27.09.2021 – Dicke Luft

Manchmal ist es echt nervig: im Großen, wie im Kleinen. Türenschlagen und Gezicke. Schlechte Laune, schlechte Stimmung und schlechte Worte. Und ich frage mich: Muss das denn sein?

Der Entwicklungspsychologe Robert Keagen hat herausgearbeitet, dass Entwicklungsschritte mit schlechter Laune einhergehen. Er nennt das „Krisen“; Entwicklungskrisen.

Diese Botschaft hat es mir leichter gemacht, meine schlechten Launen und die meiner nächsten Lieben besser zu ertragen: Sie (die Krise) gehört halt dazu, zu einer Entwicklungsgeschichte. Und das klingt doch gut. Immer wenn nun bei uns zu Hause wieder dicke Luft ist, es mal wieder etwas lauter und nerviger zugeht als sonst auch schon, dann sagen wir: „Entwicklungsschub“; auch wenn sich wohl nicht jede schlechte Laune am Ende als Fortschritt in der Persönlichkeitsentwicklung herausstellt. Aber manche vielleicht doch: hoffentlich!

Es ist übrigens spannend, dass Hans-Joachim Maaz politisch-gesellschaftliche Ereignisse auf Grundlage psychologischer Erkenntnisse betrachtet. Und so könnte man hoffnungsvoll fragen: Deutet sich da vielleicht auch gesellschaftlich ein „Entwicklungsschub“ an und wir nehmen bisher nur die Krise wahr?! Schön wäre es.

In diesem Sinne grüße ich Sie mit einer spannenden Losung für diesen Tag:

Ehe ich gedemütigt wurde, irrte ich; nun aber halte ich dein Wort. (Psalm 119,67)

Die Betrübnis, die nach dem Willen Gottes ist, bewirkt eine Umkehr zum Heil, die niemand bereut. (2.Korinther 7,10)

 

Ihr Pfarrer Dr. Sebastian Ziera

 

 

 

 

Ihr Pfarrer Dr. Sebastian Ziera

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