07.06.2021 – Jona

Gestern wurde von ihm in allen Gottesdiensten erzählt, gepredigt und auch mit ihm gebetet. Er, der nicht wollte und weglief. Er, der Angst vor denen in der schlimmen Stadt hatte.

Doch Gott hatte eine Aufgabe für ihn. Gott wusste, er kann das – auch wenn er selber sich dies nicht zutraut. Gott schaut nicht in die erste Reihe, sondern in die Herzen, auf die Kraft und das Vertrauen. Gott erwählt nicht

So war das schon immer – auch bei: Noah, dem Trinker; Eva, die einer Schlange vertraute; Petrus, dem Verräter; Maria Magdalena, die von Dämonen besessen war; Und … Jona, der davon rannte!

Kennen sie Jona – vielleicht aus dem Kindergottesdienst oder von den vielen Bildern, wo Jona im Bauch des Fisches zu sehen ist?

Bild: pixabay.com

Jona will den Menschen in Ninive nicht die Strafe Gottes ansagen. Warum – können wir nicht in der Bibel lesen. Während Jona weit weg von Ninive flieht, bleibt Gott bei seinem Vorhaben. Noch schläft Jona im Bauch des Schiffes – mitten im Sturm. Plötzlich wird er aus dem Schlaf gerissen und erhält die nächste Aufforderung: Er soll beten! Es bleibt stürmisch und das Schiff droht unterzugehen. Dann fällt das Los auf ihn und er wird über Bord geworfen. Gott schickt einen großen Fisch, weil Gott Jona braucht. Was dort passiert, können wir in der Bibel nachlesen. Jona redet zu Gott, der ihm Halt und Hoffnung gibt. Und Jona wird vom Fisch an Land gespuckt.

Dort wartet die gleiche Aufgabe auf ihn. Jetzt übernimmt Jona den Auftrag.

Auch uns geht es manchmal ähnlich! Wir brauchen eine Pause oder eine Umleitung, um dann unseren (neuen) Weg zu gehen oder etwas zu ändern. Und Gott hilft dabei, Gott erwählt, Gott traut zu – auch Dir!

Pfarrerin Angela Langner-Stephan

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