16.09.2021 – Ein Blick in die Vergangenheit

Als ich neulich mal wieder für ein paar Tage die Vertretung im Pfarramt wahrgenommen habe, kam ich mit einem Besucher ins Gespräch. Er bat um eine Abschrift aus dem Taufbuch zu seinem kürzlich verstorbenen Vater, der 1924 in der sog. „Notkirche“ getauft worden sei, die ja nun in der Nähe der Leinestraße stünde. Aus unseren Unterlagen wusste ich zwar, dass diese Notkirche, bevor sie 1905 auf dem Schulhof der heutigen Schule am Auwald, direkt an der Kreuzung von Schnorr- und Rödelstraße, errichtet wurde, als Übergangslösung bis zur Fertigstellung der Michaeliskirche in Gohlis stand. Aber was danach mit ihr geschah, war mir unbekannt. Eine Recherche ergab dann, dass zwar nicht die Notkirche aus Schleußig an die Markkleeberger Straße im Stadtteil Dösen umgesetzt wurde, wie man leicht an den zwei Bildern unten erkennen kann, die links die Notkirche und rechts die Johanniskirche zeigen. Aber die Quelle gibt an, dass 1934 bei dem Bau der Johanniskirche in der Markkleeberger Straße (sie zweigt von der Leinestraße ab) Teile „unserer“ Notkirche verwendet wurden.

Die Johanniskirche gehört heute zur Ev.-Luth. Auenkirchgemeinde Markkleeberg-Ost mit Dölitz und Dösen. Dort finden regelmäßig aller zwei Wochen Gottesdienste statt und vielleicht kann man dabei – oder auch bei einer Exkursion mit einer Gemeindegruppe – mal einen Blick in die Vergangenheit unserer Gemeinde werfen.

Martin Meigen  (Fotos: Bethanienkirche Leipzig-Schleußig, privat)

 

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