05.07.21 – „Sind wir noch zu retten?“

Diese immer wieder einmal gestellte Frage hat es in sich!
Und sehr doppeldeutig ist sie außerdem: Sind wir noch zu retten? 
Das kann einmal heißen: Können wir überhaupt noch gerettet werden?
Stehen wir nicht schon so dicht am Abgrund, dass eine Rettung ziemlich aussichtslos erscheint?
So wird sich mancher DDR-Bürger vor 32 Jahren gefragt haben. Und so fragen unter ganz anderen Verhältnissen auch heute wieder viele Menschen. Die Fülle und Bedrohlichkeit der ständigen Krisen nimmt zu. Die Rettungsmaßnahmen dagegen erscheinen oft ungenügend und wenig wirksam. Das wirkt sich auch auf das Bewusstsein, die Erwartungen und die Stimmung in der Gesellschaft aus. Natürlich sollte man bei so weitreichenden und schwerwiegenden Fragen möglichst konkret werden! Aber wer überblickt das schon alles? Zum anderen kann die Frage aber auch heißen: Müssen wir überhaupt noch gerettet werden?  Führt die ständige Fokussierung der Aufmerksamkeit auf Krisen und Bedrohungen nicht zu einer Steigerung von Ängsten und zu entsprechenden Reaktionen, die vielleicht viel schlimmer und folgenreicher sind als die Probleme selbst? Reden wir womöglich unser Verderben selbst herbei und sollten stattdessen lieber ein halbwegs ruhiges und anständiges Leben führen? Ist es bisher nicht immer irgendwie weitergegangen, obwohl schon so oft vom Weltuntergang gesprochen wurde? Wenn beiden Positionen aufeinandertreffen, kommt es oft zu lebhaften Auseinandersetzungen. Sollte man da eine klare Position beziehen?
Oder haben auf ihre Weise beide recht?
Wie sehen Sie das, liebe Leserin und lieber Leser? 
Und was trägt dazu der bedeutsame biblische Spruch für diese Woche aus Epheser 2,8 bei?
In der Übersetzung der neuen BasisBibel lautet er:
Aus Gnade seid ihr gerettet – durch den Glauben.
Das verdankt ihr nicht eurer eigenen Kraft, sondern es ist Gottes Geschenk.

Gewiss geht es hier um ganz andere Fragen und Zusammenhänge.
Oder hängt am Ende das Eine doch mit dem Anderen zusammen?
Könnte das nicht ein Thema für Gespräche sein?

Eine gute neue Woche wünscht
Ihr Heinz Schneemann

 

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