09.05.2021 – Häufig irgendwie dazwischen

Geht es Ihnen vielleicht auch so, liebe Leserin und lieber Leser?
Ich stehe und fühle mich häufig irgendwie dazwischen:
      zwischen Sorge und Vertrauen
      zwischen Lockdown und Verlockung
      zwischen Gut und Naja-nicht-so-gut
      zwischen Hoffnung und Zweifel
      zwischen Zufriedenheit und Unzufriedenheit
      zwischen Kraft und Leere
      zwischen Ach, Gott! und Halleluja!

So ist das Leben, sagen Sie jetzt vielleicht.
Wenn Sie das jetzt so sagen – hier in meinem Text haben Sie es bereits gesagt -, dann könnte sich daraus etwa folgendes Gespräch entwickeln:

Ja, so ist das Leben. Wie hält der Mensch das nur aus?
    Was? Das Leben??

Diese ständige Spannung zwischen Sein und Sollen.
    Ach komm, es wird doch nichts so heiß gegessen, wie’s gekocht wird!

Klingt ziemlich abgebrüht!
   Was soll denn das nun wieder heißen?

Das soll heißen, dass wir uns nur zu allzu gern mit solchen Sprüchen beruhigen!
   Und was soll daran falsch sein?

Das Abgebrühte.
   Worauf wollen Sie eigentlich hinaus?

Ich will damit sagen, dass es nicht gut sein kann, wenn wir uns so schnell aus den Spannungen des Lebens herauswinden.
   Ja, haben Sie denn einen besseren Vorschlag…?

(Was kann man da sagen? Mir fällt jetzt nur eine Antwort ein:)

Beten.
   Beten?

Ja, beten!
   Wieso beten?

Weil mir beten hilft, in diesen Spannungen sensibel und offen zu bleiben, ohne daran zu zerbrechen.
   Das klingt ja ganz schön stark…

Am Sonntag Rogate geht es ums Beten. Das ist ein Thema, zu dem es heute noch sehr viel zu sagen gibt. Hier würde das wohl zu weit führen, aber wenn Sie mögen, finden Sie heute ab 11 Uhr unter www.evangelium.art.blog noch einige weiterführende Gedanken dazu.

Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen

Ihr Heinz Schneemann

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