29.07.2021 – Vom Aufgang der Sonne …

Diesen Kanon kennen die meisten. Oft wird er gesungen, um die Kinder musikalisch zu ihrem Gottesdienst zu begleiten, aber auch bei Gemeindefesten. Mit Armbewegungen werden die Sonnenbahn und das Danken angezeigt.

Ich muss zugeben, dass ich nicht so ein „Fan“ dieses Kanons bin. Und doch ging er mir in unserem gerade zu Ende gegangenen Urlaub nicht aus dem Kopf. Wir erlebten drei Wochen Natur pur, mit allem Schönen und allem Unbill, zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang und auch des Nachts. Wind, Sturm, Flaute, Gewitter, Blitze, Regen, Sonne, Regenbogen, Wellen, Wolken, Himmelsfarben, glattes Meer, weicher Sand, fliehender Sand, Steine, Märchenwald, wogende Bäume, duftende Bäume, volle Felder, frisch gemähte Felder, blühender Mohn, Kornblumen, klopfende Spechte, singende Vögel und bei all dem das Gefühl von unendlicher Zeit. Dafür kann man, so wie es im Kanon heißt, dem Herrn danken und seinen Namen loben.

Ich empfinde es als ein Geschenk, dass ich mittendrin leben und wieder auftanken darf, so dass ich nun, wenn wieder vieles in Räumen zu tun ist, doch immer noch alles in meinem Inneren, auf meiner Haut spüre und dabei meinen Dank vielleicht durch mehr Gelassenheit und ein freundliches Lächeln weitergeben kann.

Baberina Müller

 

 

… bis zu ihrem Niedergang

 

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