieser Benefizveranstaltung zum Erhalt der Taborkirche am 23. Oktober im Gemeindesaal mit auf die Reise, die er 2019 unternahm, in zahlreichen eindrucksvollen Aufnahmen. Da die tschechische Metropole von Leipzig nicht allzu weit entfernt ist, nutzte der Reiselustige die günstige Bahnverbindung für seinen mehrtägigen Aufenthalt in der „Goldenen Stadt“. Eingangs seines Vortrags gab er wieder einen kurzen Abriss geschichtlicher Daten zu Prag und eine Übersicht zu den geplanten täglichen Ausflügen in der Stadt an der Moldau. Prag besitzt eine schier endlose Anzahl an Sehenswürdigkeiten, so dass man sich bei nur einigen Tagen, die zur Verfügung stehen, auf bestimmte konzentrieren muss. Weithin sichtbar thront über der Moldau der imposante Komplex der Prager Burg u.a. mit dem St.-Veits-Dom, der Georgsbasilika, dem Königspalast und dem Goldenen Gässchen. Diesen und die Kleinseite erreicht man über die weltberühmte Karlsbrücke. Karl IV. betraute 1357 den Architekten Peter Parler mit der Errichtung. Die Brücke säumen dreißig in einer Doppelreihe aufgestellte Statuen und Statuengruppen.  Weitere Streifzüge unternahm Prof. Dr. Kruczynski in der Alt- und Neustadt mit der Teynkirche, dem Altstädter Rathaus mit der faszinierenden astronomischen Uhr sowie dem Wenzelsplatz. Ein Abstecher galt auch der Brauerei „U Fleku“. Nach rund 1½ Stunden endete die optische Reise und die Besucher bedankten sich bei Prof. Dr. Kruczynski mit Beifall und gaben bereitwillig einen Obolus für die Erhaltung des Gotteshauses.

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Seniorennachmittag für alle ab 70 Jahre

Endlich nach vielen Monaten war die Möglichkeit gegeben, dass sich die Gemeindeglieder der Taborkirchgemeinde jenseits des 70. Geburtstages zu einem geselligen Nachmittag im Gemeindesaal treffen konnten. Knapp 20 Seniorinnen und Senioren waren der herzlichen Einladung am 17. Oktober gefolgt und es wurde ein kurzweiliges und recht lehrreiches Beisammensein, obwohl aufgrund der Situation dieses Mal nicht gesungen werden konnte. Pfarrer Dr. Ziera stellte den Nachmittag mittels einer kleinen Lichtbildervorführung unter den Leitspruch „Die Geschichte der Kartographie. Die Entstehung der Karten“ mit der Frage „Woher wissen wir, wohin wir gehen ?!“. Anhand von zwei Publikationen mit Abbildungen von Darstellungen der jeweils bekannten Welt seit mehr als zwei Jahrtausenden erläuterte er die Sichtweise der Menschen in den jeweiligen Epochen auf ihren Kontinenten. Diese Betrachtungen verfolgten die Betagten mit Spannung und so mancher wird sich an seine Schulzeit erinnert haben. Zur geistigen „Nahrung“ gab es wie üblich auch die Stärkung für das allgemeine Wohlbefinden mit Kaffee, Kuchen und netten Gesprächen an den Tischen. Mit einem gemeinsamen Gebet endete das Beisammensein mit der einsetzenden Dämmerung.

 

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Konzert des „Ensemble Felix“

Nach einer lagen Vakanz von Konzerten 2020 auch in der Taborkirche gastierte das a-Kapella-Quartett „Ensemble Felix“ am 18. Oktober im Gotteshaus. Rund 40 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung zu einem beeindruckenden, rund 60-minütigen Konzert, dass passend zur gegenwärtigen Zeit, unter dem Motto „Zuversicht“ steht. Das Programm unterteilte sich in die Sequenzen „Glaube, Liebe und Zuversicht“. Die vier Sänger, Jakob Döring (Tenor), Tommy Schab (Bariton), Andreas Conrad (Bass) und Martin Schmidt (Tenor) leiteten ihre Darbietungen mit „Danket dem Herrn!“ von Bernhard Klein ein. Ihr Repertoire umfasst Vokalmusik verschiedener Epochen mit Schwerpunktwerken aus der Zeit der Renaissance und des 20. Jahrhunderts. Fasziniert lauschten die Zuhörer den jungen Herren mit ihren phantastischen, glasklaren Stimmen und ihrem musikalischen Können. Herzlicher Beifall des hocherfreuten Publikums ermunterte die vier Sänger noch zu Zugaben. Im Namen aller dankte Hartmut Kirchhof und wünschte ein baldiges Wiedersehen in der Taborkirche.

