29.04.2021 – Mose wollte den Herrn, seinen Gott, besänftigen und sprach: …

Mose wollte den Herrn, seinen Gott, besänftigen und sprach: Ach, Herr! Kehre dich ab von deinem glühenden Zorn und lass dich des Unheils gereuen, das du über dein Volk bringen willst – diese Worte stehen in der heutigen Losung aus dem 2. Buch Mose 32,11f.

Mose bringt Unheil mit Gott in Verbindung. Ist Gott zornig, wenn es schwere Zeiten zu durchleben gilt? Was hat Gott mit dem zu tun, was seit über einem Jahr die Welt in Atem hält? Über 3 Millionen Opfer weltweit sind einem Virus zum Opfer gefallen.

Der lutherische Bischof aus Österreich Michael Chalupka schrieb: „Gott will uns durch den Corona-Virus nichts sagen. Gott spricht nicht durch Viren. Wir Christen glauben, dass Gott uns durch Jesus schon alles gesagt hat. Die Botschaft Jesu ist es das Leben zu schützen, den Schwachen beizustehen, aufeinander zu achten, wo immer das Leben bedroht ist. Diesem Weg zu folgen, dazu braucht es keinen Virus, aber alle diese Haltungen werden deutlich in einer Zeit in der wir uns umeinander sorgen.“

Gott spricht nicht durch Viren – aber Gott ist bei allem HERR des Lebens. Beides zusammen zu denken ist eine große Herausforderung. Mose weist den Weg: In allem was uns umfängt ist es gut einen Adressaten zu haben, dem wir unsere Sorge, Wut, Nichtverstehen sagen können. Und wir können ihn anflehen, dass ER hilft, Unheil zu wenden. Und vor allen Dingen, dass er uns Kraft geben möge, hinzunehmen und uns zu ergeben, was nicht zu ändern ist, und dass er uns gleichzeitig Mut macht, immer wieder für das Leben einzustehen.

Pfarrer Enno Haaks

 

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