24.05.2021 – Kürbissamen

Es war Anfang April als ich die ersten Samen für die Kürbisse in die extra gekaufte Bio-Anzuchterde steckte. Auf dem Südseitenfenster ausreichend feucht, nie zu sehr. Sogar mit Deckel wie in einem Gewächshaus und täglich gelüftet. Jeden Tag schaute ich nach, ob da nicht eine kleine grüne Spitze aus der Erde schaute. Aber: nichts. Auch die folgenden Tage: nichts. Ich habe mehrfach nachgesäht. Zwei verschiedene Sorten von Kürbissamen, verschiedene Erden, sogar auf Küchenpapier. Es passierte einfach: nichts. Es war zum Mäusemelken. Ich hatte es schon aufgegeben, mir vorgenommen Pflanzen zu kaufen. Doch dann Mitte Mai passierte es. Meine bessere Hälfte hatte ein Hügelbeet angelegt mit dem Kompost vom letzten Jahr. Darauf wollte ich eigentlich die selbst gesetzten Kürbisse pflanzen. Und plötzlich standen sie da, 20 kleine Kürbispflanzen auf dem Hügelbeet, dicht an dicht.

Foto: Jörg Fritsche (c)

Ganz von selbst waren sie gewachsen, aus den weggeworfenen Kernen vom letzten Jahr. Mit meinen Kürbispflänzchen verhält es sich ganz ähnlich wie mit dem Reich Gottes. Manchmal mühen wir uns, dass etwas entsteht in der Gemeinde und wir die gute Botschaft weitergeben können, schaffen die scheinbar besten Bedingungen, bereiten alles gut vor. Trotzdem passiert einfach: nichts. Aber dort, wo wir es nicht vermuten, da bricht es sich plötzlich Bahn und wächst in Fülle. Ganz ohne das eigene Zutun. Es ist eben nicht nur unsere Sache das Reich Gottes voranzubringen. Da wir nie im Leben könnten so viele Kürbisse essen könnten, konnte ich noch abgeben und hab die kleinen Pflänzchen in Blumentöpfe gesetzt und verschenkt. So wächst das Reich Gottes jetzt auch in anderen Gärten weiter.

Herzliche Grüße und frohe Pfingsten
Nicole Oesterreich

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