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Bilderausstellung von Pia-Christina Stephan

Unter dem Titel „Glaubensdinge“ wurde eine Präsentation von zwölf ausdrucksstarken Gemälden von Pia-Christina Stephan in der Taborkirche am 18. Oktober im Beisein der Hobbymalerin eröffnet. Nach dem Gottesdienst verfolgten rund 30 Wissensdurstige die Erläuterungen zu den einzelnen Bildern von „Veni, Vidi …“ bis zu „Flammendes Herz“. Intensive Zwiegespräche entwickelten sich beim Betrachten der Werke zwischen der Hobbykünstlerin und den Interessierten. Seit 2014 beschäftigt sich Pia-Christina Stephan intensiv mit der Malerei, belegte Kurse u.a. an der Kunstakademie Raesfeld und arbeitet in den Ateliers von Veronika Hemme und Dorothea Dudek. Ihre Kunstwerke sind auch im MDK-Beratungszentrum Augsburg und im Bürgerhaus Augsburg/Pfersee zu sehen. Es lohnt auf jeden Fall, sich diese kleine Bilderausstellung in der Taborkirche in Ruhe eingehend anzuschauen.

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Wandertag nach Ballenstedt

Ein Novum beim Wandertag 2020. Zum ersten Mal fand er ohne die Partnergemeinde aus Hannover aufgrund der allgemeinen Situation statt. Deshalb wählte man anstelle das angedachten Zieles Bad Harzburg beim Start vor dem Gemeindehaus als neues Ziel Ballenstedt. Gegen 10 Uhr waren die 24 großen und kleinen Wanderfreunde in mehreren Fahrgemeinschaften in der Altstadt bei der Stadtkirche angekommen. Der Pfarrer der Kirche St. Nicolai, Dr. Hering, war so nett, uns zu empfangen und uns anschauliche Einblicke in die Historie der spätgotischen Kirche mit romanischem Westturm sowie in die Entwicklung der Stadt zu geben. Zum Schluss spendete er uns seinen Segen auf unseren Wegen zum Wandertag. Von der Altstadt ging es durch die Oberstadt hinauf zur Schlossanlage. Wer wollte, besichtigte das Schlossmuseum sowie das Filmmuseum oder wandelte bei prächtigem Wetter im Terrassengarten mit den beiden Teichen. Die mitgebrachte Verpflegung verzehrten wir beim Picknick unter Sonne und einem phantastischen Panoramablick. Anschließend ging es die ca. 2 km lange Allee hinab zur Altstadt. Hier spendierte unser Pfarrer Dr. Ziera jedem ein Eis zur Stärkung, denn die Burg Falkenstein über dem elketal galt es noch zu „erklimmen“. Auf der imposanten Burganlage mit einem 30 m hohen Bergfried und auch einer Kapelle bewunderten wir eine interessante Vorführung von Falknern mit ihren gelehrigen Greifvögeln. Nebenbei erfuhr man so manch bisher Unbekanntes über die eleganten Jäger der Lüfte. Bei schon einsetzender Dämmerung fuhren wir schließlich nach einem erlebnisreichen Tag zurück nach Leipzig.

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Stammtisch mit seltener Überraschung

Aus seiner sehr erlebnisreichen Vergangenheit und dem Leben in Kleinzschocher nach dem Zweiten Weltkrieg berichtete der 91-Jährige Herr Herzog zum Tabor-Stammtisch am 24. September. 24 Besucher waren gekommen, um den lebendig vorgetragenen Erinnerungen des Zeitzeugen zu lauschen, der viele Episoden sogar mit Originaldokumenten belegte. Nach ca. einer Stunde beantwortete er noch einige Fragen und manche der Gäste ergänzten aus ihren Erinnerungen diese Zeitepoche. Zum Ende des Stammtisches überreichte Herr Herzog der Taborkirchgemeinde ein absolutes Unikat – das Original der Heiratsurkunde seiner Eltern von 1928. Mit herzlichem Beifall dankten die Anwesenden dem Referenten für diese einmalige und großzügige Geste.

