18.04.2021 – Der gute Hirte ….

Der gute Hirte und die Wölfe im Schafspelz

Wenn ich selbst nicht mehr den Weg kenne, dann gibt es den verführerischen Gedanken, nach dem starken Mann zu rufen.

Einer, der vorangeht und führt und entscheidet. Einer, der mir das Denken abnimmt. Solange ich was zu essen habe und in die Stadien zum Fußball kann, ist alles in Ordnung. Dieses Verhalten der Masse und diese Machtfülle in einer Person endete in der Geschichte schon immer in furchtbaren Katastrophen.

Und die, die meinen, mir reichen Brot und Spiele, werden am Ende sagen, von all den Schrecken haben wir doch gar nichts gewusst.

Christus spricht: Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich. Joh. 10,14

Manchmal wünsche ich mir das schon, dass mir einer den richtigen Weg zeigt und darauf achtet, dass ich ohne seelische und körperliche Blessuren durch Gefahren komme. Manchmal wünsche ich mir einen Hirten, der meine Fragen nach erfüllten und sinnvollen Leben beantwortet. Manchmal brauche ich dich, Christus, wenn ich Gefahr laufe, verloren zu gehen.

So einen Hirten, der mir das selbständige Denken nicht stielt, der mir mein Selbstbewusstsein stärkt. Ein Christus, der in mir das starke Gefühl wohnen lässt: Du bist wichtig, anerkannt und geliebt in den Augen Gottes. Du bist genau richtig!

Was weiß ich von diesem Hirten? Jesus zeigte die scheinbar verlorene Gottesliebe und lebte sie mit den Menschen, die schwer an ihren Lebensbrüchen zu tragen hatten. Oft befanden sie sich fremdgesteuert in chaotischer Lage, ohne zu wissen, wie es weitergehen kann. Sie redeten sich alles von der Seele. Jesus hörte zu. Er gab ihnen ihr Leben zurück, wofür sie geschaffen waren. Er gab ihnen ihre Identität zurück, die ihnen falsche Machthirten stahlen.

Ob Religionen oder Staatsformen, Seuchen oder Tod, mein guter Hirte täuscht mich nicht. Daraus eröffnen sich die Wege unserer Heilungen für eigenes Leben und für unsere Beziehungen. Denn ich darf in meinem Gegenüber diese Zusage Christi erkennen: Ich bin auch sein guter Hirte.

Daraus eröffnet sich aber auch, dass wir uns gut zuhören und uns unser Versagen und unsere Fehleinschätzungen nicht zerstörerisch um die Ohren hauen. Den Hirtenweg der Aufmerksamkeit und Achtung füreinander bietet Christus uns an, damit wir Wege aus Krisen finden.

Christus spricht: Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich. Joh. 10,14

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag,

Ihr Martin Staemmler-Michael

 

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