12.05.2021 – Hoffnung

Was macht dir Hoffnung?

Stopp des Klimawandels, Impftermin, Einreise nach Europa, Präsenzunterricht, OP- Termin, Ende des Terrors, …

Vieles mehr könnte ich benennen. Je nachdem wo ich lebe, wen ich kenne, was mich bewegt, werde ich die Frage unterschiedlich beantworten.

Vieles hängt zusammen. Offensichtlich oder über Umwege. Den Durchblick zu behalten wird immer schwieriger. Doch ist der Durchblick für Hoffnung notwendig?

Was ist Hoffnung?

Wikipedia sagt mir „Hoffnung (vgl. mittelniederdt.: hopen „hüpfen“, „[vor Erwartung unruhig] springen“, „zappeln“) ist eine zuversichtliche innerliche Ausrichtung, gepaart mit einer positiven Erwartungshaltung, dass etwas Wünschenswertes eintreten wird, ohne dass wirkliche Gewissheit darüber besteht. … Hoffnung ist die umfassende emotionale und unter Umständen handlungsleitende Ausrichtung des Menschen auf die Zukunft.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Hoffnung 29.04.2021)

Da ist viel Wahres dabei! Ich werde nur selten hüpfend durch die Straßen laufen. Aber diese innere Ausrichtung, diese positive Erwartungshaltung kenne ich.

Den nächsten Satz finde ich sehr bedeutsam.

„Hoffnung ist die umfassende emotionale und unter Umständen handlungsleitende Ausrichtung des Menschen auf die Zukunft.“

Ich denke, das ist genau das, was ich an mir spüre, dass es in diesen Pandemiemonaten immer mehr abhandengekommen ist. Es ist ein Unterschied, ob ich Einschränkungen in Kauf nehme, weil sie von der Regierung verordnet sind. Oder ob ich Einschränkungen einhalte, weil ich eine Hoffnung habe. Eine Hoffnung, die genährt wird von klaren Zielen. Es gibt immer noch große Bereiche unseres gesellschaftlichen Miteinanders, die sind seit fast einem Jahr komplett eingeschränkt! Welche Perspektiven haben das Pflegepersonal und die Ärzteschaft auf den ITS und Corona Stationen? Woher nehmen sie die Motivation sich tagtäglich in Vollmontur zu den Patientinnen und Patienten zu begeben, obwohl auch sie seit einem Jahr überdurchschnittlich viele Menschen sterben sehen? Irgendetwas scheint immer noch diese „handlungsleitende Ausrichtung … auf die Zukunft“ zu bewirken.

Irgendetwas steckt in uns, dass uns, Menschheit, wieder aufstehen lässt. Wie viele Kriege, Pandemien, Seuchen, große oder persönliche Katastrophen gab es in der Geschichte schon? Unzählige bis heute.

Und TROTZDEM gibt es uns heute. Unsere Vorfahren sind wieder aufgestanden. Etwas hat sie angetrieben, ihnen Hoffnung gemacht. Vielleicht beschreiben wir diese motivierende Kraft ganz unterschiedlich? Warum auch nicht, wir sind alle verschieden.

Aber in jeder und jedem von uns, davon bin ich überzeugt, steckt dieser göttliche Funke, diese Gottesidee, … (oder wie du auch immer dazu sagst). Lässt uns diese Gottesidee, nach all dem Schrecklichen, Angstmachenden, Zerstörerischen dieses TROTZDEM versuchen?

Doch, ich bin überzeugt, diese TROTZDEM- Motivation kommt nur zur kraftvollen Entfaltung im gemeinsamen Denken und Handeln. Wir Menschen brauchen einander. Diejenigen die anpacken, diejenigen die einen Plan haben, diejenigen die uns mit ihrem Können verzaubern und so wiederum anspornen können. Nur gemeinsam läuft es rund.

Was meinst du, wo liegt deine Stärke?

Susanne Schönherr

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