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Verabschiedung Vikarin Messerschmidt

Beim Gottesdienst zur Verabschiedung der Vikarin Lydia Messerschmidt am 1. März 2020 in der Schleußiger Kirche waren viele Gemeindeglieder aus den drei Schwesterkirchgemeinden Bethanien, Lindenau-Plagwitz (Heiland) und Tabor sowie Gäste und Besucher zugegen. Gemeinsam mit Pfarrerin Langner-Stephan sowie den Pfarrern Staemmler-Michael und Dr. Sebastian Ziera feierte die Vikarin diesen Gottesdienst mit Abendmahl. Während des Gottesdienstes ließ sie ihre Zeit in den drei Gemeinden kurz Revue passieren und hatte zu jeder der Schwestern eine kleine nette Erinnerungsepisode parat. Danach hatten die Anwesenden Gelegenheit, persönliche Worte mit Frau Messerschmidt zu wechseln und ihr kleine Dankesgaben zu überreichen. Über zwei Jahre war die beliebte Vikarin im Schwesternkirchverhältnis (SKV) an allen „Brennpunkten“ präsent und brachte sich sehr kreativ in alle Aufgaben ein. Stets war sie ansprechbar für die Gemeindeglieder, offen für deren Probleme und Wünsche und aufgeschlossen gegenüber allem Neuen. Besonders werden ihre fundierten, lebendigen und realitätsbezogenen Predigten in Erinnerung bleiben. Zum 1. April wird Vikarin Messerschmidt in der Kirchgemeinde Machern-Püchau-Bennewitz ihre erste offizielle Pfarrstelle antreten und zum Einführungsgottesdienst am 5. April zur Pfarrerin ordiniert werden. Dazu wünschen wir Frau Messerschmidt alles erdenklich Gute sowie Gottes Segen für ihren nun beginnenden, verantwortungsvollen beruflichen Werdegang.

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Seniorengeburtstag am 29. Februar

Genau am Schalttag 2020 fand die Feierstunde für die Jubilare der zurückliegenden drei Monate ab 70 im Gemeindehaus von Tabor statt. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden hatten mit ihren Eltern diesen geselligen Nachmittag mit dem Backen zahlreicher süßer Sachen vorbereitet und die Tische im Gemeindesaal hübsch gedeckt. Pfarrer Dr. Ziera hieß die älteren Damen und Herren herzlich willkommen und ging in seinen Begrüßungsworten kurz auf die Jahreslosung („Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“) ein und betonte,  dass die Ehrlichkeit im Umgang miteinander ein hohes menschliches Gut ist. Danach wurde die Kaffeetafel eröffnet und an den „gemischten“ Tischen unterhielten sich die Senioren mit den Konfis aus den 7. Klassen über deren erste Kontakte mit den heiligen Schriften. Und die Gestandenen erzählten ihnen so manche Erfahrungen aus ihrem Leben mit Gott und der Welt. Auch hatten die Konfis ein ansprechendes und kurzweiliges Kulturprogramm in petto. Eingerahmt war es mit gekonnten Musikstücken am Flügel von einer Solistin bzw. einem Solisten. Ebenfalls ein Junge und ein Mädchen trugen die bekannten Balladen „Erlkönig“ und „Der Zauberlehrling“ von Goethe vor den rund 60 Anwesenden vor. Danach erläuterte ein junger „Rundfunk-Experte“ fachmännisch die Technik der Hörfunkgeräte und die Welt der Radiowellen. Gleich darauf demonstrierten fünf Mädchen mit dem Sketch „Die lustige Rundfunksendung“, wie eine Konferenzschaltung einstmals ablief und mit welchen amüsanten Tücken diese gespickt sein konnte. Das erfreute die Senioren sichtlich. Nach dem gemeinsamen Singen eines Liedes zum Abschluss der Feier verabschiedeten die Konfis die Senioren, so wie sie diese begrüßt hatten, ganz herzlich und wünschten ihnen noch einen guten Nachhauseweg.

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