04.03.21 – Das Tempo der Worte

Vor einer Weile las ich von einer Studie, die aufzeigte, dass Singvögel in der Stadt deutlich lauter singen (müssen) als ihre Artgenossen auf dem Lande.

Über die Lautstärke von menschlicher Sprache im ländlichen und urbanen Kontext ist mir bisher nichts bekannt. Bekannt sein soll aber – gemäß einer weiteren Studie –, dass Stadtbewohner*innen signifikant schneller sprechen, als Menschen, die nicht in der Stadt leben. Offenbar passen sich Lebewesen in vielfältiger Weise an die Rahmenbedingungen ihrer Um- und Mit-Welt an.

Ich selbst – da bin ich mir sicher –, rede zu schnell. Eine schöne Übung nicht nur für eine Woche der Fastenzeit wäre es da, bewusst langsamer zu reden. Vielleicht wird es dadurch auch weniger. Das wäre auch nicht schlecht! Worte sind wirkmächtig. Das wissen nicht nur Bibelleser*innen der Schöpfungsgeschichte. Darum sollte es von Nutzen sein, sich über das Gewicht von Worten Klarheit zu verschaffen, und so oder so bewusster mit Reden, Schweigen und dem Tempo der Worte zu verfahren.

Ich nehme dies als Anregung mit in den Tag und in die Wochen.
Wer dafür noch ein Bibelwort braucht, könnte dieses nehmen: Ihr sollt wissen: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.  (Jakobusbrief 1,19)

Dr. Ronny Valdorf

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