08.04.2021 – So tun, als ob …

So tun, als ob …

In einer Episode im Film “Paris je t’aime” wird ein Paar gezeigt, dass sich auseinandergelebt hat. Eine Krebserkrankung bringt den Mann zurück zu seiner Frau und es heißt von ihm:
“Durch das Bemühen, sich wie ein verliebter Mann zu verhalten, wurde er wieder ein verliebter Mann”. So tun, als ob: Ich verhalte mich so, als ob etwas stimmt, selbst wenn ich gar nichts davon spüre.

Da wir Gott nicht sehen könnten, ist auch Glaube immer wieder ein „so tun, als ob“: Ich verhalte mich so, als ob es Gott tatsächlich gibt und als ob das mit seinen Zusagen stimmt. Ich lebe und denke, wie ein von Gott geliebtes Kind – trotz allem, was ich von mir weiß, trotz allem, was ich an Dummheiten mache. Ich glaube, dass Er mit wirklich liebt. Ich tue so, als ob mich Gott selbst bei meinem Namen ruft. Ich lasse mein schlechtes Gewissen los und auch meine Sorgen.
Und manchmal – wie im Film – kann etwas Verschüttetes wieder ins Leben kommen. Anders als vorher und doch ganz real. 

Die Einladung in der Nach-Osterzeit heißt daher:
Ich tue mal so, als ob Gottes Auferstehungskraft tatsächlich auch bei mir wirken kann. Ich probiere es aus und erwarte es:

Ich bin für ein paar Minuten still – gleich jetzt – ich bete, höre nach innen und bin gespannt, was passiert.
Oder ich lese in der Bibel und erwarte, dass Gott selber zu mir spricht, zu meinem Herzen, in meine Situation.
Vielleicht haben Sie ja noch eine ganz andere Idee für die Umsetzung …
Und womöglich können Sie im Rückblick sagen:
Ich habe so getan, als ob Gott da wäre und da habe ich ihn auf überraschende Weise erlebt.
“Durch das Bemühen, sich wie ein glaubender Mensch zu verhalten, wurde ich ein glaubender Mensch.”

Fröhliches Experimentieren wünscht

Volker Klein

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