24.02.21 – Willkommen im Schlaraffenland!

Das Märchen vom Schlaraffenland gehört zu den ältesten Erzählungen der Menschheit. Schon in der Antike träumte man von einem Land, in dem Milch und Honig fließen oder in dem einem die gebratenen Vögel in den Mund fliegen. In Deutschland erzählt man spätestens seit dem Mittelalter davon, und im 16. Jahrhundert malt Pieter Bruegel der Ältere sein berühmtes Bild vom Schlaraffenland.

Dahinter verbirgt sich der menschliche Wunsch, mit dem Nötigsten voll und ganz versorgt zu sein, um unbeschwert leben zu können. Und auch wenn wir in einer Zeit in einem Land leben, das für die Menschen anderer Weltregionen und Zeitalter an das Schlaraffenland nah heranreichen würde, erlebe ich immer wieder: Die Wünsche hören nicht auf und glücklich ist nicht das Gleiche wie wohlgenährt oder vermögend.

Die heutige Tageslosung stammt aus einer biblischen Geschichte vom Überfluss:
Sie aßen alle und wurden satt und sammelten auf, was an Brocken übrig blieb, zwölf Körbe voll.  (Matthäus 14,20).
Jesus dankt Gott und 5.000 werden satt von fünf Broten und zwei Fischen.
Die biblischen Evangelisten erzählen diese Geschichte in Variationen immer wieder, weil sie selbst erlebt haben: Jesus schenkt das, was wir zum Leben brauchen im Überfluss.
Das gibt auch mir Hoffnung, dass ich meine Körbe füllen darf – wenn nicht mit Brot und Fisch, dann doch mit Zuversicht, Gelassenheit und Geborgenheit, um den Hunger dieser Tage zu stillen.

Herzliche Grüße
Ihr Konstantin Enge

Pieter Bruegel d. Ä.: Das Schlaraffenland (1567)

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pieter_Bruegel_d._Ä._037.jpg

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