17.04.2021 – Leben in einer WG

Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit (Kolosser 3,16)

Die Abwaschberge türmen sich, die Musik dröhnt mitten in der Nacht, der Kühlschrank ist leergefressen: So kann ein Leben in einer WG aussehen, ich habe davon gehört und es zum Teil selbst erlebt. Das Schlimmste, von dem ich gehört habe, war, dass die Mietanteile nicht gezahlt wurden und eine Freundin auf den Kosten sitzen geblieben ist. Was für eine Frechheit!!

Ja, man sollte schon genau hinschauen, mit wem man zusammenzieht, wen man sich ins Haus holt. Denn mit falschen Hausgenossen lebt es sich schwer in Gemeinschaft. Auch im übertragenen Sinn.

In Gemeinschaft lebt es sich schwer, wenn Faulheit den Abwasch stehenlässt und sich nicht um seinen Dreck kümmert. In Gemeinschaft lebt es sich schwer, wenn Ungerechtigkeit den Kühlschrank leerfrisst. In Gemeinschaft lebt es sich schwer, wenn Egoismus die Musik laut aufdreht.

Wir brauchen wieder ein Gespür dafür, in welcher Gemeinschaft wir leben wollen. Und dazu gehört, sich zu überlegen, wer Mitbewohner sein soll. Ich wünsche mir eine Gemeinschaft in der Achtung und Achtsamkeit, in der Gerechtigkeit und Fürsorge, in der Dankbarkeit und Zufriedenheit wohnen.

Es grüßt Sie

Ihr Pfarrer Dr. Sebastian Ziera

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