09.082021 – Umweltschutz hat keinen Urlaub

Kurz nach 6:00 morgens auf etwas über 1200m Seehöhe. Die Sonne geht langsam hinter den Bergen auf. Ein kleiner Speicherteich für die Beschneiung von Skipisten liegt vor mir. Ein gigantischer Ausblick, ein wunderschöner Sonnenaufgang belohnen mich für das frühe aufstehen und hierher wandern. Ich bin überwältigt von der Schönheit dieses Augenblicks. Die aufgehende Sonne, die sich im ruhigen Wasser spiegelt, die Berge im Hintergrund. Das gesamte Panorama versetzt mich in Staunen.

Gleichzeitig weiß ich um die Fragilität dieser Schönheit. Hitzewellen, Starkregen, Schlammlawinen oder Erdrutsche gefährden Mensch, Pflanzen und die Tiere auch hier auf über 1200m Seehöhe. Der Klimawandel und vor allen Dingen die Verschmutzung der Umwelt machen sich auch hier bemerkbar. Kaputte Wanderstöcke, liegengelassenes Brotpapier oder leere Flaschen sind auch am Berg keine Seltenheit mehr. So etwas ärgert mich. Denn eine solche Einfach-fallen-lassen-Mentalität gefährdet die einzigartige Naturlandschaft noch mehr, als sie es ohnehin schon ist.

So bewundernswert die Natur hier scheint, genauso zerbrechlich ist sie eben auch. Einmal mehr wird mir bewusst, der Umweltschutz darf in unseren Köpfen keinen Urlaub machen.

Der Klimawandel stellt uns ohnehin schon vor riesige Herausforderungen. Deshalb sollten wir es uns nicht noch schwerer machen, in dem wir unsere Urlaubsorte zumüllen. Denn nur dann werden wir auch zukünftig unsere Erholung dort finden können.

Mit herzlichen Urlaubsgrüßen

Ihr/Euer Tom Gelf  (Foto: privat)

 

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